Der Xing-Dekalog: Die 10 Gebote des Business-Networking
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Nico Rose | | von Nico Rose

Der Xing-Dekalog: Die 10 Gebote des Business-Networking

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nachdem ich vor einigen Jahren bereits ein neues Störungsbild, die XING-Profil-Neurose beschrieben hatte, möchte ich nun ein weiteres Mal meine Rüstung überstreifen und in die Schlacht ziehen – auf das Business-Netzwerke im Netz wieder ein etwas weniger anstrengender Ort werden. Denn eigentlich liebe ich Xing und auch LinkedIn. Direkt und indirekt habe ich dort bereits mehrere Jobs gefunden (bzw. sie mich), ebenso eine längere Reihe von Coaching-Klienten. Das ist es, wofür diese Netzwerke im Kern da sind: Anbahnung von sinnvollen geschäftlichen Kontakten.

Von daher – hier sind sie, meine 10 Gebote für entspanntes und produktives Business-Netzwerken:

  1. Du sollst andere Social Media-Profile neben deinem Xing-Profil haben. Aber poste um Gottes Willen nicht immer automatisiert überall das gleiche. Das nervt. Beobachte und lerne, welcher Content in welchem Netzwerk angemessen ist.
  2. Du sollst ein Bildnis im Profil tragen. Ein schönes, sympathisches Portrait-Foto. Du sollst nicht dümmlich fuchteln mit den Armen oder sonst irgendeine bedeutungsschwangere Geste machen. Das sieht albern aus. Immer.
  3. Du sollst nicht die Begriffe CEO oder Institut im Profil führen, wenn du ein Einzelkämpfer/Freelancer bist. Das ist Humbug. Böse Menschen sagen sogar: Vortäuschung falscher Tatsachen. Sag einfach, was Sache ist.
  4. Du sollst nicht posten am Sabbat. Unter uns Pastorentöchtern: ist im Prinzip okay, aber da liest es eh fast keiner.
  5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Z.B., indem du sie zu deinen einzigartigen kostenlosen Webinaren einlädst. Aber nicht mich. Hast du das verstanden? Nicht mich! Nie wieder! Niemaaaaals!
  6. Du sollst nicht nervtöten. Vor allem nicht durch mannigfaltiges Posten von Kalendersprüchen toter Menschen, deren Bücher du nie gelesen hast. Kein Mensch hält dich für schlauer, weil du copy/pasten kannst.
  7. Du sollst nicht stumpf anbaggern deinen Nächsten in einem Business-Netzwerk (Ja, kommt vor – auch wenn man ein Mann ist…). Dafür gibt es Tinder.
  8. Du sollst nicht stehlen deines Nächsten Content. Du sollst sharen, den Urheber nennen und so die Quelle ehren.
  9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten (a.k.a. dissen oder Beef haben) in öffentlichen Foren. Dafür gibt es private Nachrichten. Oder "Hart aber fair".
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Kontakt, bevor dir nicht ein wirklich guter Grund dafür eingefallen ist. Sinnlose Kontaktsammlungen (für die Bibel-Insider: "Legion") führen direkt in die Networking-Hölle.

Wie bei den echten zehn Geboten gilt übrigens: Sie stellen ein Ideal da. Ein Verstoß hier und da, dann und wann, erscheint mir durchaus okay. Aber nicht übertreiben…

Was ist zu ergänzen? Ich freue mich auf Ihre Vorschläge.

Nico Rose ist einer der "Digital Leader", eine feste Gruppe von Bloggern, die ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreitet.Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.

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