Warum "Harlem Shake" jeden Social-Media-Marketer aufrütteln sollte
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Social@Ogilvy | | von Annette Mattgey

Warum "Harlem Shake" jeden Social-Media-Marketer aufrütteln sollte

Dreißig Sekunden, die dem Social Media Marketing eine ganz neue Richtung geben: Geoffrey Colon, bei Social@Ogilvy in New York tätig, sieht im "Harlem Shake" eine "disruptive Innovation". Stündlich werden neue Versionen des "Harlem Shakes" online gestellt - nicht nur Marken wie Pepsi und Red Bull sind dabei, sondern auch viele Teams (Büros, Schüler, Studenten und sogar die Feuerwehr). Colons These:"Dieses Mem verändert die sozialen Kommunikation komplett."

Zu Beginn führt Colon den Unterschied zwischen Gangnam Style und dem "Harlem Shake " aus. Universal Music Group hat das Stück bewusst im Stile der "K-Pop"-Bewegung  als Hit konzipiert.  Psy, Urheber des "Gangnam Style", war bis dahin zumindest in Südkorea bekannt und hatte ein großes Plattenlabel hinter sich. Die vielen Klicks aus Südostasien verhalfen dem Song zur notwendigen Aufmerksamkeit für ausländische Medien. "Das ist Content, den die Menschen gerne angeschaut haben, ohne ihn unbedingt nachzumachen." 

"Harlem Shake" sei dagegen eine "disruptive Innovation". Damit bezeichne man Neuerungen, die ein Produkt oder Service in einer Art und Weise verbessern, die unerwartet für die Branche ist. Versteht man “Gangnam Style” als Massenprodukt für den Pop-Markt, so stellt Colons Ansicht nach “Harlem Shake” eine disruptive Innovation dar.

Remixen statt Zuschauen

Das Video - das insgesamt 69. einer Gruppe austraulischer Skater - war von Anfang an als Mitmach-Experiment geplant. Sie hat die Musik als Hintergrund ihres Fun-Videos verwendet. Mehrere Zehntausende haben mittlerweile ihre eigene Interpretation ins Netz gestellt. Warum? "Weil Social Media sich entwickelt: es geht weniger um den Content einiger Major Labels, sondern mehr um die Inhalte, die von anderen remixed werden. Marken müssen begreifen, dass sie damit den Einfluss der Kreation in die Hände der Massen  legen." Bei “Gangnam Style” ging es um aktives Zuschauen und Teilen, bei “Harlem Shake” wird das Muster durchbrochen durch die aktive Neuinterpretation und Schaffung neuer Inhalte. "Das ist Social Media in seiner reinsten Form".

Für Social Media Planer bedeutet das, dass Kampagnen und Inhalte nicht mehr der Anreiz zum Folgen sind. Vielmehr zählt, wie ein Mensch den Content neu gestalten kann und zu seinem eigenen machen kann, damit er persönlich relevant wird. Darum haben so viele Menschen “Harlem Shake”-Videos gemacht. "Sie haben dem ihren persönlichen Stempel aufgedrückt". 

Wie Marken auf diesen Gesinnungswandel reagieren sollten, beschreibt Geoffrey Colon in seinem vollständigen Beitrag hier im Blog von Social@Ogilvy.

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