Lesetipp | | von Annette Mattgey

Bei Elbdudler bekommt jeder das Gehalt, das er will

Die Hamburger Digitalagentur Elbdudler hat sich für das Entlohnungssystem etwas Neues einfallen lassen: Die Mitarbeiter dürfen selbst über ihr Gehalt bestimmen. Die Kröte, die sie dafür schlucken müssen: Transparenz. Ob und wie das System funktioniert, erzählt Geschäftsführer Julian Vester im Interview mit der "Zeit". 

Am Anfang des Prozesses hängte Vester Listen mit den aktuellen Gehältern auf, neben die jeder seine Wunschvorstellungen schreiben konnte. Dabei bat er seine Mitarbeiter, folgendes im Blick zu behalten: "Was brauche ich? Was verdiene ich auf dem freien Markt? Was verdienen meine Kollegen? Und: Was kann die Firma sich leisten?" Die Forderungen stehen jedoch nicht im luftleeren Raum. Für jede Zahl braucht es ein paar Bürgen, die die Forderung unterstützen.

Das Ergebnis: "Ein Drittel hat sich eine Gehaltserhöhung verordnet. Das zweite Drittel hat zwar diskutiert, ist aber beim bisherigen Gehalt geblieben. Der Rest war zufrieden. Die höchste Forderung lag bei 1000 Euro Aufschlag."

Vester findet das Ergebnis angemessener als bei individuellen Verhandlungen, wo sich die Selbstbewussteren gerne ein größeres Stück vom Kuchen reservieren wollen. Nach der Anpassung stiegen die Löhne um rund 6,6 Prozent.

Ihre Grenze fanden die Gehaltswünsche in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Rücklagen müssen schließlich auch sein. Deswegen findet Vester das Modell auch gut, um die Motivation zu steigern. So sehe jeder, wie die Firma wachsen müsse, um mehr Gewinne einzufahren - und damit sein persönliches Einkommen zu steigern.

Das komplette Inteview mit Julian Vester hier bei Zeit online.

Bei Elbdudler bekommt jeder das Gehalt, das er will

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