Es wird noch visueller - dank Emojis und Gifs, meint Eva Reitenbach, Geschäftsführerin von Oddity, Berlin.
Es wird noch visueller - dank Emojis und Gifs, meint Eva Reitenbach, Geschäftsführerin von Oddity, Berlin. © Foto:Oddity

Trends 2016 | | von Annette Mattgey

Neue Banner braucht das Land

Die erste Arbeitswoche 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Ein letztes Mal lässt LEAD digital Online-Experten zu Wort kommen, wohin die Reise 2016 geht: "Mehr Macht den Messengern!" und "Lasst da mal die User Experience Artists ran" lauten einige ihrer Botschaften.

Eva Reitenbach, Geschäftsführerin von Oddity, Berlin

Ich glaube, 2016 werden Messenger noch mehr Marktmacht bekommen. Relevant sind sie heute schon. Und zwar nicht nur das allgegenwärtige Whatsapp, sondern auch neue Player wie Snapchat, das selbst im trägen Deutschland schon ein beachtliches Wachstum hingelegt hat. Denn die junge Zielgruppe verlangt hier nach mehr als nur Textnachrichten. Nicht nur die öffentliche, auch die private Kommunikation wird noch visueller und vielfältiger. Ob nun Snapchat, Emojis oder das wiederauferstandene Gif - bemerkenswert ist auch der explizite Entertainment-Faktor. Die Herausforderung besteht darin, eine Rolle für Marken und Unternehmen zu finden, die sich sinnvoll in das Nutzerbedürfnis einfügt.

Simon Umbreit, Geschäftsführer von Oddity, Stuttgart

2016, so wünsch ich's mir: Ich sehe ein Produkt, das mich wirklich interessiert auf meinem Handy, bestelle es mit einem Klick, ohne die Seite zu verlassen und erhalte es innerhalb einer Stunde wohin auch immer ich gerade bin. Das ist die Zukunft, die uns erwartet und dazu gehört eine Neuerfindung des Banners: weg von adaptierten Werbeanzeigen hin zu smarten, involvierenden Interaktionsformaten.

André Gebel, Vorstand Beratung & Strategie bei Coma, München

Performance und ein plattformübergreifendes User-Erlebnis sind mittlerweile Erfolgskriterium Nr. 1, da sie direkten Einfluss auf den Umsatz des Unternehmens haben. Für eine erfolgreiche Marken-Webseite reicht es heutzutage nicht mehr aus, einfach nur alle Funktionen bereitzustellen und ein schönes Design darüberzulegen. Und da führt kein Weg an guten UX-Artisten vorbei.

Mathias Sinn, Managing Director bei Hi-Res, Berlin

Wir befinden uns 2016 in einer Übergangsphase. Heute wird nur ein Bruchteil der digitalen Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Nutzern über alle Touchpoints hinweg ein individuelles Produkterlebnis zu bieten. Seamless Experiences und die clevere Nutzung von Big Data bleiben daher die zentralen Themen. Ziel muss es sein, den Nutzer mit den heute schon vorliegenden Daten immer persönlicher und damit relevanter anzusprechen. Gleiches gilt für die Vernetzung. Die meisten Unternehmen und Marken sind heute noch nicht in der Lage, die eigenen digitalen Kanäle mit dem Social Web optimal zu verknüpfen. Die Vernetzung wird aber noch viel weiter gehen. Smart Services werden zukünftig wichtiger als smarte Botschaften. Wir werden uns daher auch immer intensiver mit Themen wie Virtual Reality, Wearables, 3D-Printing aber auch der technischen Infrastruktur dahinter - Stichwort adaptive Plattformsysteme - auseinandersetzen.

Vanessa Bouwman, Account Director bei We are Social, München

Periscope, Blab, Snapchat - was 2015 begonnen hat, wird sich 2016 intensivieren und zu einem Fokus auf Live-Streaming / Live-Social führen. Dies deutet sich bereits jetzt in den kurzen Entwicklungszyklen und der dynamischen Weiterentwicklung der technischen Plattformen an: Snapchat fügt kontinuierlich neue Features hinzu, Periscope lockt weitere Wettbewerber auf den Markt und auch VR-Technologien wie Oculus Rift und die Microsoft Hololens entwickeln sich permanent weiter. Immer mit dem Ziel User an einem Offline-Event - virtuell - teilnehmen zu lassen. Auch Facebook bietet mit "Live" ein Streaming-Feature für Personen des öffentlichen Lebens an - klassischer "Real-Time-Content" kann da nicht mehr mithalten.

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