Die Gründer (von li.): Simon Schütz, Moritz ten Eikelder und Johannes Lomnitz.
Die Gründer (von li.): Simon Schütz, Moritz ten Eikelder und Johannes Lomnitz. © Foto:Optionspace

Organisation | | von Annette Mattgey

Heute startet das Airbnb für Büros

Optionspace heißt das Startup, das sich an der Geschäftsidee von Airbnb orientiert. Damit können Firmen sich kurzfristig Räume dazu mieten oder überflüssige anbieten. Die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat, der Service startet in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt a.M., wird aber in den nächsten Wochen in weitere deutsche Großstädte expandieren. Optionspace residiert in Berlin und wird von Simon Schütz, Johannes Lomnitz und Moritz ten Eikelder geleitet.

Interessenten können über die Online-Buchungsplattform sowohl möblierte als auch unmöblierte Büroflächen kurzzeitig und provisionsfrei ab einem Monat anmieten. Dazu wählen sie in der Eingabemaske den gewünschten Bürotyp, die Personenanzahl, die Mindestgröße sowie den Einzugstermin. Wer sich die Flächen vorab ansehen will, kann das gerne tun. Per Mausklick müssen Anbieter und Mieter den Vertrag bestätigen. Optionspace erhält eine monatliche Gebühr in Höhe von 10 Prozent der Warmmiete vom Vermieter, gedeckelt auf maximal zwölf Monate - natürlich nur, wenn es tatsächlich zur Vermietung kommt. Über die Plattform vermietete Flächen beinhalten zusätzlichen Versicherungsschutz von AXA für Mieter und Vermieter.

"Unsere Vision ist es den Büromarkt zu flexibilisieren, da dieser bislang sehr starr ist und den Bedürfnissen der Unternehmen kaum gerecht wird," sagt CEO Moritz ten Eikelder. Als Zielgruppe sieht er unter anderem Startups: "Mietverträge für Büroimmobilien haben in der Regel eine fixe Laufzeit von mehreren Jahren, was besonders für dynamisch wachsende Firmen wie Startups ein großes Hindernis ist. Wir finden, ein Büro zu mieten sollte so einfach und flexibel sein wie eine Wohnungs- oder Zimmerbuchung über Airbnb."

Was unterscheidet Optionspace von Co-Working-Spaces? Auch darauf hat ten Eikelder eine Antwort: "Co-Working Spaces sind häufig keine geeignete Alternative für ein Büro. Das liegt daran, dass sie sehr teuer sind und den Anforderungen von Unternehmen nicht immer gerecht werden - insbesondere dann, wenn das Unternehmen eine gewisse Größe erreicht hat."

Der Markt für Büroimmobilien birgt mit einem jährlichen Mietvolumen von ca. 50 Milliarden Euro allein in Deutschland ein sehr großes Geschäftspotenzial. Besonders interessant ist dabei, dass vor allem der Makrotrend "Flexibilität" für die Immobilienbranche immer relevanter wird, wie eine Studie von PwC zeigt: 66 Prozent der befragten Unternehmen wünschen sich kürzere Mieten und mehr Spielraum. Gleichzeitig wird der Kampf um passende Büroflächen besonders in urbanen Räumen immer intensiver: Einer Studie von BNP Paribas zufolge gibt es in Berlin beispielsweise nur noch einen Büroflächenleerstand von 2,8 Prozent. Im Jahr 2014 waren es noch 4,7 Prozent. Optionspace sieht daher gute Chancen für sein Geschäftsmodell angesichts der zunehmenden Flächenknappheit und der schnell steigenden Mietspiegel.

Als Investoren an Bord sind unter anderem der Seed-Investor MAKERS, Vito One (Seed-Venture-Arm der Viessmann-Gruppe), die Helpling-Gründer Benedikt Franke und Philip Huffmann sowie Andrew Goldstein (Co-Founder & MD, LMU Entrepreneurship Center).

Heute startet das Airbnb für Büros

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