Die Siegerinnen bei Bosch: Daniela Huber (links) und Dörte Heidemann mit Moderator Michel Abdollahi
Die Siegerinnen bei Bosch: Daniela Huber (links) und Dörte Heidemann mit Moderator Michel Abdollahi © Foto:BrauerPhotos/M.Nass

Trophäe | | von Annette Mattgey

New Work Award: Platz eins für die Old Economy

Wenn es um neue Arbeitskonzepte geht, wird auch die Industrie kreativ. Das Traditionsunternehmen Robert Bosch sicherte sich dieses Jahr Platz 1 beim New Work Award. Unter den Top 3 ist allerdings auch ein Digitalunternehmen, und zwar der Mobilitätsdienstleister Bike Citizens. An zweiter Stelle steht das Bauunternehmen Heitkamp & Hülschet.

Lebenszeitorientierte Arbeitszeitmodelle, Mitarbeiter als Mitunternehmer oder eine Vier-Tage-Woche für alle – mit diesen und anderen Konzepten bewarben sich die Aspiranten für den New Work Award. Der Preis, der bereits zum dritten Mal unter der Leitung des Karrierenetzwerks Xing vergeben wurde, zeichnet Unternehmen aus, die ihre Arbeitskultur auf zukunftsweisende Art anders definieren. Entscheidend für die Preisvergabe war das Online-Voting.

Von mehr als 140 Bewerbern gelang zwölf Unternehmen der Sprung auf die Shortlist des "Ideenlabors", einem Expertengremium führender Köpfe aus Gesellschaft, Wirtschaft und Forschung um Thomas Sattelberger, Publizist und ehemals Personalvorstand Deutsche Telekom, und Xing-CEO Thomas Vollmoeller. Im Anschluss wählte die Netzgemeinde aus den zwölf Finalisten die Sieger.

Erster Platz: Robert Bosch, Gerlingen-Schillerhöhe

Den ersten Platz sicherte sich die Robert Bosch GmbH mit ihrem Konzept "Vielfalt ist unser Vorteil". Das Unternehmen setzt Impulse für eine flexible und familienbewusste Arbeitskultur von morgen. Dabei berücksichtigt Bosch die jeweiligen Lebensphasen der Mitarbeiter und bietet personalisierte Lösungen wie zum Beispiel Homeoffice, Job-Sharing und auf Betreuungszeiten abgestimmte Familienarbeitsplätze – und das auch in der Produktion.

Zweiter Platz: Heitkamp & Hülscher, Stadtlohn

Das Bauunternehmen Heitkamp & Hülscher überzeugte mit seiner Initiative "Das H-Team: Mitarbeiter als Erfolgsfaktor" und landete auf dem zweiten Platz. Die Infrastrukturexperten machen ihre Mitarbeiter zu Mitunternehmern und beteiligen sie nicht nur am Erfolg, sondern am ganzen Unternehmen – das fördert die Motivation und Zufriedenheit und steigert gleichzeitig die Attraktivität von Heitkamp & Hülscher als Arbeitgeber.

Dritter Platz: Bike Citizens, Graz

Der dritte Platz des New Work Awards geht an Bike Citizens. Die Bike Citizens verkürzten ihre Arbeitszeiten von Montag bis Donnerstag zur 36-Stunden-Woche, vom Chef bis zum Praktikanten. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter des Web- und App-Unternehmens sind produktiver und kreativer, weniger Krankheitstage und eine gute Stimmung im Büro. Weitere Neuerungen wie Stillarbeit am Vormittag steigern die Produktivität zusätzlich. 

Thomas Vollmoeller bewertet den diesjährigen Input: "Die eingereichten Konzepte sind so bunt und unterschiedlich wie die Lebensläufe der einzelnen Mitarbeiter. Was mich besonders freut: Es sind nicht nur Großkonzerne oder Startups, die sich mit neuen Arbeitsmodellen beschäftigen, sondern zunehmend auch Firmen aus traditionelleren Branchen, die sich trauen, Arbeit neu und anders zu organisieren."

Mehr Infos zu den Gewinnern des New Work Awards findet man auf der Xing-Seite Spielraum sowie in dem kostenlosen E-Book "Aufbruch in neue Arbeitswelten", das Porträts aller Finalisten enthält. Außerdem beschäftigen sich verschiedene Autoren mit diesen Fragen: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Was müssen wir künftig anders machen, um sowohl die Innovationsfähigkeit der Unternehmen sicherzustellen als auch die Bedürfnisse der Berufstätigen nach mehr Freiheit, Autonomie und Flexibilität zu bedienen?

New Work Award: Platz eins für die Old Economy

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