Von PR-Profi bis Spammer: Neun Twitter-Typen
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Microblogging | | von Frank Zimmer

Von PR-Profi bis Spammer: Neun Twitter-Typen

Was gibt es für Twitter-Typen? Die Deutsche Presse Agentur glaubt: neun. Hier ist ihre Auswahl:

Der PR-Twitterer: Marketing-Profis und Unternehmenssprecher zählten zu den ersten Nutzern von Twitter. "Zu ihrem Berufsbild gehört es, in der Öffentlichkeit Dinge zu erzählen", sagt Twitter-Experte und Buchautor Thomas Pfeiffer. Die PR-Twitterer nutzen den Kurznachrichtendienst als weltweite Werbe-Plattform - vom Schokoriegel bis zum Lampen-Hersteller.

Der Medienprofi-Twitterer: Auch Medienprofis tummeln sich seit Beginn bei Twitter - aus Neugierde und um mit dem neuen Medium zu experimentieren. Der Autor, Blogger und Strategieberater Sascha Lobo beispielsweise hat als @saschalobo seither über 5000 Tweets rund um das Thema Internet verschickt.

Der Journalisten-Twitterer: Für Journalisten und Redaktionen ist Twitter eine willkommene Plattform, um auf ihre Nachrichten und Geschichten hinzuweisen - und ein Mittel zur Recherche. Meist verlinken sie auf ihre Webseiten, manchmal suchen sie zwitschernd nach Stimmen. Für das ZDF twittert @ZDFlogin und fragt zum Beispiel: "Was haltet ihr von einem europäischen Finanzminister?"

Der Politiker-Twitterer: Politiker haben Twitter schon früh als Medium entdeckt - auch um ihre Botschaften an Journalisten vorbei zu verbreiten. "Bei Twitter haben Politiker eine größere Kontrolle über ihre Selbstdarstellung", sagt Soziologe Jan-Hinrik Schmidt. Berühmtes Beispiel: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) @peteraltmaier twittert und twittert und twittert.

Der Künstler-oder-Sportler-Twitterer: Prominente kommen inzwischen in Scharen zu Twitter und geben Einblicke in ihr Leben. Und kaum zwitschern sie, haben sie tausende Follower - meist weil sie eben prominent sind. 26 Millionen Follower hat Sängerin Lady Gaga @ladygaga: Weltrekord. Bei Twitter hat sie einen Jet-Lag oder geht zum Friseur. Fußball-Star Cristiano Ronaldo @Cristiano bedankt sich nach einem Spiel bei seiner Mannschaft, und elf Millionen lesen mit.

Der Privat-Twitterer: Privatleute sind ein Grund, warum es immer mehr Twitter-Nutzer gibt, meint Experte Pfeiffer. "Sie twittern über Fußball oder über den Tatort von der Couch aus." Meist erreichen diese privaten Tweets nicht die ganze Welt, sondern vor allem Freunde und Bekannte. Viele haben die Promi-Twitterer als Vorbild.

Das Twitter-Gewächs: Mit die herausragendsten Twitterer sind solche, die mit ihren Gedanken, Gedichten und Geschichten tausende faszinieren. Eigentlich sind diese Twitter-Gewächse ganz normale Bürger, aber in der Twitter-Welt sind sie kleine Berühmtheiten. @HappySchnitzel zum Beispiel twittert wortakrobatisch über ihren Weingenuss, Sonnenuntergänge und Wattebäusche.

Die Stalker: Stalker-Accounts sind die lebenden Leichen bei Twitter. Deren Besitzer nutzen Twitter zwar exzessiv und folgen hunderten Twitterern. Selbst haben sie aber erst einen oder zwei Tweets verschickt - oder noch gar keinen. Denn den Stalkern geht es nur um eines: Informationsbeschaffung.

Die Spammer: Allseits unbeliebt, folgen die Spammer scheinbar wahllos irgendwelchen Twitterern und senden so ihre Botschaften: Penisverlängerung, Viagra, Partnervermittlung. Ganz wie die Spam-E-Mails auch. Nach kurzer Zeit verschwinden die Accounts wieder.

(dpa)

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