Die klassische Stellenanzeige ist quick-lebendig
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Recruiting | | von Raoul Fischer

Die klassische Stellenanzeige ist quick-lebendig

Wer immer als Experte durch die Lande zieht und das Ende der klassischen Stellenanzeige verkündet, sollte sich einmal eine aktuelle Umfrage des Jobportals Stellenanzeigen.de ansehen. Die hat ergeben, dass 88 Prozent der Bewerber sich in Printmedien über offene Stellen informieren – Platz 2 hinter den Online-Jobbörsen (96 Prozent). Auf Platz 3 folgen die Karriere-Webseiten der Unternehmen mit 35 Prozent. Anders verhalten sich die Personaler: Die setzen nur zu 48 Prozent auf Print und zu 68 Prozent auf Online-Jobbörsen und haben stattdessen auch stark ihre Karriere-Webseiten (45 Prozent) und berufliche Netzwerke (41 Prozent) im Blick.

Die Studie, für die Stellenanzeigen.de Ende vergangenen Jahres 614 Bewerber und 357 Personaler befragt hat, zeigt überdies, auf was die Bewerber besonders hohen Stellenwert legen: Auffindbarkeit (85 Prozent), Authentizität (73 Prozent) sowie textliche Umsetzung (54 Prozent) sind demnach wichtiger als grafische Aufbereitung (18 Prozent) oder Interaktivität (10 Prozent). Auch hier fällt die Gewichtung der befragten Personaler durchschnittlich anders aus: Die finden mit 43 Prozent auch die grafische Gestaltung wichtig.

Deutlich überbewertet wird seitens der Personaler zumindest nach dieser Studie offensichtlich das Thema Social Media: 77 Prozent der teilnehmenden Personaler sind davon überzeugt, dass Kandidaten in Online-Netzwerken auf Stellenangebote des Unternehmens aufmerksam gemacht werden möchten. Bei den Kandidaten äußerten demgegenüber lediglich 39 Prozent ein Interesse an einem solchen Vorgehen der Arbeitgeber.

Ausruhen sollte man sich allerdings auf so einem Ergebnis nicht, denn die spannende Frage ist, ob das so bleibt. Zumindest die starke Gewichtung des Themas Authentizität zeigt, worauf Bewerber Wert legen und räumt gerade Social Media oder digitalen Angeboten wie Unternehmens-Videos große Chancen ein. Und auch für die Stellenanzeige gilt: „Authentizität in der Kommunikation hat sich für die meisten Bewerber in den vergangenen Jahren zu einem harten Kriterium bei der Arbeitgeberwahl entwickelt. Unternehmen sollten daher für ein durchgängig glaubwürdiges und individuelles Auftreten in Online-Stellenanzeigen sorgen und in den Texten werbliche Plattitüden mit nicht erkennbarem Bezug zum Unternehmen meiden“, sagt Stefan Kölle, Geschäftsführer von Stellenanzeigen.de.

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