Twitter wird jetzt Facebook Nummer drei
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Neue Twitter-Startseite | | von Anika Kehrer

Twitter wird jetzt Facebook Nummer drei

Der Echtzeit-Kurznachrichtendienst Twitter hat seine Startseite renoviert und ausgebaut. Berufliche Nutzer und Werbungstreibende umwirbt er mit der neuen Profilseite, die jetzt einen eigenen Header-Bereich für Logos und Informationen zu sich selbst enthält, um die Markenkommunikation zu stärken. Für alle Anwender führt eine neue Icon-Navigation jetzt plattformübergreifend einheitlich (Desktop und Mobil) zu den neu aufbereiteten Funktionen "Startseite", "Verbinde" und "Entdecke".

Twitter will für Geschäftsleute attraktiver werden.

Hinter der Startseite verbirgt sich der eigene Tweetfeed. Tweets sowie ihre Antworten und Re-Tweets mitsamt eingebetteter Fotos und Videos sind übersichtlicher angeordnet als vorher. Ein Trendkasten zeigt, über welche Themen gerade oft gewittert wird. Die Seite "Verbinde" ist Programm: Ein eigener Feed enthält nur die Tweeds, in denen man selbst erwähnt wird. Im Suchfeld mann man direkt nach Namen oder Aliasen suchen, um zu sehen, wer einen denn da erwähnt, falls man ihn noch nicht kennt. So soll man einfacher mit neuen Leuten in Kontakt kommen. Die Seite "Entdecke" enthält schließlich eine Art personalisierte Twitter-Nachrichtenseite: Anhand des Standortes und der Vernetzung innerhalb von Twitter stellt der Nachrichtendienst Medien und Tweets zusammen, die den Account-Inhaber mutmaßlich interessieren.

Die neue Startseite

Mit einem Wort: Twitter will seinen Status als Plattform ausbauen. Wie bei Facebook und Google+ soll man Bilder und Videos aus dem Leben, wie es gerade passiert, in die Welt kommunizieren und die Posts von anderen Leuten sofort ansehen. Ansprechende Optik und erweiterte Funktionen lassen Twitter zur Funktionalität von Facebook und seinem Nachahmer Google+ aufschließen. Die Frage ist nur: Brauchen wir wirklich noch eins davon? Also noch eins, nachdem nun schon Google+ für funktional nicht gerade disktinkte Konkurrenz gesorgt hat. So mancher wartet mittlerweile nur noch lauter oder leiser gähnend darauf, wie sich das Ganze denn nun ausdifferenziert. Und hangelt grummelnd an seiner wachsenden Liste der zu bespielenden Social Networks entlang.

Ansicht der Seite "Verbinde"

Mit den Neuerungen nimmt Twitter jedenfalls Anlauf auf "die nächste Milliarde Menschen", wie CEO Dick Costolo zur Financial Times Deutschland sagte. Die gesteigerte Attraktivität soll die Plattform neben neuen Nutzern natürlich auch für Werbekunden interessanter machen.

Ansicht der Seite "Entdecke"

Facebooks neue Profilansicht Timeline wird übrigens laut einem Update im Facebook-Blog vom sechsten Dezember demnächst in Neuseeland eingeführt und dann weiter ausgerollt. Die Testphase für Entwickler begann Ende September. Google+ hat zuletzt die Unternehmensseiten eingeführt. Seit Mitte November sind außerdem Google+-Badges erhältlich, mit denen man Google+und externe Webseiten vernetzen kann.

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