Digital-Jobs: Die "Great Place to work"-Unternehmen 2016
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Ausgezeichnete ITK-Arbeitgeber | | von Annette Mattgey

Digital-Jobs: Die "Great Place to work"-Unternehmen 2016

Wer sich bei einem der ausgezeichneten Arbeitgeber bewerben will, sollte sich schon mal mit dem Gedanken anfreunden, nach Süddeutschland zu ziehen. Auffallend viele Firmen aus München und dem Umland wurden jetzt auf der Cebit ausgezeichnet. Auf Platz eins stehen etwa Adesso, Cisco Systems, Maiborn Wolff, QAware und Infologistix.

Der Wettbewerb "Beste Arbeitgeber ITK 2016" wurde von dem Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work zusammen mit dem Digitalverband Bitkom und der "Computerwoche" durchgeführt. Gekürt wurden die 65 Sieger - differenziert nach fünf Größenklassen- jetzt auf der Cebit. Sie können sich für ihre Qualität als Arbeitgeber mit dem international anerkannten Great Place to Work-Siegel schmücken. Vorausgegangen waren der Auszeichnung repräsentative Befragungen der Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen zur erlebten Arbeitsplatzkultur sowie eine Bewertung der Maßnahmen der Personalarbeit.

Beste Arbeitgeber ITK 2016: Die Top-3-Platzierungen nach Größenklassen

Die Spitzenplätze bei den Großunternehmen mit über 1.000 Beschäftigten in Deutschland belegen in diesem Jahr der IT-Dienstleister Adesso (Platz 1) aus Dortmund, gefolgt vom Softwareanbieter Datev (2) aus Nürnberg sowie T-Systems Multimedia Solutions (3) aus Dresden.

Die Top-Platzierungen in der Kategorie der Unternehmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern erreichen der Netzwerkspezialist Cisco Systems (Platz 1) aus dem bayerischen Hallbergmoos, der Speichertechnologie-Spezialist Net App Deutschland (2) aus Kirchheim im Landkreis München und das Hotelbewertungsportal Trivago (3) aus Düsseldorf. (Über Trivago hatte LEAD digital auch schon berichtet: "Arbeiten bei Trivago: Keine Hierarchien und 15 Biersorten gratis")

In der Größenklasse der Unternehmen mit 101 bis 500 Mitarbeitern zählen die IT-Beratung Maiborn Wolff (Platz 1) aus München, der Softwareanbieter Adobe Deutschland (2) aus München und der SAP-Spezialist Mindsquare (3) aus dem niedersächsischen Seelze zu den Top-Arbeitgebern der ITK-Branche.

Die Spitzenplätze bei den Unternehmen mit 50 bis 100 Beschäftigten belegen die Softwarefirma QAware (Platz 1) aus München, gefolgt von der Viadee IT-Unternehmensberatung (2) aus Münster sowie dem Beratungshaus Cofinpro (3) aus Frankfurt am Main.

Spitzenreiter bei den kleinen Unternehmen mit zehn bis 49 Mitarbeitern sind die IT-Beratung Infologistix (Platz 1) aus dem bayerischen Oberschleißheim, der Datenspezialist Speicherwerke AG (2) aus München sowie der IT-Dienstleister Utilitas (3) aus Aachen.

Insgesamt hatten sich 137 Unternehmen mit insgesamt rund 50.000 Mitarbeitern am aktuellen Benchmark-Wettbewerb "Beste Arbeitgeber ITK 2016" beteiligt und ihre Arbeitsplatzkultur freiwillig auf den  Prüfstand gestellt. Die vollständige Liste "Beste Arbeitgeber ITK 2016" ist als PDF abrufbar, Bilder des Abends finden sich hier.

"Die Auszeichnung steht für glaubwürdige, respektvolle und faire Beziehungen der Unternehmen zu ihren Mitarbeitern und ein hohes Engagement bei der Gestaltung einer von Vertrauen, Stolz und Teamgeist geprägten Arbeitsplatzkultur", sagt Andreas Schubert, Geschäftsführer beim Great-Place-to-Work-Institut Deutschland. "Nachgewiesen gute Arbeitgeber profitieren von besonderer Leistungsbereitschaft und Bindung ihrer Mitarbeiter und sind insgesamt innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher. Zudem haben sie deutliche Vorteile auf dem umkämpften Fachkräftemarkt."

Wie der Wettbewerb funktioniert

Grundlage des seit 2012 jährlich durchgeführten Branchenwettbewerbs "Beste Arbeitgeber ITK" sind repräsentative Mitarbeiterbefragungen zur erlebten Arbeitsplatzkultur und Arbeitgeberattraktivität in den teilnehmenden Unternehmen sowie eine Befragung des Managements zu den Maßnahmen der Personalarbeit und der Förderung und Unterstützung der Beschäftigten (Kultur-Audit). Die Mitarbeiterbefragung umfasst zentrale Arbeitsplatzthemen wie Führungsverhalten, Vertrauen und Teamgeist in der Zusammenarbeit, Wertschätzung, Förderung der beruflichen Entwicklung, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Gesundheitsförderung, Identifikation mit der Arbeit und dem Unternehmen insgesamt sowie die Bindung an den Arbeitgeber. Im Rahmen des Kultur-Audits werden beispielsweise die Bereiche Weiterbildung, betriebliche Gesundheitsförderung und Integration neuer Mitarbeiter bewertet.

Was den Unterschied macht 

In den ausgezeichneten ITK-Unternehmen sagen insgesamt 90 Prozent der Mitarbeiter: "Alles in allem ist dies ein sehr guter Arbeitsplatz" - im Vergleich zum Branchendurchschnitt von 72 Prozent. 86 Prozent würden ihren Arbeitgeber zudem guten Bekannten weiterempfehlen (Branchendurchschnitt: 65 Prozent). Zugleich fühlen sich 78 Prozent der Mitarbeiter in ihrer beruflichen Entwicklung gut unterstützt (Branchendurchschnitt: 48 Prozent); ebenso viele bestätigen, dass gute Arbeit ausreichend anerkannt wird (Branchendurchschnitt: 46 Prozent).

84 Prozent der Beschäftigten der Preisträger loben darüber hinaus die Kompetenz ihrer Führungskräfte; in "durchschnittlichen" ITK-Unternehmen ist dies zu 64 Prozent der Fall. Einzelne Spitzenarbeitgeber der ITK-Branche erzielen sogar noch bessere Werte. Auch in zahlreichen weiteren Bereichen der Arbeitsplatzkultur - wie beispielsweise dem Arbeitsklima, der Qualität der Zusammenarbeit, der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie der Förderung der Gesundheit - liegen die Ergebnisse der Preisträger weit über dem Branchendurchschnitt.

Was es den Unternehmen bringt

Firmen mit einer ausgeprägten Great-Place-to-Work-Kultur haben einen deutlich höheren Anteil aktiv-engagierter Mitarbeiter und einen deutlich stärkeren Teamgeist in der Zusammenarbeit. Zudem weisen die besten Arbeitgeber der ITK-Branche im Durchschnitt einen niedrigeren Krankenstand auf und erhalten deutlich mehr Initiativbewerbungen. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen in Deutschland liegt die ITK-Branche in punkto Arbeitsplatzkultur und Arbeitgeberattraktivität insgesamt im Spitzenfeld - bei allerdings deutlichen brancheninternen Unterschieden.

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