Breitenbach: Kassaeis Haltung ist "pures Gift"
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Arbeitszeit | | von Annette Mattgey

Breitenbach: Kassaeis Haltung ist "pures Gift"

Egozentrisch und inhaltsleer: Die Vorwürfe, die der weltweite DDB-Kreativchef Amir Kassaei im SZ-Magazin gegenüber seiner Branche erhebt, erhalten ein vielfaches Feedback. Am lustigsten ist sicherlich die Fotocollage, in der sich Werber in ähnlichen Posen wie Amir Kassaei darstellen. Einen anderen Punkt macht dagegen Patrick Breitenbach aus: Er kritisiert vor allem die Workaholic-Haltung, die hinter den Werber-Aussagen durchscheint und die Breitenbach für alles andere als zeitgemäß hält. Breitenbach ist Dozent ("New Media Culture", "Social Media Lab" und "E-Business") und digitaler Botschafter für die Karlshochschule International University in Karlsruhe. Er arbeitet zudem als freier Berater, Stratege und Konzepter für Unternehmen und Organisationen.

"Für Amir Kassaei sind Menschen mit Burnout vermutlich einfach nur Luschen. Schlaf ist was für Verlierer und Freizeit was für Amateure," beginnt Breitenbach seinen Blog-Beitrag. Diese Alphatier-Haltung, die zeitliche Präsenz mit Arbeitseffizienz gleichsetzt, hält Breitenbach für gefährlich. "Als Führungskraft, gerade in einer Branche die Kreativität und Produktivität liefern muss, ist so eine Haltung pures Gift für eine Unternehmenskultur." Den oft beklagten Nachwuchsmangel sieht er daher nicht wie Kassaei in der "turbokapitalistischen Inhaltsleere der Werbung" begründet, sondern in der nahezu suchtähnlichen Fixierung von Chefs wie Kassaei auf das Arbeitsleben. "Das ist ja tragischer als ein Familienunternehmer der mit 90 Jahren sein Geschäft nicht an die folgenden Generationen abgeben kann, weil er einfach kein Vertrauen hat und sich selbst völlig überschätzt."  

Den vollständigen Beitrag "Was mich wirklich am Amir Kassaei-Interview verstört" lesen Sie im Tumblr-Blog von Patrick Breitenbach.

Breitenbach: Kassaeis Haltung ist "pures Gift"

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