Social Media Monitoring: Das leisten kostenlose Tools
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Analyse | | von Annette Mattgey

Social Media Monitoring: Das leisten kostenlose Tools

Monitoring zählt zu den Herkules-Aufgaben im Social Web, die kontinuierliche Beachtung erfordern. Es geht darum, Ziele zu bestimmen, Basiswerte zu erfassen, passende Tracking-Tools zu finden und einzusetzen, Ergebnisse zu vergleichen und Prozesse und Maßnahmen zu optimieren. Die Zahl der Anbieter und Ansätze dazu steigt exponentiell. Viele Unternehmen versuchen es erstmal mit kostenlosen Social Media Monitoring-Lösungen. Welche Tools es gibt und was sie leisten, erklärt LEAD digital-Autorin Christina Rose.

Für Einsteiger können kostenlose Tools eine erste Übersicht bieten, erläutern die Forscher von Fraunhofer IAO in ihrer Studie „Social Media Monitoring Tools“. Meist handle es sich um spezielle Suchmaschinen, die einen Einblick liefern in das, was im Internet über ein Unternehmen, eine Marke, ein Thema usw. gesprochen wird. Allerdings seien diese kostenlosen Dienste meist auf eine Plattform beschränkt oder hätten andere Schwächen. Dazu gehört etwa Inhaltsextraktion, wenn beispielsweise bei Blogs vermeintliche Treffer geliefert werden, weil das Keyword in der Blogroll oder irgendwo im Menü steht. „Durch eine geschickte Kombination einzelner Spezialdienste lassen sich zwar durchaus mächtige Lösungen erstellen, allerdings erfordert dies derzeit noch einen recht hohen Eigenaufwand und erreicht nicht Abdeckung und Komfort komplexer kommerzieller Lösungen“, konstatieren die Forscher. Für eine Ad-hoc-Recherche im Social Web sind sie allemal nützlich.

Das generelle Problem dieser kostenlosen Dienste: Viele internationale Anbieter sind meist reine Technikanbieter. Sie sind auf englische Inhalte spezialisiert und bieten auch in den erweiterten Einstellungen nur wenige Filtermöglichkeiten. „Die Analysen beschränken sich meist auf nicht viel mehr als Suchergebnislisten“, haben die Studienautoren festgestellt.

Wer sich professionell mit dem Thema Social Media Monitoring beschäftigt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es drei verschiedene Herangehensweisen gibt:

1. Automatisches Monitoring: Inhalte werden mithilfe einer Software identifiziert und semantisch analysiert. Diese Vorgehensweise ist zwar die kostengünstigste, allerdings sind auch die Ergebnisse meist unbrauchbar. Ein automatisiertes Monitoring kann lediglich eine quantitative Auswertung der Inhalte liefern.
2. Halbautomatisches Monitoring: Die unterschiedlichen Quellen werden mithilfe einer Software automatisiert zur Verfügung gestellt. Mithilfe von Rechercheuren und Dokumentaren werden Suchanfragen gestellt, um relevante Ergebnisse zu erhalten. Diese werden von Experten mit entsprechendem Hintergrundwissen ausgewertet.
3. Manuelles Monitoring: Quellen werden von Web-Spezialisten identifiziert und von Experten ausgewertet. Das ist zwar die teuerste, aber effektivste Lösung, um möglichst umfassendes und qualitativ hochwertiges Monitoring zu betreiben.

Für erste Gehversuche schlägt Autorin Christina Rose folgende kostenfreie Tools vor:

Mention.net listet die Inhalte quellenspezifisch auf, auch Face­book, Twitter & Bilddaten (Flickr, Instagram) sind integriert.
Socialmention.com durchsucht die meisten Social-Web-Plattformen zum gegebenen Stichwort, bietet diverse Filter und erhebt verschiedene Messwerte. Ergebnisse können als E-Mail-Benachrichtigung und RSS abonniert werden.
Google Insights for Search kann Suchvolumenmuster zu bestimmten Stichworten über bestimmte Regionen, Kategorien, Zeiträume und Webdienste hinweg vergleichen.
Google Alerts liefert per E-Mail-Alert oder RSS-Feed aktuelle Ergebnisse vor allem auf Newsseiten, Blogs und Foren.
Technorati ist eine der wichtigsten Blogsuchmaschinen, weitere sind zum Beispiel Blogpulse, Google Blogsearch und Twingly.
Rivva.de gibt einen Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft.
Boardreader.com ist eine Suchmaschine für Foren.
Twazzup.com durchsucht Twitter und zeigt z. B. Top Influencer und die beliebtesten Links an.
Open Facebook Search durchsucht die öffentlichen Inhalte von Facebook.
Facebook Insights innerhalb des eigenen Facebook-Profils liefert Statistiken und sogar demografische Profildaten der Seitenbesucher.

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von LEAD digital Nr. 24/2012, die Sie hier im Shop bestellen können.

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