Wie Google Social-Media-Bewertungen belohnt
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Social Signals | | von Christian Gehl

Wie Google Social-Media-Bewertungen belohnt

René Körting, Geschäftsführer der Münchner Online-Werbeagentur Exelution, über den neuesten Trend bei der Suchmaschinenwerbung: Social Signals. "Bei vielen Suchbegriffen spielen Web2.0-Bewertungen eine immer stärkere Rolle", sagt der SEM-Experte.

Immer öfters sieht man bei Google Bewertungen aus sozialen Netzwerken unter den Anzeigen auftauchen. Welchen Einfluss haben diese auf das Ranking?

René Körting: Google verändert seine Suchalgorithmen zunehmend zugunsten von sogenannten Social Signals. Aber nach wie vor weiß natürlich keiner, wie die einzelnen SEM-Faktoren gewichtet werden. Fakt ist aber: Bei vielen Suchbegriffen spielen Web2.0-Bewertungen eine immer stärkere Rolle.

Welcher Art genau?

Bewertungsportale sind das eine, wer hier viele positive Stimmen und damit eine große Zahl an Sternen einsammelt, hat bessere Chancen, dass der User ihm mehr Vertrauen schenkt und eher klickt. Das scheint erst mal nur für Werbekunden zu gelten. Integriert ist aber auch der +1-Button, damit Sie sehen können, wie Ihre Freunde die werbende Firma finden.

Viele habe ich ja nicht bei Google+…

Das ist genau das Problem. Noch ist Google+ zu klein, um bei Suchergebnissen eine Rolle zu spielen. Denn dazu müsste nicht nur das Unternehmen oder die Marke, die Sie suchen, eine Seite bei dem Netzwerk unterhalten – Ihre Freunde müssten auch genau dieser Seite folgen und am besten darüber etwas posten. Noch fehlt Google+ die kritische Masse, um wirklich relevant für die Suchergebnisse zu sein. Aber der Trend weist eindeutig in diese Richtung. Bei „Inside Search“ ist ganz gut zu sehen, wohin die Reise gehen wird.

Wie lange wird es noch dauern, bis die sozialen Suchergebnisse zum Standard geworden sind?

Die Transformation wird wohl 3-4 Jahre in Anspruch nehmen. Vielleicht geht es aber auch schneller, falls Google auch die Kommentare bei YouTube mit einbezieht. Das ist zwar jetzt reine Spekulation, aber allein von der Größe der Videoplattform her würde das Sinn ergeben. Hinter all dem steckt ja die Idee, dass Suchergebnisse erst dann wirklich relevant sind, wenn sie auch das mit einbeziehen, was meine Freunde gut finden. Und davon steht bei YouTube jede Menge. Anonyme Stimmen von Bewertungsportalen, gut und schön, das ist die aktuelle, erste Stufe auf dem Weg zu sozialen Suchergebnissen. Aber interessanter ist es doch zu wissen, ob meine Freunde das gesuchte Produkt gut finden.

Google scheint anzunehmen, dass jeder eingeloggt ist, wenn er sich innerhalb des Suchmaschinen-Universum bewegt…

Klar, das ist die Voraussetzung. Aber wer weiß, wenn Google alle Vorteile kombiniert, die seine Dienste bieten, also auch Google Wallet zum Beispiel, das ja nur funktioniert, wenn man angemeldet ist – vielleicht ist es irgendwann ganz normal, dass man sich bei Google einloggt, wenn man ins Internet geht. 

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