Social-Media-Junkies | | von Frank Zimmer

Sucht-Studie: Soziale Netzwerke angeblich gefährlicher als Alkohol und Zigaretten

Die erste Handlung am Morgen: Einloggen bei Facebook. Wer schon soweit ist, der ist ihr wohl schon verfallen - der Social Media-Sucht. Die Abhängigkeit ist nicht zu unterschätzen, behauptet eine Studie der Chicago Booth School of Business. Demnach bergen Facebook, Twitter & Co. ein höheres Suchtpotential als klassische Suchtmittel wie Alkohol und Zigaretten.

Die drei Wissenschaftler Wilhelm Hofmann, Kathleen Vohs und Roy Baumeister untersuchten in der qualitativen Studie (es handelt sich also nicht um eine repräsentative Massenumfrage), wie schwer es ist, Süchten, Verlockungen und Bedürfnissen zu widerstehen und welche Selbstkonflikte das bei den Versuchspersonen auslöst. Die Ergebnisse zeigen, dass Schlaf und Sex zwar die am stärksten herbeigesehnten Bedürfnisse des Menschen sind. Dem Bedürfnis danach ist aber kontrollierbarer. Denn laut Studie war es die härteste Probe für die Befragten, dem Wunsch zu widerstehen, sich einen Tag lang nicht in ihre sozialen Netzwerke einzuloggen. Ein solchen Drang sei für die meisten Menschen übermächtig, so Hofmann. Der ständige innere Kampf erschöpfe unsere Willenskraft und treibe das immer heftiger werdende Verlangen weiter an. An der Studie nahmen 205 Probanden teil, die insgesamt 7.827 Verhaltensberichte über ihre täglichen Wünsche erfassten.

Sucht-Studie: Soziale Netzwerke angeblich gefährlicher als Alkohol und Zigaretten

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