Keine Panik: Fünf Millionen Menschen stehen bald ohne Job da
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Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Keine Panik: Fünf Millionen Menschen stehen bald ohne Job da

Die Woche war wie ein Marathon. Ein Konferenz-Marathon. Am Wochenende ging die Make Munich, auf der Bastler ihre Erfindungen zeigten,  fließend in Burdas DLD über. In dichtem Gedränge verteilten sich Manager auf zwei große Vortragssäle sowie das Foyer in der Hypovereinsbank in München. Viele waren von weit angereist: Frankreich, Israel oder USA.

Auch Reed Hastings, CEO von Netflix, war vor Ort als einer der großen Attraktionen der zweieinhalbtägigen Digital-Konferenz. ZDF-Moderator Claus Kleber interviewte den Video-Streaming-Guru aus San Francisco. Er wollte von ihm wissen, ob Daten und Algorithmen das A&O bei der Produktionswahl seien. Und es zeigte sich, dass selbst Amerikaner nicht all ihre Geschicke nüchternem Zahlenmaterial anvertrauen: “Wir ziehen natürlich die Daten heran, aber die finale Entscheidung wird aus dem Bauch heraus getroffen.“ Das klingt menschlich. Seit vergangenem Jahr ist der Dienst fast weltweit verfügbar.

Über eine Hastings´sche Ankündigung am Rande der Konferenz freuten sich die Netflix-User am meisten: Der Online-Videodienst will noch in diesem Jahr eine erste TV-Serie aus Deutschland ins Programm nehmen. „Wir sehen uns nach einer Sendung um, haben aber noch nicht das Richtige gefunden“, sagte Hastings der Deutschen Presse-Agentur. Ob Krimi oder Komödie - Netflix sei aktuell für alle Genres offen.

Dass die großen Ankündigungen wie immer aus den USA kommen, ließ manche schon unken, dass Deutschland womöglich den Anschluss ans digitale Zeitalter verlieren könnte. Dagegen hielt diese Woche - ganz unabhängig vom DLD - ein Report  von Ernst & Young: Der hat Berlin den Spitzenplatz im Ranking über die europäische Startup-Szene zugewiesen. Neugründungen hätten im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von knapp 3,1 Milliarden Euro eingesammelt. Damit habe die Investitionssumme fast doppelt so hoch gelegen wie noch ein Jahr zuvor. Na also, geht doch.

Allerdings bedeuten viele neue Unternehmen nicht zwangsläufig ein Abschwung der Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil. Innovationen wie Künstliche Intelligenz, Automation und Roboter lassen diese in neue Höhen aufschwingen. Auf dem World Economic Forum (WEF) in Davos wurde diese Woche der Report "The Future of Jobs vorgestellt. Der prophezeit, dass fünf Millionen Menschen ihre Jobs an Roboter verlieren werden.

Kein Grund zur Panik, beschwichtigten Vordenker wie Sheryl Sandberg, COO Facebook, und Satya Nadella, CEO Microsoft, im Schweizer Skiort. Anstatt die Vierte Industrielle Revolution zu fürchten, hieß es in Berichten lapidar, solle man ihr lieber hoffnungsfroh entgegenblicken.

Wie die Woche aus Social-Media-Sicht verlief, fasst der W&V Viralanzeiger zusammen, diesmal mit Adele, einer Hommage an David Bowie und einem Star Wars-Prank.

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