Sten Franke: "In der Trendforschung via Social Media steckt gro├čes Potenzial"
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Ethority | | von Annette Mattgey

Sten Franke: "In der Trendforschung via Social Media steckt gro├čes Potenzial"

Ungenutzte Chancen sieht Ethority-CEO Sten Franke noch im Hinblick auf die Eignung von Social Media-Analysen zur Trendforschung. Generell wird der Bereich der Marktforschung wenig von den Kunden der Digitalagenturen nachgefragt, wie j├╝ngst eine Erhebung des BVDW ergab. Sten Franke, der sich selbst als Social Media Evangelist bezeichnet, wurde diese Woche von der "Wirtschaftswoche" unter die Top 100 K├Âpfe der Internetwirtschaft gew├Ąhlt.

Warum tun wir, was wir tun? Wie erkennen wir die Beweggr├╝nde daf├╝r? Und was tun wir mit diesem Wissen? Im Zeitalter des Conversational bzw. Social Webs revolutionieren Sharing-Mechanismen die Art, wie wir zuk├╝nftig Markt- und eben auch Trendforschung betreiben. Die Grundlage daf├╝r sind weltweit mehr als eine Milliarde aktiver Social Web Nutzer, die sharen, liken, bloggen, twittern und kommentieren und damit eine riesige Masse an Daten produzieren, die sich in den n├Ąchsten zwei Jahren noch einmal verdoppeln wird. Die meisten Unternehmen verschenken noch ein gro├čes Potenzial an Market & Consumer Insights, die ihnen eine ordentliche Social-Media-Analyse bieten kann. Denn mit Hilfe einer intelligenten Echtzeit-Analyse von Communitys, Twitter, Facebook & Co. l├Ąsst sich nicht nur ein aufziehender Shitstorm erkennen, sondern auch eine h├Âchst professionelle Trendforschung betreiben.

Der besagte Shitstorm ist eine reale, aber meist eher unwahrscheinliche Gefahr. Die Daten f├╝r eine profunde Trendforschung f├╝r die Produkte der jeweiligen Marken sind jedoch meist vorhanden und sie lassen sich auch immer besser analysieren.

Einen Umstand, den sich noch nicht einmal die H├Ąlfte aller Unternehmen bewusst ist. Eine Untersuchung des BVDW ergab, dass Social Media ├╝berwiegend f├╝r PR/Pressearbeit (73,6 Prozent) und f├╝r Kundenbindung (59,5 Prozent) eingesetzt wird. Nur 46 Prozent nutzen die eigenen Daten auch zur Marktforschung.

Dabei bietet ein professionelles Social-Media-Monitoring drei Vorteile, die jeden Marktforscher das Herz h├Âher schlagen lassen:

 - Der Kostenaufwand ist im Verh├Ąltnis eher gering

 - Die Ergebnisse gibt es in real-time, also Echtzeit

 - Die Resultate basieren ÔÇô wenn  man es richtig macht ÔÇô auf einer sehr breiten Datengrundlage, die im Idealfall ann├Ąhernd 100 Prozent der thematisch relevanten Beitr├Ąge und Kommentare betragen.

Ein weiterer Faktor, den man nicht untersch├Ątzen sollte, ist auch der Umstand, dass sich das Konsumenten- und Mediennutzungsverhalten ver├Ąndert hat. Bei vielen Menschen hat in den vergangenen Jahren die Bereitschaft bei Telefon- oder Stra├čen-Interviews mitzumachen, stark abgenommen. Auch f├╝r dieses Problem hilft eine Trendforschung via Social-Media-Monitoring. Zudem kommt der Wahl der richtigen Netzwerke, mit deren Hilfe Sie die Marktforschung durchf├╝hren, eine entscheidende Bedeutung zu.

Allerdings hat auch die Trendforschung 2.0 ihre Limitierungen. Denn sie funktioniert nur, wenn das eigene Forschungsobjekt auch gen├╝gend Buzz generiert. Dabei gilt die Regel: Umso h├Âher die emotionalen Faktoren eines Produktes oder einer Marke (Forschungsobjektes) sind, umso mehr wird dr├╝ber gesprochen.

Das klingt alles ganz einfach, ist es aber nat├╝rlich nicht. Die meisten im Markt befindlichen Tools bieten in diesem Bereich lediglich eine einfache Keyword-Suche. Das reicht nicht. Tats├Ąchlich ist eine geh├Ârige Portion Know How inklusive einer ausgefeilten Analytics-Technologie vonn├Âten.

Tats├Ąchlich macht es der Mix: Erst wenn man ein Profi-Tool wie z.B. der gridmaster, mit seiner Kontext-basierten Suche und seiner hohen Genauigkeit bei der Clusterung und Strukturierung dieser immensen Datenflut, mit klassischen Methoden mischt, sind genaue Trendaussaugen m├Âglich.

Dies alles zeigt: In der Trendforschung via Social Media steckt ein gro├čes Potenzial, dessen sich allerdings noch nicht einmal die H├Ąlfte aller Unternehmen bewusst sind. Sobald ein Unternehmen jedoch bereit ist, diese neue Form der Marktforschung anzuwenden, liegt eine Erfolgsformel in dem richtigen Mix aus neuen und klassischen Methoden und der Wahl des richtigen und erfahrenen Monitoring-Providers.

 

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