Social Media wird zum Standard-Repertoire der Unternehmen
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BVDW | | von Annette Mattgey

Social Media wird zum Standard-Repertoire der Unternehmen

Kaum ein Unternehmen kann es sich leisten, auf Social Media zu verzichten. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Unternehmen mit Social-Media-Aktivitäten auf 84,8 Prozent gestiegen, wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) erhoben hat. Im vergangenen Jahr waren es erst 72,3 Prozent gewesen. „Für immer mehr deutsche Unternehmen lohnt sich der Einsatz von Social Media als fester Bestandteil in der Markenkommunikation. Insbesondere die werbungtreibende Industrie erkennt in Social Media klare Vorteile: Noch nie zuvor gestalteten sich der direkte Kundendialog und der Austausch mit Nutzern so einfach wie in Social Networks. Künftig wird kein Weg mehr an der branchenübergreifenden Professionalisierung von Aktivitäten in Social Media vorbeiführen“, sagt Anna-Maria Zahn (ForschungsWeb), stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Die aktuellen Zahlen dokumentieren, dass die Nutzung im Vorjahresvergleich um 17 Prozent gestiegen ist. Das berichtet die Fachgruppe Social Media im BVDW anhand einer aktuellen Befragung unter 140 werbungtreibenden Unternehmen. Laut der Studie geben mehr als sechs von zehn der befragten Unternehmen (63 Prozent) an, dass sich ihre bisherigen Social-Media-Aktivitäten gelohnt haben. Dort wurde inzwischen auch dazu gelernt oder es wurden zumindest die richtigen Dienstleister verpflichtet: die Meinung, dass sich der Social Media-Auftritt gar nicht gelohnt habe, war in diesem Jahr nur noch halb so oft zu hören (von 2,4 auf 1 Prozent). Die Aussage "hat sich eher nicht gelohnt" trafen 4,2 Prozent (2011: 13,5 Prozent).

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Als oberste Ziele in Social Media gelten im unternehmerischen Alltag sowohl die Steigerung der Bekanntheit (89 Prozent) als auch die Imageverbesserung (86 Prozent). Als weitere Zielsetzung geben 85 Prozent der befragten Unternehmen den Zugang zu bestehenden und potenziell neuen Kunden an. Für 79 Prozent spielt die stärkere Kundenbindung über Social Media eine Rolle in ihrer Zielsetzung. Stärker als im Vorjahr ist der Beitrag von Social Media zur Kundenbindung und zum Online-Reputation-Management. Auch im Bereich PR spielt Social Media eine große Rolle. Zögerlicher sind die Firmen jedoch bei Produkteinführungen, bei Innovationen und bei der Vertriebsunterstützung.

Einsatzgebiete von Social Media:

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Twitter mit rückläufiger Tendenz

Zu den wichtigsten Einsatzgebieten in Social Media zählen für 89 Prozent der befragten Unternehmen die eigenen Profile in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder XING. Im Vorjahresvergleich steigt dieser Wert um fast elf Prozent. Twitter und ähnliche Kurznachrichtendienste werden von etwas mehr als der Hälfte der Unternehmen eingesetzt (56 Prozent), jedoch um rund zehn Prozent weniger als noch in 2011. Präsenzen auf Videoplattformen wie Youtube führen rund 41 Prozent der Unternehmen durch. Ein eigenes Corporate Blog betreiben über 40 Prozent. Die Veränderung dieser Einsatzgebiete bewegt sich um gut ein Prozent im Jahresvergleich.

Unternehmenseigene Social-Media-Plattformen seltener

Nur wenige nehmen die Mühe auf sich, Unternehmen eigene Plattformen zu entwickeln. Deutlich geringere Angaben machten die Unternehmen bei dem Einsatz von Fan-Communities (16 Prozent), unternehmenseigenen Online-Foren (13 Prozent) und Social Media Newsrooms (13 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich bei der Anwendung dieser Einsatzgebiete nahezu kaum Veränderungen.

Welche Social Media-Aktivitäten unterhalten werden:

 

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Das aktuelle Teilergebnis der BVDW-Studie „Social Media in Unternehmen“ gewährt allen Marktteilnehmern einen detaillierten Einblick in die Social-Media-Aktivitäten der werbetreibenden Wirtschaft. Für den aktuellen Jahresvergleich von 2011 zu 2012 wurden insgesamt 140 werbungtreibende Unternehmen befragt. Die breit angelegte Studie umfasst Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, darunter IT/Telekommunikation, Nahrungs-/Genussmittel, Medien/Verlage, Automobil-/Fahrzeug-/Zulieferindustrie und Versicherungen/Banken/Finanzdienstleister. Weitere Details aus der Studie „Social Media in deutschen Unternehmen“ stehen auf der BVDW-Website unter www.bvdw.org.

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