Triumph für Youtube & Co. vor dem Europäischen Gerichtshof
© Foto:Bayerischer Rundfunk

Urheberrecht | | von Annette Mattgey

Triumph für Youtube & Co. vor dem Europäischen Gerichtshof

Schützenhilfe haben die Sharing-Plattformen gestern vom Europäischen Gerichtshof bekommen. Hosting-Anbieter können nicht darauf verpflichtet werden, Inhalte, die die Nutzer hochladen, vorab auf Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. Das Urteil geht auf eine Auseinandersetzung zwischen der belgischen Rechteverwertungsgesellschaft SABAM und der Onlineplattform Netlog zurück. Als Begründung führte das oberste europäische Gericht einerseits die wirtschaftliche Freiheit des Blog-Betreibers an, der sonst massive Investitionen in Filtersyteme leisten müsste. Andererseits stehen auch die Rechte der User einer solch ausufernden Vorab-Kontrolle entgegen.

Über den aktuellen Fall hinaus entfaltet das Urteil auch seine Wirkung gegenüber anderen Sharing-Diensten wie Youtube, Myspace und Pinterest, sofern sie ihre Dienste innerhalb der EU anbieten. Gerade Pinterest muss sich in jüngster Zeit immer wieder Fragen zum Urheber- und Markenrecht gefallen lassen. Im Netz werden außerdem die Folgen für die aktuelle ACTA-Diskussion erörtert. Eine gänzlich andere Art der Auseinandersetzung wählt das Magazin "quer" des Bayerischen Rundfunks: Moderator Christoph Süß schlüpft in die Rolle zweier bekannter Musiker und interviewt sie zum Thema Urheberrecht.

Creative Commons Lizenz BY-NC-ND 3.0 DE.

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