Digitale Transformation | | von Irmela Schwab

Digital-Expertinnen: Für die Digitalisierung gibt es keine Blaupause

Digitalisierung ist eine Einstellungsfrage. Der Ansicht ist Melina Ex, Geschäftsführerin der Mobile-Marketing-Agentur Fetch Media und Vizepräsidentin des BVDW. Die Cribb-Personalberatung hat insgesamt sechs Frauen aus dem Digi-Biz befragt, wie die digitale Transformation gelingen kann.

Claudia Lang, Gründerin und Geschäftsführerin des Versicherungs-Startups Community Life: „Digitalisierung ist viel mehr als Technik und Marketing. Der digitale Lebensstil von Kunden und Mitarbeitern beeinflusst so gut wie jeden Aspekt eines Unternehmens. Deshalb muss die Digitalisierung von oberster Stelle vorangetrieben werden. Kümmern sich nur einzelne Aufgabenbereiche im Unternehmen darum, bleibt alles Stückwerk. Als Startup machen wir es uns aber noch einfacher – jeder von uns ist dafür zuständig, die Digitalisierung voranzutreiben.“

Verena Pausder, Co-Gründerin und Geschäftsführerin der Fox & Sheep: „Für die digitale Transformation von Unternehmen gibt es keine Blaupause. Wir machen das alle in dieser Form zum ersten Mal. Da dürfen und müssen Fehler gemacht und mit den Mitarbeitern besprochen und geteilt werden. Diese Transformation erfordert ein Höchstmaß an Veränderungsbereitschaft und Mut zu Neuem. Je authentischer, echter und menschlicher Führungskräfte in diesem Wandel bleiben, desto einfacher ist es für Mitarbeiter, ihnen zu folgen.“

Dorothea von Wichert-Nick, CEO der Performance Interactiv Alliance: „Heute muss sich jede Führungskraft der Digitalisierung verpflichtet fühlen und ihren eigenen Bereich auf Potenziale der Digitalisierung hin screenen und dann die entsprechenden Veränderungen einführen. Und es braucht eine C-Suite, die das Thema Digitalisierung umfassend denkt und es als natürlichen Bestandteil in ihre Unternehmensstrategie integriert. Digitalisierung ist keine Pflichtveranstaltung eines einzelnen CXO – die gesamte C-Suite muss ihre digitale Vision mit Begeisterung vorleben und die Umsetzung eng begleiten.“

Katja Rietdorf, Leiterin Online Marketing Mytoys Group: „Digitalisierung kann meiner Ansicht nach nicht ausschließlich in der Hand einer Person liegen. Mindestens alle Führungskräfte im Unternehmen müssen Digitalisierung leben und aktiv treiben. Die C-Ebene muss sicherlich eine entsprechende Strategie vorgeben und durchsetzen, aber wirklich gelebt wird Digitalisierung erst, wenn sie alle Mitarbeiter verinnerlicht haben.“

Melina Ex, Geschäftsführerin der Mobile-Marketing-Agentur Fetch Media und Vizepräsidentin des BVDW: „Digitalisierung ist eine Einstellungsfrage. Entweder hat das Unternehmen die Wichtigkeit verstanden und setzt es in allen Bereichen um, oder es ist nahezu unmöglich, eine Digitalisierung erfolgreich durchzusetzen.“

Andrea Pfundmeier, Gründerin & Geschäftsführerin von Secomba/Boxcryptor: „Wichtig ist, dass jeder versteht, welche Vorteile die Digitalisierung bringt. Wenn das in allen Köpfen drin ist von ganz oben bis runter zur Basis, kann eigentlich nichts schiefgehen.

Die Statements sind zusammengestellt aus der Reihe "Digital Checks" von Harald R. Fortmann, Executive Search Director bei der Cribb Personalberatung. Mehr zum Thema digitale Transformation und Trends lesen Sie in der aktuellen LEAD digital 12/2015.

Digital-Expertinnen: Für die Digitalisierung gibt es keine Blaupause

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