Der Personaler, ein Multitalent.
Der Personaler, ein Multitalent. © Foto:Monster

Monster | | von Annette Mattgey

5 Recruiter-Typen, die jeder in Zukunft braucht

Um neue Talente zu finden, müssen sich Personaler auf die Vorlieben potenzieller Mitarbeiter einstellen - und vor allem viel Kreativität und neue Fähigkeiten - etwa in Social Media - mitbringen.

Recruiter sollten ihr professionelles Know-how spätestens jetzt um neue Kompetenzen erweitern, rät Marc Irmisch-Petit, Vice President General Manager bei Monster, anlässlich der aktuellen Studie "Recruiting Trends 2017". Die Suche nach neuen Kandidaten habe sich längst "von der Sachbearbeitung zur komplexen Beratungs- und Gestaltungsaufgabe entwickelt", sagt Prof. Tim Weitzel, Uni Bamberg, der die Studie geleitet hat.  

Diese 5 Skills braucht der "Recruiter von morgen":

1.    Der Marketingspezialist kennt seine Zielgruppe genau und weiß, wie man sie begeistert. Er hat die Arbeitgebermarke sowie die Kommunikation zu den Kandidaten im Griff und benennt die USPs. Zum Beispiel weiß er, was den Kandidaten wichtig ist, denn auf Wünsche wie Work-Life-Balance (86 Prozent) muss eingegangen werden. Rund 77 Prozent der Kandidaten nutzen zum Beispiel Internet-Stellenbörsen zur Jobsuche. Aber gerade passive Kandidaten müssen erstmal auf die Idee gebracht werden, den Job zu wechseln. 

Der Recruiter von morgen vermarktet sein Unternehmen wie ein Marketing-Manager sein Produkt! Er sorgt dafür, dass das Unternehmen hält, was es verspricht. Immerhin haben vier von zehn Kandidaten schon einmal ein Job-Angebot abgelehnt, weil die versprochenen Arbeitskonditionen nicht mit den beworbenen Werten übereinstimmten.

2.    Als Performance-Manager  bleibt er den Kandidaten dicht auf den Fersen und hat stets ein Auge dafür, wo Kandidaten nach offenen Stellen suchen. Rund  77 Prozent der Kandidaten nutzen zum Beispiel Internet-Stellenbörsen zur Jobsuche. Aber gerade passive Kandidaten müssen erstmal auf die Idee gebracht werden, den Job zu wechseln. Hier werden Kenntnisse im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEM) immer wichtiger. Und der Recruiter muss sich jetzt auch um Traffic, Visits und Page Views kümmern.

3.    Der Netzwerker "socialized" und vernetzt sich mit vielversprechenden Kontakten. Gerade Karrierenetzwerke werden von Kandidaten mit langjähriger Berufserfahrung mit knapp 44 Prozent häufiger zur aktiven Suche genutzt als beispielsweise die Unternehmens-Webseiten mit 39 Prozent. Hier gilt: nur wer mitknüpft, fängt auch etwas.

4.    Der Social-Media-Manager ist auf sozialen Kanälen wie etwa Facebook aktiv und weiß um deren immense Bedeutung, gerade in der jüngeren Generation. Hier gehört die Stellenanzeige der Zukunft, richtig getargeted, hin. Eigentlich ist das allen klar: Zwei Drittel der Unternehmen sagen, dass Social-Media-Recruiting wichtig ist, um Millennials zu adressieren. Allerdings haben nur 27 Prozent der Top 1.000 Unternehmen eine Social-Media-Strategie in der Personalbeschaffung.

5.    Dem Mobile-Experten ist bewusst, dass nicht nur bei Berufsanfängern, sondern auch bei der älteren Generation das Bedürfnis nach der Jobsuche per Smartphone wächst. Rund sechs von zehn Kandidaten finden Apps von Unternehmen zu offenen Stellenanzeigen eine tolle Lösung für ihre Jobsuche. Obwohl 72 Prozent der Top 1.000 Unternehmen sagen, dass die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte einen großen Einfluss auf die Rekrutierung hat, bietet über die Hälfte (54 Prozent) noch kein Mobile-Recruiting an. Wer Talente gewinnen will, sollte daher die Webseiten mobile-friendly machen und die Apps auf Vordermann bringen. Hier geht es auch um technisches Know-how.

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