Wie sozial darf Social Media-Monitoring sein?
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Socialbrands100 | | von Annette Mattgey

Wie sozial darf Social Media-Monitoring sein?

Geht das mit rechten Dingen zu? Keine deutsche Marke unter den Top 100 im Social Media-Ranking der Agentur Headstream. Die Meldung vom Dienstag provozierte. Deswegen hat LEAD digital bei den Urhebern nachgefragt. Headstream, die die Socialbrands100 veröffentlicht, gehört zur Lawton Comms Group, einer inhabergeführten Werbeagentur mit Standorten in Großbritannien und den USA. Die nominierten Marken wurden per Crowdsourcing via Twitter ermittelt. Immerhin kamen so an die 300 Marken zusammen - allerdings war auch in diesem größeren Kreis kein deutscher Bewerber zu finden. Die Auswahlmethode habe "Stärken und Schwächen", gesteht Pressefrau Maeve O'Sullivan. Einen strategischen Grund dafür nennt sie denn doch: Damit bilde man die Natur sozialer Netze ab. "Wenn sich eine Marke sehr gut in Social Media bewegt, bündelt sie eine größere Gemeinschaft hinter sich, die sich dann für sie einsetzt." Als Schwäche sieht sie: "Diese Art der Forschung hängt davon ab, dass sich eine möglichst breite Gruppe von Menschen an dem Auswahlprozess beteiligt." Hier werde man noch nachbessern, verspricht O'Sullivan.

Das Ranking kommt 2012 erst zum zweiten Mal heraus. Die nominierten Marken kamen in diesem Jahr aus Großbritannien, den USA, Kanada und Neuseeland. Sogar aus Südafrika seinen Vorschläge gekommen. Nur aus Deutschland wohl nicht. Die Studie, die mit einer durchdachten Methodik die Performance und das Engagement in verschiedenen Sozialen Netzwerken misst, hat noch eine Beschränkung: Sie untersucht nur englischsprachige Posts. Andererseits dürfte das für Marken wie Adidas, Mercedes oder BMW kein Hindernis sein, verfügen sie doch alle über ausreichend Fans im Ausland.

Wie halten es andere Social Media Monitorings? Die Studie von Vierpartner hat sich die DAX-Unternehmen angeschaut. Hier liegt das Manko allerdings in der Methodik. Es wird nur die Zahl der Fans bzw. Follower ermittelt. Ein Standardwerk der Marktforschung liegt dagegen The Sociagility Top 50 zugrunde. Hier haben sich die Forscher an dem Markenranking von Interbrand und Millward Brown orientiert.

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