10 Regeln für erfolgreiches Retargeting
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Retargeting | | von Christian Gehl

10 Regeln für erfolgreiches Retargeting

Retargeting gehört zu den erfolgreichsten Ansätzen im Online-Marketing-Mix. Denn keine andere Disziplin kann die Conversion eines Online-Shops so schnell und effizient steigern. Richtig eingesetzt, sind Optimierungsraten von bis zu 1.000 Prozent möglich. Dazu müssen jedoch einige Faktoren beachtet werden, denn nicht jede Retargeting-Lösung ist erfolgreich und qualitativ hochwertig. Markus Berg, Geschäftsführer von Xplosion Interactive, zeigt auf, welches die entscheidenden Faktoren für ein erfolgreiches Retargeting sind, auf was man achten sollte und welche Ansätze tatsächlich funktionieren ohne die Marke durch zu aggressives Retargeting zu schwächen.

1. Auf individuelle Beratung und Umsetzung kommt es an

Langweilige und eintönige Kampagnen mit wenig wechselnden Werbebannern werden von den Usern nicht gerne gesehen. Steuern Sie deshalb den langfristigen Erfolg Ihrer Kampagnen durch ein individuelles und kreatives Bannerdesign. Nutzen Sie deshalb das Know-How Ihres Dienstleisters und entwickeln Sie gemeinsam mit ihm die für Sie passenden Kampagnen. Denn nur ein individueller Ansatz und eine maßgeschneiderte Retargeting-Kampagne sorgen dafür, dass Ihre Werbung von Ihren Kunden positiv wahrgenommen wird und erfolgreich ist.

2. Geschickte Inszenierung der Marke

Der Trend entwickelt sich weg von einfach gestalteten Bannern hin zum Eyecatcher der die Aufmerksamkeit des Users auf sich zieht und aktuelle Markenbotschaften und Aktionen gezielt transportiert. Eine individuelle und maßgeschneiderte Bannerkreation bietet die Möglichkeit auch Sonder- und Rabattaktionen, Gewinnspiele uvm. mit Retargeting veredelt ins Internet zu bringen. Dabei kann die Kampagne komplett nach der Marken-CI ausgerichtet werden.

3. Mit Data Mining finden Sie die richtigen Interessenten wieder

Damit Ihre Retargeting-Kampagne langfristig erfolgreich ist und die Conversion effizient steigt, ist eine sorgfältige und umfangreiche Analyse, Selektion und Verarbeitung der profilierten Daten unabdingbar. Die daraus entwickelten Erkenntnisse – oft auch Business Rules genannt -, bieten dabei einen echten Mehrwert. Mit dieser Vorgehensweise findet man z.B. heraus, ob ein User bei seinem Surfverhalten an einem Produkt oder an einer bestimmten Marke interessiert ist und kann ihn entsprechend seiner tatsächlichen Interessen gezielt erneut ansprechen. Durch Data Mining sind Zielgruppen demnach fein skalierbar und dies wirkt sich entsprechend auf die Conversionrate aus.

4. Eine entscheidende Reichweite spielt bei der Kampagnenaussteuerung eine wichtige Rolle

Nutzen Sie Anbieter, die mit einemPublisher-Netzwerk zusammen arbeiten, das aus führenden Premium- und Spezial-Vermarktern besteht. Somit sichern Sie sich eine hochwertige und für Ihre Retargeting-Kampagnen entscheidende Reichweite. Denn nur wenn Ihre Kampagne auf genügend hochwertigen Webseiten ausgespielt wird, erreichen Sie die richtige Zielgruppe. Und desto besser die Zielgruppe, desto niedriger ist der Werbedruck, der zur Überversorgung und somit zu Streuverlusten durch Overspendings führt.

5. Wählen Sie das für Sie sinnvollste Abrechnungsmodell

Auch im Retargeting haben sich die gängigen Abrechnungsmodelle Cost-per-Click, Cost-per-Lead, Cost-per-Order, Cost-per-Action oder Revenue-Share etabliert. Beim CPC-Modell zahlt der Kunde nach Klick auf ein Werbemittel. Hier gibt es Anbieter, die ein CPC-System einsetzen, bei dem der Kunde verschiedene Klickpreise in einem Frontend je nach Produktsegment einstellen kann und seinen CPC selbst steuert. Bei den erfolgsbasierten Abrechnungsmodellen CPA, CPL, CPO oder Revenue-Share ist nicht der Klick selbst relevant, sondern ausschließlich die Aktion bzw. der Sale, der daraus resultiert. Der Kunde zahlt nur im Erfolgsfall und gibt somit das Risiko an seinen Dienstleister ab.

6. Nehmen Sie das Thema Brand Protection nicht auf die leichte Schulter

Immer wieder wird im Retargeting der sogenannte „Stalking-Effekt“ diskutiert, der durch unkontrollierte Einblendung und Eintönigkeit von Werbemitteln beim User entstehen kann. Vermeiden Sie deshalb einen zu hohen Werbedruck und dosieren Sie gezielt die Werbeintensität Ihrer Kampagne. Durch Frequenzy Capping wird die Häufigkeit der Werbeeinblendungen so eingestellt, dass neben der Conversionrate-Optimierung auch der Transport Ihrer Marke im Vordergrund steht. Individuelle, auf den User zugeschnittene Algorithmen fördern zudem die positive Wahrnehmung Ihrer Marke und bieten einen Mehrwert, den der User gern annimmt.

7. Erfolgsmessung ist ein wesentlicher Punkt

Retargeting stimuliert je nach Kundenbedürfnis die Kosten-Umsatz-Relation (KUR) und/ oder den Return on Marketing Invest (ROMI). Um darauf eingehen zu können, ist ein flexibles Abrechnungsmodell ein Muss für jeden Anbieter. Im Performance Marketing ist Retargeting ein wichtiges Element, da es die Wertschöpfungskette schließt. Tipp: Nutzen Sie Webanalysesysteme um sämtliche Werbemittelkontakte in der Customer Journey messen und auswerten zu können. Denn für den Optimierungsprozess einer Kampagne hat die Analyse der Customer Journey eine immer größere Bedeutung. Sie zeigt im Retargeting auf, welcher Ansatz den Abverkauf lediglich von einem Kanal in einen anderen verschiebt und wo ein "echter" Conversion-Uplift generiert wird.

8. Langfristige Erfolge durch nachhaltigen Service

Unterschiedliche Produkte unterliegen differenzierten Kaufprozessen. Eine solide Business-Intelligence bietet die Grundlage für eine ständige Optimierung und Weiterentwicklung von Retargeting-Kampagnen. Eine strategische Partnerschaft zwischen Kunde und Dienstleister ist deshalb unabdingbar für eine nachhaltige und langfristige Erhöhung der Conversion. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie einen persönlichen Ansprechpartner haben, der mit Ihnen kontinuierlich über die Optimierung Ihrer Kampagne spricht und eigenständig Lösungsvorschläge unterbreitet.

9. Nutzen Sie Retargeting auch als Branding-Instrument

Auch Performance-Kampagnen können für das Branding Ihrer Marke eingesetzt werden. Nehmen Sie Kampagnen, die Sie offline und online bereits zur Bewerbung Ihrer Marke nutzen auch in Ihrem maßgescheiderten Retargeting-Banner mit auf! Denn Mehrsequenzbanner bieten durch Brandingsequenzen die Möglichkeit, gezielt Wechselwirkungen mit aktuellen Print- und TV-Kampagnen aufzugreifen. Das Resultat ist ein optimaler Transport Ihrer Markenwelt.

10. Retargeting gezielt und übergreifend nutzen

Durch die individuelle und gezielte Ansprache von Internetnutzern ist Retargeting vielfältig einsetzbar. Neben der klassischen Rückgewinnung von Kunden und Warenkorbabbrechern ist Retargeting auch für Kundensicherung, Kundenreaktivierung sowie für Cross- und Up-Selling geeignet. Weitere Möglichkeiten bieten  die Warenkorbmaximierung  durch Empfehlung von passenden Accessoires zum bereits gekauften Produkt, wie z.B. ein Objektiv zur Spiegelreflexkamera. Retargeting dient ebenso zur Bekanntmachung laufender Aktionen im Shop. Schöpfen Sie die vielfältigen Möglichkeiten für eine effiziente Retargeting-Kampagne aus.

10 Regeln für erfolgreiches Retargeting

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