Jose de Cabo ist einer der Gründer der "Earned Content Plattform" Olapic.
Jose de Cabo ist einer der Gründer der "Earned Content Plattform" Olapic. © Foto: Olapic

Studie | | von W&V Redaktion

Teilen macht glücklich - auch im Social Web

Die Reaktionen auf geteilte Beiträge in den sozialen Netzen sorgen dafür, dass sich die Nutzer akzeptiert und zufrieden fühlen. Das zeigt eine Umfrage von Olapic zur "Psychologie des Teilens". Die Plattform für visuelles Marketing hat die Marktforscher von Morar Consulting mit einer Umfrage unter gut 1000 deutschen Onlinern zwischen 16 und 60 beauftragt. Untersucht wurden Motivationen und emotionale Reaktionen, die das Teilen von Beiträgen auf sozialen Medien in Deutschland erklären. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • 60 Prozent der Befragten teilen mindestens einmal pro Woche Statusmeldungen
  • Mehr als die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen teilt ihre eigenen Fotos: 53 Prozent verglichen mit 44 Prozent Gesamtanteil tun es mindestens einmal wöchentlich. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es immerhin noch 50 Prozent.
  • 43 Prozent der Befragten posten visuelle Inhalte von Dritten mindestens einmal pro Woche, also etwa Fotos oder Videos, die von Marken, Medien und Multiplikatoren erstellt wurden. Die Rate ist unter den jungen Onlinern (16-29 und 30-44) mit 51 Prozent noch höher. 66 Prozent aller Social-Media-Nutzer zwischen 16 und 60 Jahren teilen diese Fremdinhalte mindestens einmal pro Monat. 
  • In der Altersgruppe der Millennials sind Facebook und Instagram die bevorzugten Social-Media-Plattformen, wenn es um das Teilen von Fotos geht. Auf die Frage, wie sich ihre Nutzung der jeweiligen Plattform im Vergleich zum Vorjahr verändert hat, gaben sie eine niedrigere Nutzung von Facebook und häufigeres Posten auf Instagram an.

Warum ist das Teilen so beliebt?

"Überwiegend wird das Teilen stark von den positiven Gefühlen beeinflusst, die durch eine Reaktion auf einen Beitrag ausgelöst werden: Man fühlt sich zufrieden, eingebunden, geliebt und bestätigt", sagt Jonathan Freeman, Professor für Psychologie an der Goldsmiths-Universität in London und Geschäftsführer von i2 Media Research Ltd, der die Studie unabhängig überprüft hat.

Selbstdarstellung

Die Befragten äußerten, dass sie Beiträge verfassen, um anderen mitzuteilen, was sie denken, fühlen oder tun (41 Prozent), oder weil sie denken, andere finden ihre Beiträge interessant (39 Prozent), und um Freunde und Kontakte zu unterstützen (32 Prozent). Im Gegensatz dazu räumten lediglich 11 Prozent der Befragten ein, sie würden Inhalte online mit der Absicht teilen, um damit zu ihren Gunsten "die Meinung anderer Personen zu beeinflussen".

Wertschätzung

53 Prozent der Befragten gaben an, sie fühlen sich mit ihren Freunden verbunden, wenn jemand auf ihren Beitrag im Social Web reagiert; 38 Prozent fühlen sich akzeptiert und 33 Prozent fühlen sich wichtig.

33 Prozent der Befragten sagen, sie würden häufiger posten, wenn ihre Beiträge von anderen mit "Gefällt mir" bewertet oder mit einem Kommentar versehen werden. Der Wert ist zum einen bei Männern (36 Prozent) höher als bei Frauen (29 Prozent) und zum anderen besonders bei Millennials im Alter von 16 bis 29 Jahren hoch. Hier sind 44 Prozent motiviert, mehr zu teilen, wenn die Interaktion stärker ist. Ähnlich sieht es bei den Befragten der Generation X im Alter von 30 bis 44 Jahren aus. 36 Prozent posten häufiger, wenn ihr Netzwerk auf ihre Beiträge reagiert.

Marken brauchen Social Media

"Marken, die mit ihren Kunden interagieren möchten, müssen ihre Konversationen und Beziehungen auf sozialen Medien aufbauen", sagt Jose de Cabo, Mitgründer von Olapic. "Wenn Verbraucher Markeninhalte auf ihrer Seite oder in ihrem Feed teilen, werden diese Marken den sorgfältig ausgewählten Beiträgen zugeordnet. Wenn die Inhalte darüber hinaus zu Reaktionen auf sozialen Medien führen, werden die jeweiligen Marken mit den Gefühlen des Akzeptiert- und Wichtigseins in ihrer Zielgruppe und bei potenziellen Kunden in Verbindung gebracht."

Laut einer Olapic-Umfrage zum Verbrauchervertrauen trauen die Befragten den Beiträgen von Freunden, Familie und Multiplikatoren siebenmal mehr als der Markenwerbung. De Cabo: "Das Teilen auf sozialen Medien hat entscheidende Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Verbrauchern und Marken." Denn die Menschen suchten nach "realistischeren Inhalten aus scheinbar unvoreingenommenen Quellen", wenn sie Kaufentscheidungen treffen oder sich eine Meinung bilden. 

Olapic ist eine Marketingplattform für benutzergenerierte Inhalte und kooperiert mit Facebook, Instagram und Pinterest. Der Hauptsitz ist in New York.

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