Zu viele Arbeitgeber zeigen sich der Umfrage zufolge noch desinteressiert, was die Work-Life-Balance ihrer Angestellten angeht.
Zu viele Arbeitgeber zeigen sich der Umfrage zufolge noch desinteressiert, was die Work-Life-Balance ihrer Angestellten angeht. © Foto:Community Life

Studie | | von Anja Janotta

Arbeitgeber müssen mehr auf Work-Life-Balance achten

Work-Life-Balance – in dieser Hinsicht gibt es offenbar deutlichen Nachholbedarf in Deutschland. 38 Prozent aller Berufstätigen sagen, dass ihrem Arbeitgeber Work-Life-Balance egal sei. 31 Prozent geben an, es sei ihren Chefs zumindest teilweise wichtig, nur 18 Prozent finden, es sei ihren Chefs sehr wichtig. Das Desinteresse ist erstaunlich, denn im "War for Talent" würde sich die Mehrheit (47 Prozent) bei zwei vergleichbaren Job-Angeboten eher für die Position entscheiden, in der Beruf und Privatleben besser vereinbar sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Versicherungs-Startup Community Life in Auftrag gegeben hat.

Die Arbeitszeit ist auch für viele Angestellte das wichtigste Thema 2016. 37 Prozent der Befragten betonten, dass sie 2016 gerne häufiger flexible Arbeitszeiten nutzen wollten. Ebenso sagen 37 Prozent, dass sie gern Überstunden vermeiden würden. 35 Prozent meinen, dass sie 2016 gerne häufiger Ausgleich in der Freizeit suchen würden. Und 31 Prozent träumen davon, eine mehrwöchige Auszeit zu nehmen, 29 Prozent davon, keine 5-Tage-Woche mehr zu arbeiten und ebenso 29 Prozent, öfters die Homeoffice-Option wählen zu können.  

Mehr Ruhepausen während der Arbeitszeit, eine striktere Mittagspause, der Verzicht von E-Mails zum Feierabend und mehr Urlaubstage statt Gehalt sind eher weniger wichtig für die befragten Arbeitnehmer. Für Community Life hat das Marktforschungsinstitut Toluna 1113 Arbeitnehmer befragt.

Arbeitgeber müssen mehr auf Work-Life-Balance achten

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