Digital LEADER | | von Annette Mattgey

LEAD digital öffnet sich für Blogger

LEAD digital entwickelt sich zum Forum für Branchen-Blogger. Die von der Redaktion ausgewählten Autoren werden regelmäßig mit ihren Kommentaren und Zwischenrufen auf der Website zu finden sein. Und das sind die neuen "Digital LEADer":

Paolo Anania ist Gründer und CEO von Granpasso, einem Düsseldorfer Full-Service Dienstleister für digitale Transformation. Das Hybridunternehmen aus Strategieberatung und Digital-Agentur berät internationale Konzerne und mittelständische Unternehmen auf dem Weg in und durch die digitale Welt. Als Vorstandsmitglied beim Bund Junger Unternehmer – BJU Düsseldorf-Niederrhein kümmert sich Anania zudem in besonderer Weise um Startups aus der Region und unterstützt Neugründer mit seinem Knowhow.

Stefanie Aßmann beschäftigt sich bereits seit 2008 mit der Auswertung der Social Media-Kommunikation und den Auswirkungen der digitalen Kommunikation für Unternehmen und hat gemeinsam mit dem Co-Autor Stephan Röbbeln, zu dieser Thematik das Buch „Social Media für Unternehmen“ verfasst. Beruflich beschäftigt sie sich als Beraterin bei Achtung mit der strategischen Seite von Social Media. Privat bloggt sie auf Digitales Dossier (http://digitalesdossier.de) über Alltägliches und digitale Kommunikation.

Patrick Breitenbach ist seit 2004 im Netz als (Werbe)Blogger und Podcaster aktiv. Er ist Berater für Digital Brand Management  & Social Media Management, Dozent für Social Media und New Media Culture an der Karlshochschule International University in Karlsruhe und Mit-Herausgeber und Autor des Buches "New Media Culture: Mediale Phänomene der Netzkultur".

Christian Clawien ist Director Digital Strategy bei Fischer Appelt. Im Bereich der strategischen Planung ist er für die Strategie und Begleitung der Umsetzung digitaler Projekte verantwortlich. Zuvor war Clawien Director Digital & Social Strategy bei Interone (BBDO) und baute dort das Channelplanning auf und war an mehreren Studien der Agentur beteiligt (Digitalisierung des Fernsehens, Daten in der Marketingkommunikation). Davor arbeitete er drei Jahre als Pressesprecher für alle PR-, und Marketingaktivitäten des Web 2.0-Portals Mister Wong. Clawien ist Veranstaltungskaufmann und verfügt über einen Abschluss in Wirtschaftskommunikation.

Marius Darschin ist Leiter Content Strategie bei der auf Content Marketing spezialisierten Agentur Territory. Darschin kennt sowohl die Agenturlandschaft mit Stationen bei Zum Goldenen Hirschen, Ogilvy Interactive, Leo Burnett und Kemper Kommunikation sowie die Konzernseite, wo er als Head of Brand Strategy and Communication die weltweite Strategie für die GM-Tochter Opel verantwortete. Der diplomierte Kommunikationswirt hat bereits für Marken wie Marlboro, BMW, Mini, Porsche, Sony Playstation, Nestle, Milupa und Lufthansa beratend gearbeitet.

Nina Diercks, M.Litt (University of Aberdeen) ist Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei
Dirks & Diercks in Hamburg. Die Anwältin gründete im Jahr 2010 den Social Media Recht Blog. In ihrer täglichen Arbeit beschäftigt sie sich mit all den juristischen Fragen, denen Unternehmen in der digitalen Welt begegnen. Einen Schwerpunkt bilden insbesondere die Themen, die mit der unternehmensinternen wie externen Social Media-Kommunikation verknüpft sind.
Facebook:https://www.facebook.com/socialmediarecht.

Daniela Ehmann konzipiert und betreut bei ForschungsWeb Social Media Analysen, entwickelt Monitoring-Konzepte und setzt sich mit Trends der Social Media-Forschung auseinander. Bereits seit 2008 ist die passionierte Social Media Research Beraterin mit dem deutschen Monitoring-Markt vertraut, und war bis vor ihrer Tätigkeit bei ForschungsWeb, im Bereich Digital Brand Management mit dem Schwerpunkt Reputations- und Krisenmanagement als Reputationsmanagerin und Projektleiterin in einer Agentur beschäftigt. Zusammen mit Anna – Maria Zahn schreibt sie über das Thema Social Media Monitoring & Analytics.

Thorben Fasching ist seit Februar 2016 Geschäftsführer von Open Reply, einer Agentur für digitale Transformation, mobile Lösungen und vernetzte Plattformen aus der Reply-Gruppe. Vorher war er u.a. als Director und Prokurist für den Unternehmensbereich Marketing & User Experience der E-Commerce-Agentur hmmh verantwortlich. Darüber hinaus ist er Vizepräsident im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Er studierte Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing und Controlling an der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster und wurde zu den "Next TOP 100 Influencer Digital Industry" gewählt.

Christian Faltin studierte Kommunikationswissenschaften und arbeitete anschließend ein gutes Dutzend Jahre als Wirtschafts- und Medienjournalist, wo er hauptsächlich über Medien, Marketing und das Internet schrieb. Nach einem kurzen Intermezzo als Unternehmenssprecher wechselte er 2001 in die PR auf Agenturseite. 2007 gründete Faltin mit Cocodibu eine eigene Agentur, mit der er vor allem für Kunden aus der digitalen Wirtschaft tätig ist. Das Steckenpferd des Kommunikations-Pragmatikers sind gute Geschichten, spannende Inhalte und die dazu passenden Kanäle und Erzählformen. Faltin gibt seine Expertise im Digital PR-Blog weiter und auf Twitter

Dominik Frings hat sein BWL-Studium im holländischen Venlo absolviert und 2003 abgeschlossen. Danach stieg er bei Mediascale ein – zuletzt war er Geschäftsführer der Agentur. Seit November 2015 ist er Geschäftsführer bei Plan.Net Media.

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel Munichs's Best, 100sins oder Social Secrets. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien.

André Gebel ist Vorstand Beratung und Strategie bei der Coma AG in München. Der Diplom-Kaufmann entwickelt mit seinem Team Lösungen in allen Bereichen des Online-Marketings. Sein Anspruch "Digital. Menschen. Begeistern." spiegelt auch die Philosophie der Agentur wider, die seit Januar 2016 über ein eigenes UX-Department verfügt. Zu den Kunden zählen unter anderem Saturn, Tempo, Avery Zweckform, der Deutsche Alpenverein, Franziskaner Weißbier, Hasseröder und Vodafone. Privat schreibt er seinen Reiseblog unter: www.turnagain.de.

Bereits seit 2008 beschäftigt sich Enrico Hanisch  mit digitalem Marketing – anfangs als Consultant bei T-Systems Multimedia Solutions und seit Anfang 2011 für Philipp und Keuntje. Als „Social Media Enthusiast“ betreut Hanisch Unternehmen wie beispielsweise Audi in den sozialen Netzwerken. Twitter: @digitalfastlane

Britta Heer ist Geschäftsführerin für Digital und Innovation bei der Agentur Achtung. Zuvor verantwortete sie das digitale Beratungsgeschäft für Edelman Deutschland und war Marketingleiterin bei Books on Demand. Ihre Karriere hat sie als PR Beraterin bei MasterMedia und Faktor 3 gestartet. Britta Heer hat zwei Studienabschlüsse, einen Master in Geschichte, VWL und Französischer Literatur sowie einen MBA-Abschluss in General Management. Sie ist zudem ausgebildete Wirtschaftsmediatorin.

Christina Hütten ist schon seit vielen Jahren beruflich vor allem im Bereich Social Media Marketing aktiv und derzeit bei Parasol Island in Düsseldorf tätig. Ihre bisherigen Stationen führten sie von Non-Profit-Organisationen in den USA über DAX 30-Konzerne bis in das Agenturleben. Nebenbei bloggt sie regelmäßig bei http://musicgeeks.de, einem Blog rund um Musik und Audio. Twitter: @christinah84. Nebenbei bloggt sie regelmäßig bei http://musicgeeks.de, einem Blog rund um Musik und Audio. Twitter: @christinah84

Claudia Kimich arbeitet seit rund 15 Jahren freiberuflich als Trainerin und Coach. „Um Geld verhandeln“ heißt ihr aktuelles Buch. Neben Selbstwertgefühl will sie vor allem Strategien vermitteln, die im Berufsalltag weiterhelfen – vom Verkaufsgespräch bis zur Gehaltsverhandlung. Twitter: @kimich_de. Weitere Seiten von ihr: http://www.geldverhandeln.de, http://www.konfliktloeserin.de und http://www.erfolgssprung.de.

Alexander Krapp ist Gründer und Geschäftsführer von Soulsurf. Die Agentur für digitale Transformation mit Sitz in München entwickelt und implementiert seit 2009 digitale Geschäftsmodelle für Konzerne und Unternehmen. Soulsurf deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Strategieberatung und Umsetzung, dem technischen Support sowie der Prozessoptimierung bei digitalen Projekten bleibt alles in einer Hand.  Darüber hinaus ist Alexander Krapp  Co-Founder der SEO-Agentur g2s media, sowie der Networking-Software congreet. Twitter: @soulsurfcom

Eric Kubitz  ist gelernter Journalist, Autor, Suchmaschinenoptimierer und Mitgründer der Münchner Agentur Contentmanufaktur. Sein Wissen gibt er gerne in Vorträgen (Akademie der Bayerischen Presse, Burda Journalistenschule u.a.), Schulungen und auf SEO-Konferenzen wie SMX und SEOkomm weiter. Außerdem ist er Dozent an der DHBW Ravensburg und an der Hochschule Augsburg. Früher war er mal studierter Fast-Wirtschaftswissenschaftler und in der Geschäftsführung der CHIP Xonio Online GmbH. Mehr von ihm findet man auf www.seo-book.de.

„Social Web Enthusiast“ Johannes Lenz ist seit Juli 2012 Corporate Blogger bei AKOM360 Multi Channel Marketing und koordiniert vom Office München aus die operative und strategische Kommunikation der Agentur im Social Web. Zuvor war er bei Grey Worldwide in Düsseldorf, wo er zwei Jahre als Digital Consultant Corporate Communications die Kommunikation im Social Web betreute. Johannes Lenz erreicht man im Social Web beruflich via http://blog.akom360.de sowie privat über http://johanneslenz.de und auf Twitter unter @johanneslenz.

Meike Leopold ist Expertin für PR und digitale Kommunikation mit Fokus auf B2B. Ein besonderes Faible hat die Kommunikationsberaterin für Unternehmensblogs. 2008, als dieses Thema noch in den Kinderschuhen steckte, hat sie das preisgekrönte »NTT DATA Blog« aufgebaut und erfolgreich gemacht. Als Social-Media-Verantwortliche beim Cloud-Pionier Salesforce hob Meike Leopold DAS Salesforce Blog aus der Taufe. Ihr Wissen über Corporate Blogs hat sie in einem Buch zusammengefasst: »Corporate Blogs – Praxistipps für Strategie, Inhalte und Ziele«. Redaktion und Leser der Zeitschrift T3N wählten sie unter die Top Ten der einflussreichsten Köpfe im Bereich Kommunikation/PR/Social Media. Als Dozentin für die Bayerische Akademie für Werbung in München gibt sie Kurse rund um die Online-Kommunikation. Meike Leopold bloggt unter Start Talking.

Claudine Petit arbeitet als Managing Director CEUR seit 2013 bei Questback, einem international aufgestellten Anbieter für Feedback-Management-Software. Zuvor war sie acht Jahre in der ITK-Industrie tätig, wo sie als strategische Unternehmensberaterin unter anderem für Telefónica, T-Systems, Microsoft, Tech Data und Cognos/IBM verantwortlich war. Sie ist Spezialistin für B2B-Marketing mit Schwerpunkt auf Lead-Management, Marketing Automation und GoToMarket Strategy. Claudine Petit hat einen Abschluss als Diplom-Kauffrau an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit den Schwerpunkten Marketing und Informations- und Kommunikationstechniken.

David Philippe ist Digital Marketing Manager bei Asus Computer in Ratingen. Zuvor war er als Head of Social Media bei der Düsseldorfer Agentur Oygo beschäftigt, nachdem er als Freelancer und davor bei der Agentur Achtung gearbeitet hat. Er betreute große und kleine Unternehmen und befasst sich nun vor allem mit Konzeption und strategischer Beratung. Darüber hinaus ist er aktiver Blogger mit diversen Blogprojekten. Beruflich erreicht man ihn via Linkedin sowie privat über http://davidphilippe.de und auf Twitter unter @david_philippe oder Instagram @david_philippe.

Nico Rose ist Dipl.-Psychologe (WWU Münster) und wurde an der EBS Business School (Oestrich-Winkel) in BWL promoviert. Im Hauptberuf verantwortet er das konzernübergreifende Employer Brand Management eines großen Medienkonzerns. Seit 2008 arbeitet er zusätzlich als freiberuflicher Coach und Berater. 2010 wurde er mit dem deutschen "Coaching Award" ausgezeichnet. Seit 2011 nimmt er Lehraufträge an der ISM Dortmund wahr. Nico Rose ist Autor von mehr als 20 Fachartikeln und häufig Speaker auf Kongressen und Firmenevents. Im Dezember 2012 erschien sein Buch „Lizenz zur Zufriedenheit – Positive Psychologie in der Praxis“.

Christoph Salzig ist Inhaber der Kommunikationsberatung Primus Inter Pares mit Sitz in Münster. Der ehemalige Pressesprecher des BVDW ist ein versierter Kenner der digitalen Wirtschaft und hat sich mit seinem Team auf Online-Kommunikation vor allem im B2B-Bereich spezialisiert. Darüber hinaus ist er Blogger, Gastdozent, Moderator, Kurator, Co-Organizer des TEDxMünster und Mitgründer der krisenEXperten GmbH mit Sitz in Hamburg.

Mike Schnoor ist Kommunikator, Autor und Ideengeber zu Digital Communication, Marketing, Public Relations und Social Media. Vor seinem Wechsel in die Agenturbranche zeichnete er die gesamte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für eine der größten Interessenvertretung der digitalen Wirtschaft in Deutschland verantwortlich. Der studierte Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaftler referiert regelmäßig als Dozent an privaten Weiterbildungsträgern und Hochschulen. Blog: http://mikeschnoor.com
Twitter: http://twitter.com/MikeSchnoor

Markus Sekulla arbeitet nach Wirtschafts-Studium und drei Jahren in Asien als freiberuflicher Projektmanager und Unternehmensberater im Bereich Digitale Kommunikation. Zu seinen Kunden zählen diverse Großunternehmen, Agenturen und die Stadt Düsseldorf. Privat schreibt er auf krawattentraeger.de und mobilegeeks.de.

Svenja Teichmann ist als Gründerin und Geschäftsführerin der Crowdmedia GmbH tätig - Beratungsagentur für Social Media- und Content-Marketing. Zu Ihren Tätigkeiten zählen neben der Beratung und des Agenturgeschäfts ihre Engagements als Trainerin, Speakerin sowie Moderatorin. Ihre Schwerpunktthemen sind in der digitalen Welt zu finden. Bei Crowdmedia berät und sie Unternehmen im B2C- und B2B-Bereich bei Fragestellungen rund um digitale Strategien mit Fokus auf Online-Marketing, Social Media & Content Marketing. Darüberhinaus trainiert sie Mitarbeiter und Führungskräfte von Unternehmen bei Fragestellungen rund um die Digitale Transformation insbesondere Digital Leadership. Bei Twitter @suenni

Franziska von Lewinski, Vorstand Fischer Appelt und Geschäftsführerin Fork Unstable Media: Schon als Vielseitigkeitsreiterin und Triathletin bewies Franziska von Lewinski Kampfgeist und Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die sie in der Agenturwelt gut nutzen konnte. Zum 1. September ist die Digitalexpertin in den Vorstand der Fischer Appelt-Gruppe eingezogen. Dort ist die 42-Jährige für das neu geschaffene Ressort Digital und Innovationen zuständig und leitet als Geschäftsführerin die Kreativagenturen der Gruppe. Zuvor war sie bei der Multikanal-Agentur Interone tätig, seit Anfang 2010 stand sie als CEO an der Spitze. Vor ihrer Agenturkarriere arbeitete die Bauingenieurin zunächst als Consultant in der Bau- und Wasserwirtschaft in London. Franziska von Lewinski auf Xing (www.xing.com/profile/Franziska_vonLewinski) und bei Twitter @flewinski

Anna-Maria Zahn verantwortet als Director Social Media Research die fachliche Leitung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen ForschungsWeb. Zuvor sammelte sie als Teamleiterin und Key-Account-Managerin bei der Business Intelligence Group umfangreiche Monitoring-Erfahrung. Zusätzlich führt die engagierte Kommunikationswissenschaftlerin seit 2009 die Regie in der Unit Markt- und Trendforschung des Bundesverbands der Digitalen Wirtschaft (BVDW) und arbeitet auch in anderen Verbänden und Gremien aktiv an der Professionalisierung des Bereichs Social Media Monitoring & Analytics.  Im Blogger-Tandem mit Claudia Gunkel schreibt sie über die Themen Social Media-Forschung, -Monitoring und -Analyse.

Ute Maria Zankl, Director People Strategy von Sapient Nitro für Deutschland, Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Schweden,  koordiniert und optimiert alle Bereiche der Personalarbeit. Sie ist maßgeblich an der Einführung eines neuen Performance Management-Systems beteiligt. Statt rückwärtsgewandter Prozesse steht nun Coaching im Vordergrund, um die Potenziale der Mitarbeiter zu entfalten.

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"Mach tollen Content und alles wird gut." Echt?

von Eric Kubitz

Was ist gerade der "heiße Scheiß" in der SEO-Branche? Um das zu erfahren, muss man in die Programme der SEO-Konferenzen schauen. Dort stehen schon seit Anbeginn der Google-Zeit "Linkbuilding", technische Details und exotische Black-Hat-Spielereien auf allen Speaker-Slots. Blackhat-Themen, also die dunklen Seiten der Suchmaschinenoptimierung, sind für die Praxis zwar kaum zu gebrauchen - aber irgendwie sexy. Doch was ist das? In diesem Jahr finden sich auf allen Konferenzen immer mehr Themen wie "Content Marketing Strategien", "Was ist guter Content?" (SMX, München, März 2013), "Contentmarketing von der Idee bis zum Seeding" und "So funktioniert es wirklich mit dem guten Inhalt" (SEOkomm, Salzburg im kommenden November) oder "Compelling Content" und "Content Marketing Praxis" (SEODay, Köln im Oktober). 

Erfahrene Online-Marketing-Profis und Journalisten reiben sich verwundert die Augen und fragen sich, wie aus den crawler-fütternden SEOs nun Inhalts-Evangelisten werden konnten. Nun, das ging in zwei Schritten vor sich: 

1. Das Panda-Update

Anfang 2011 hat Google ein großes Algorithmus-Update mit dem Namen "Panda" eingeführt. Ziel war es, "dünne", also minderwertige Inhalts-Seiten vor den Google-Nutzern zu verstecken. Was sehr gut funktioniert hat, denn viele nur für die Suchmaschine gebauten Seiten mit miesen Texten verschwanden von heute auf morgen von den guten Positionen. Viele weitere kleine Panda-Updates eliminierten weitere SEO-Seiten. Gelungen ist das den Ingenieuren in Mountain View mit einem Mix aus vielen Änderungen. Dazu gehörte auch erstmals die Einberechnung von Verweildauer und Absprungrate der User. Die Idee dahinter: Wenn viele Leser eine Seite schnell wieder verlassen, wird wohl die Seite nicht in Ordnung sein. 

Ganze Netzwerke mit automatischen, kopierten oder billigst erworbenen Inhalten verschwanden so aus den Suchergebnissen. Ein harter Schlag für viele SEOs, von denen einige praktischerweise vom Blackhat-Saulus zum Whitehat-Paulus wurden und fortan das Loblied auf "Qualitäts-Content" sangen - immer noch singen. Wenn auch die meisten von ihnen weiterhin ihre Texte in Contentfabriken kauften, nur eben ein paar Qualitäts-Sternchen mehr bestellten. 

Das war also vor zweieinhalb Jahren. Genug Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen und sich die Frage zu stellen, was eigentlich WIRKLICH GUTER Content sein mag. Und wo es offene Fragen gibt, gibt es bald auch mehr oder weniger präzise Antworten. Genau dafür sind Konferenzen schließlich da. 

2. Das Penguin-Update

Im April 2012 schob Google das so genannte "Penguin"-Update nach. Damit richtete sich die Suchmaschine in Person von Googles Anchor-Man Matt Cutts direkt an die Spamer unter den SEOs. Kern des Updates waren nicht die Inhalte der Seiten, sondern die Backlinks, die darauf zeigen. Genau das schreckte die Branche weit mehr als der Panda auf. Denn viele meiner SEO-Kollegen verwechselten (und verwechseln) immer noch SEO mit Linkbuilding: "Hau nur genug Links auf eine Seite, dann wird sie ranken." 

Doch diese Zeit ist nun endgültig vorbei. Mit Googles Penguin Update bewertet die Suchmaschine miese Links von düsteren Webverzeichnissen und immergleiche Linktexte viel stärker als Negativ-Faktor wie je zuvor. 

Und das mit Erfolg, jedenfalls für einige clevere SEOs, die fortan ihr Geld mit dem Prüfen von Links und dem Link-Abbau verdienten. Mit, äh, wechselndem Erfolg… Aber auch mit Erfolg für das Thema "Content". Wie das? Na klar: Wenn das automatisierte Beschaffen von Links nichts mehr hilft, wird wohl ein oft gesagtes SEO-Mantra helfen, an das aber bis zum Penguin-Update keiner glaubte: "Produziere guten Content und die Links kommen (fast) von alleine!" 

"Mach tollen Content - und alles wird gut." Echt?

So wurde der Begriff "Content-Marketing" zum Kansas City Shuffle fürs Linkbuilding. Bruce Willis erklärt einen Kansas City Shuffle im großartigen Film "Lucky Number Slevin" als Ablenkungsmanöver, in dem "alle Welt nach rechts guckt, während du links rum gehst." Die SEO-Idee dahinter: Erkläre auf deiner Seite die Welt, sei nützlich - und rede darüber. Dann gibt es auch die Links, die du eigentlich willst. Konkret: Wenn ein Navigationsgeräte-Anbieter in der Masse seiner Staudaten Muster erkennen ("in Stuttgart Dienstags besonders viel Stau, in München vor allem am Donnerstagnachmittag"), diese veröffentlicht und geschickt platziert, sorgt das nicht nur für Aufmerksamkeit sondern auch für die dringend benötigten Backlinks von richtigen Magazinen und erst zu nehmenden Blogs. Die ganze Domain wird davon profitieren. 

Eine Strategie mit viel Aufwand, die in der Praxis jedoch funktioniert - wenn man das Seeding des Qualitäts-Contents auf allen Kanälen nicht vergisst. Allerdings kostet das alles eine Menge Geld und dauert seine Zeit. Das ist schlecht für SEOs, die ja auch immer Arbeits-Optimierer sind und deren Kunden meist immer noch an schnellen und billigen Traffic aus den Suchergebnissen glauben. Deshalb haben Tipps, wie man schnell und billig solchen "tollen Content" produziert, Hochkonjunktur. Da kam Marketing-Spezialist Karl Kratz mit der Content-Formel "WDF*IDF" gerade recht - wurde allerdings irgendwie falsch verstanden. Aber das ist Stoff für eine weitere Geschichte aus SEOhausen. 

Abwarten!

Werden der Panda und der Penguin dank des neuen Qualitäts-Bewusstsein von SEOs nun das Internet besser machen? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht, wenn viele neue Content-Strategien an knappen Budgets oder der Ungeduld der Auftraggeber scheitern und folglich frustrierte SEOs auf den Parties nach den Konferenzen über Misserfolge berichten. Dann werden im nächsten Jahr die prominenten Speaker-Slots wieder nur mit Technik, Linkbuilding und Blackhat besetzt. 

Wir werden das gemeinsam beobachten ;-)

LEAD-Blogger Eric Kubitz  ist gelernter Journalist, Autor, Suchmaschinenoptimierer und Mitgründer der Münchner Agentur Contentmanufaktur GmbH Sein Wissen gibt er gerne in Vorträgen (Akademie der Bayerischen Presse, Burda Journalistenschule u.a.), Schulungen und auf SEO-Konferenzen wie SMX und SEOkomm weiter. Außerdem und ist er Dozent an der DHB Ravensburg und an der Hochschule Augsburg.

Früher war er mal studierter Fast-Wirtschaftswissenschaftler und in der Geschäftsführung der CHIP Xonio Online GmbH. Mehr von ihm findet man auf www.seo-book.de und natürlich auf www.contentmanufaktur.net

von Eric Kubitz - Kommentare Kommentar schreiben

Was die Gen Y noch lernen muss

von Nico Rose

Die Ansprüche junger, gut ausgebildeter Nachwuchskräfte an ihr Arbeitsumfeld sind hoch, vielleicht zu hoch  - wie kürzlich heiß diskutiert bei W&V online. Es gibt eine Menge Bücher und Artikel, die der Frage nachgehen, wie sich Unternehmen und deren Führungskräfte werden ändern müssen, um den Bedürfnissen und Wertvorstellungen der Generation Y gerecht zu werden. Die intensive Beschäftigung mit dieser Thematik ist legitim, wird doch die Generation der 1980 bis 1995 Geborenen in etwa zehn Jahren 70 bis 75 Prozent der Belegschaften in den deutschen Firmen stellen – und damit auch deren Kultur prägen.

Es wäre allerdings grundfalsch, diesen Lernprozess als Einbahnstraße zu begreifen. Das (Arbeits-)Leben ist bekanntlich kein Ponyhof und wird es auch in Zukunft nur bedingt sein. Den Millennials steht noch mindestens ein Jahrzehnt ins Haus, in dessen Verlauf Babyboomer und Mitglieder der Generation X das Sagen haben – und dementsprechend „die Regeln“ machen.

In diesem Sinne benenne ich im folgenden sieben Kompetenzen, deren Ausbildung sich die Generation Y in der Zwischenzeit widmen sollte.* Sie stellen ein nützliches Gegengewicht zu den progressiven Vorstellungen der Digital Natives dar und werden ihnen helfen, jene Akzeptanz in der Wirtschaft zu erlangen, die sie begehren – und auch verdient haben.

1.  Auf den Punkt kommen

Die Generation Y ist in eine Welt ubiquitärer und erschwinglicher Kommunikationsmöglichkeiten hineingeboren worden. Wer mit der Flatrate aufwächst, verspürt keinen Drang, sich kurz zu fassen.  Im Business wird jedoch zumeist nicht um der Kommunikation selbst willen kommuniziert. Es geht um das (gemeinsame) Erreichen von Zielen. Der Engpass liegt nicht in der Möglichkeit zur Kommunikation, sondern  im begrenzten Zeitkontingent der Beteiligten. Hier könnte die Generation Y  noch hinzulernen und mehr Respekt vor der Zeit anderer Menschen entwickeln.

2.  Umgang mit Kritik

Facebook kennt nur den „Daumen hoch“. Zufall?. In Amerika werden Generation Y-ler auch als Trophy Kids bezeichnet, weil sie (angeblich) immer einen Pokal abgestaubt haben, auch wenn die Leistung nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat. Forscher sind sich einig, dass die Generation Y mit weicherer Hand erzogen wurde, als alle früheren Kohorten. Kritik gab´s nur in homöopathischen Dosen und mit Zucker überhüllt. Wenn sie mit diesem Erfahrungshintergrund in Firmen mit ausgeprägter Performance Measurement-Kultur anheuern, kann dies eine große Herausforderung darstellen. Der Umgang mit kritischem Feedback muss dann nochmal neu erlernt werden.

3. Das Machtspiel spielen

Die Generation Y wünscht sich (Führungs-)Kommunikation auf Augenhöhe und Partizipation. Unternehmen werden aber auch in Zukunft Orte sein, in denen das Machtspiel gespielt wird. Friede, Freude, Eierkuchen sind, obwohl wünschenswert, nicht dauerhaft verfügbar. Widerstrebende Interessen sind unvermeidlich, wenn viele Menschen an einem Ort zusammenkommen. Es erscheint daher angemessen, sich auch mit den Spielregeln der Macht vertraut zu machen. Darüber hinaus: nicht alles kann – und nicht alles sollte demokratisch entschieden werden. Die Produkte von Apple sind nicht deswegen so beliebt, weil Steve Jobs immer jeden um seine Meinung gebeten hat.

4. Erfahrung respektieren

Die Aneignung von Fachwissen wird  immer unwichtiger werden – zu schnell veraltet es in der heutigen Zeit. Wissen, wo Wissen zu finden und wie dieses zu bewerten ist, wird stattdessen eine wichtige Kernkompetenz – eine, die der technikaffinen Generation Y in besonderem Maße zugesprochen wird. Was jedoch nicht im Smartphone zu finden ist, ist Zeit und die Erfahrung, die sie mit sich bringt. Gemäß der 10.000-Stunden-Regel benötigt es einige Jahre intensiver Arbeit, bis man in einem gegebenen Feld zum Experten werden kann. Diesen Weg sind viele der älteren Führungskräfte gegangen. Hier könnte sich die Generation Y noch ein Scheibchen abschneiden.

5. Sich zufrieden geben

Der Generation Y wird nachgesagt, extrem anspruchsvoll und fordernd aufzutreten. Man mag sich nicht mit Anfängeraufgaben abspeisen lassen, Beförderungen sollen am besten im Jahresrhythmus (oder schneller) erfolgen. Langfristiges Commitment und auch Loyalität können jedoch – unabhängig von der Leistung an sich – ein Garant für Erfolg sein. Altgediente Führungskräfte wissen dies, die Generation Y könnte hier noch nachlegen.

6. Berufliches und Privates trennen

Es ist heute normal, dass Kollegen untereinander und häufig auch Vorgesetzte und Mitarbeiter „Freunde“ sind, sei es auf Social Media-Plattformen oder im richtigen Leben. Dies mag vordergründig angemessen und angenehm sein, birgt langfristig aber auch Probleme. Es trägt zur Entgrenzung der Arbeitswelt bei und zeigt sich dort kontraproduktiv,  wo es – im Business unvermeidlich – um Themen geht, bei denen die Freundschaft aufhört. Auch die gewollte(!) Vermischung von Arbeit und Freizeit (Work-Life-Blending) wird langfristig auf den Prüfstand gestellt werden. Solange man jung, gesund und ungebunden ist, stellt dies für die meisten Menschen kein Problem dar. Ob die Millennials diesen Wunsch in 20 Jahren immer noch hegen, wird zu beobachten sein.

7. Realistische Erwartungen an Arbeit(-geber) stellen

Traut man den vielen Studien zur Generation Y, so stellt diese Kohorte extrem hohe Erwartungen an ihre Arbeitgeber und an Arbeit an sich. Arbeit soll Spaß machen, hochgradig sinnvoll sein und natürlich sehr gut bezahlt – von Anfang an. Beruf als Berufung, so lautet das hehre Ziel. Es bleibt abzuwarten, ob Arbeit(-geber) diesen Anspruch auf Dauer erfüllen können, oder ob dieses Gesamtpaket nicht etwas zu viel verlangt ist.
Ein guter Kollege bemerkte neulich in einem Workshop zur Generation Y lakonisch: „Auch bei denen  wird einer den Müll wegbringen müssen…“

*Meine Empfehlungen leiten sich ab einerseits aus dem Studium der verfügbaren Literatur zur Generation Y – andererseits aber vor allem auch aus meiner persönlichen Erfahrung als Manager.

Nico Rose ist einer der "Digital Leader", einer festen Gruppe von Bloggern, die ab sofort ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreiten. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.

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Wie aus einem toten Wal gute Social Media-Kommunikation wird

von Patrick Breitenbach

Stellen Sie sich als Unternehmen bitte Folgendes vor: Sie sind auf der Suche nach einem Dienstleister zur Produktion von Webvideo Content. Sie suchen also nicht nur einfach einen Dienstleister, der einigermaßen ruhig eine Kamera in der Hand halten kann, sondern vor allem jemanden, der Ahnung davon hat, wie man Ihre Produkte oder Ihre Marke durch zirkulierende Geschichten in Szene setzt. Und nun stellen sie sich vor, Sie erleben das hier:

1. Eine amerikanische Hipsterin tanzt in ihrer Firma in Taiwan ihre Kündigung, weil sie sich von ihrem Chef ausgesaugt fühlt.

2. Das Video verbreitet sich im zweistelligen Millionenbereich, inkl. entsprechender Medienresonanz.

3. Einige Tage später tanzt der Chef des selbigen Unternehmens mit seinen verbliebenen Mitarbeitern eine Videoantwort vor und verkündet, es sei eine Stelle neu zu besetzen. Auch dieses Video macht wieder die Runde:

Wenn man mich fragt, besseres B-to-B-Marketing kann diesem Unternehmen nicht passieren. Warum? Nun, weil es hier eigentlich nur Gewinner gibt.

• Das tanzende Girlie wird durch ihren Youtube-Erfolg ganz sicher einen neuen Job finden. Die entsprechende Referenz hat sie mit diesem Video bereits geliefert.

• Ihr Ex-Chef wird nach seiner kreativen Replik vermutlich nicht nur zahlreiche Bewerbungen für den freigewordenen Posten erhalten und sondern bestimmt auch den ein oder anderen Neuauftrag. Selbst die scheinbare Kritik an seinem Führungsstil dürfte seine Kunden wenig interessieren. Wer will denn keinen Dienstleister, der effizient arbeitet und das Maximum aus seinen Leuten dafür herausholt. Und mit seiner souveränen Antwort positioniert er seine Ex-Mitarbeiterin zudem noch als verzogene New York City-Großstadtgöre.

• Selbst wenn im Nachhinein herauskäme, es handelt sich hierbei um einen Marketingschwindel, so wird es am Ende niemanden weh tun. Ganz im Gegenteil. Es würde nur beweisen, dass es das Unternehmen wirklich drauf hat, einen Youtube-Knaller zu produzieren.

Man mag das gut oder schlecht finden, aber unterm Strich ist diese Geschichte, ob Zufall oder nicht, bestmögliches und gleichzeitig unterhaltsames B-to-B-Marketing für eine Webvideoproduktionsfirma.

Jaha, werden Sie nun einlenken, in der Kreativindustrie darf und muss man ja fast so vorgehen. Rotzig und kreativ. Okay, dann wechseln wir einfach ganz kurz die Szene und die Branche.

Stellen Sie sich nun vor, sie stehen am Ufer eines Containerhafens und blicken auf das emsige Geschehen. Gigantische Schiffe werden mit noch gigantischeren Kränen beladen - Schiffe laufen ein und aus. Plötzlich entdecken Sie eines dieser Riesenschiffe, wie es gemächlich in den Hafen manövriert. Einer dieser großen Brummer mit so einer zigarrenförmigen Nase am Bug. Und auf dieser Nase sehen - Sie können es kaum glauben  - befindet sich quer liegend ein zwölf Meter langen Wal. Tot. "Heiligs Blechle," denken Sie sich und grabbeln bereits gedankenverloren nach Ihrem Smartphone. Knipps und ab damit auf Flickr:


Ja, das Bild ist echt und auch die Geschichte hat sich in etwa so ereignet und normalerweise wäre vor der digitalisierten Gesellschaft über dieses Vorkommnis im Hafen Diskretion und Stillschweigen bewahrt worden. Niemand gefällt es, wenn Containerschiffen riesige, tote Wale anfahren und in den Hafen bringen. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und Vertuschung ist Platin. Doch heute im Zeitalter der durch Leaks erzwungenen Transparenz steht man immer wieder vor der Frage, ob es sich auch weiterhin lohnt, die Dinge lieber zu verschweigen, zu vertuschen oder im Hinterzimmer auszukungeln, während man sich parallel nicht mehr sicher sein kann, wer denn jetzt das Smartphone mitlaufen lässt. Fragen Sie zum Beispiel mal Mitt Romney.

Maersk Line, eine der größten Containerschiffs-Reedereien der Welt, geht heute offenbar ganz bewusst einen anderen Weg. Der Konzern greift das Foto des toten Wals auf und macht daraus eine gelungene Geschichte, die sie über ihre gut und breit  aufgestellten Social Media-Präsenzen in die Welt hinaustragen - proaktiv, charmant und mit jeder Menge Fingerspitzengefühl. So zeigen sie sich betroffen und liefern umgehende Auf- und Erklärung. Sie berichten wie der Wal von einem Zoologen obduziert wurde und dieser festgestellt hat, dass er bereits tot war, bevor er vom Bug aufgeladen wurde. Maersk erklärt außerdem, wie sie es generell mit dem Meeresgetier halten und das sie bei all dem großen Container-Business schon auch so etwas wie Verantwortung und Respekt vor der maritimen Welt empfinden.

Containerschifffahrt ist offenbar für Maersk mehr als nur ein Business, es ist scheint ein faszinierendes Abenteuer zu sein. Die Geschichte wird sogar so weit erzählt, dass man eine Pinterestsammlung in Gedenken an den verstorbenen Wal angelegt. Die Geschichte bekommt natürlich Beine und Nachrichtenagenturen wie Reuters greifen die Geschichte auf und lassen sie somit auch in den klassischen Medien zirkulieren.

Doch der tote Wal ist nur eine Geschichte von vielen. Maersk ist seit über einem Jahr ein grandioser B-to-B-Storyteller im Netz und bereits jetzt schon mit einem Preis bedacht worden. Eine B-to-B-Unternehmen, das es geschafft hat sich dem Dialog zu öffnen und dabei gleichzeitig die eigene Welt glaubwürdig als etwas faszinierendes zu inszenieren. Sie strahlen damit nicht nur Sympathie, sondern auch jede Menge Erfahrung, Professionalität und Nähe zu ihrem eigenen Business aus.

Bei Maersk fällt wirklich auf, dass dieses Unternehmen es ernst meint mit seiner neuen Marken- und Kommunikationsstrategie: Konsequente Öffnung nach außen, die Positionierung als Kümmerer, als erfahrene Seebären und Abenteurer, die am Ende - trotz aller widrigen Umstände - alles irgendwie im Griff haben. Das spiegelt sich nicht nur in ihrem Image-Film wieder, sondern vor allem in den Geschichten, die sie im Web erzählen. Content Marketing, das die eigene Marke glaubhaft mit Leben füllt. Egal ob zwei Kapitäne ihre Reise in das Logbuch - äh - Weblog dokumentieren oder ob ein Kurator des dänischen Maritimmuseums die Geschichte einer der ersten Schiffe, die Laura Maersk, erzählen, Maersk hat wirklich begriffen wie Storytelling im Web funktionieren kann. Sicherlich keine kurzfristigen Millionenklicks, aber dafür beständige, interessante B-to-B-Geschichten, die sich langfristig auszuzahlen scheinen, oder wie Maersk selbst die eigenen Social Media Aktivitäten bewertet:
„To summarise, our main goal is to use social media to “get closer to our customers”. But at the same time we realise that there’s much more to gain from it, such as better press coverage, higher employee engagement, more brand awareness and even bringing in high-level insights and intelligence from shipping experts around the world.“

Und auch das Verständnis für einen Kundendialog auf Augenhöhe scheint verstanden worden zu sein. Mit dem eigenen, sehr einfachen „Open Innovation“-Ansatz fordert man die Menschen (Mitarbeiter, Fans und Kunden) aktiv und transparent dazu auf das Unternehmen permanent besser zu machen.

Also diese nachhaltige B-to-B-Content-Strategie nenne ich alles andere als "boring" und womöglich ist sie dazu auch noch ziemlich erfolgreich.

 

Patrick Breitenbach ist einer der "Digital LEADer", einer festen Gruppe von Bloggern, die ab sofort ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreiten. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital LEADer" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite

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Facebook: Brauchen wir wirklich so viel Interaktion?

von David Philippe

Katzenbilder, Babies und Hundewelpen. Das sind die Bilder, die bei Facebook fast ein Garant für Likes und Shares sind. Hin und wieder ein kleines Rätsel für die Kommentare und schon haben Facebook Seiten schön viel Interaktion. Alles super, die Zahlen stimmen, die Statistik stimmt und alle sind zufrieden. Wirklich alle?

Ich fühle mich manchmal wie das gallische Dorf aus Asterix und Obelix, wenn ich sage, dass ich mich weigere, solche Bildchen zu posten. Der Grund ist relativ einfach: Die Facebook-Seiten, die ich betreue oder die Unternehmen, für die ich beratend tätig bin, haben einfach keinerlei Bezug zu den gängigen „Like-Bildern“ (wie ich sie nenne). Warum sollten sie also solche Bilder posten? Damit die Fans etwas liken können? Damit die Zahlen stimmen?

Es ist die persönliche Eitelkeit, die Interaktion fordert. Diese Jagd nach Zahlen, die Sucht nach Interaktion, hat sich schon sehr lange im Social Web verbreitet. Nicht nur bei Unternehmen, auch bei Privatpersonen. Wir alle wollen doch, dass viele Leute unsere Updates liken, über uns sprechen, mit uns interagieren. Und daher möchten wir das auch für die Unternehmens Facebook-Seiten und Twitter-Accounts so sehen. Und hier ist der Punkt, an dem unsere eigene, persönliche Eitelkeit beginnt, unsere Sicht auf die Arbeit zu verzerren.

Warum? Nehmen wir an, ich habe mit meiner privat-empirischen Behauptung, der Mehrzahl der Social Media Nutzern ginge es um Aufmerksamkeit und Interaktion, recht. Dann ist das grundsätzlich nicht schlimm und nicht negativ gemeint. Und für Privatpersonen ist es meiner Meinung nach auch vollkommen okay, wenn man mit lustigen Bildchen Likes sammelt – sofern man als „der mit den ganzen Katzenbildern“ bekannt werden will. Aber welches Unternehmen, ausser vielleicht Katzenfutter/Spielzeug – Hersteller, wollen denn so bei den Fans im Gedächtnis bleiben?

Was ist wirklich wichtig für Unternehmen?

Ja, es gibt einige Unternehmen, die von großer Interaktion profitieren. Allerdings habe ich im Laufe der Zeit viel mehr Unternehmen sehen können, bei denen es eher nebensächlich war, ob die Beiträge viel Interaktion provozierten oder nicht. Viel mehr geht es darum, dass die User auf den Link klicken. Dass sie auf den Webshop, den Blogpost oder sonst wohin weitergeleitet werden. Denn letztlich dürfen wir nicht vergessen, dass es bei Social Media und den Aktivitäten von Unternehmen dort meistens um mehr geht, als reiner Image-Aufbau.

Nehmen wir ein Unternehmen, dass auf Facebook und Twitter direkt mit Endkonsumenten kommuniziert. Das Unternehmen besitzt einen Webshop und verkauft dort Consumer Electronics Artikel. Mit Hilfe von Facebook Werbung und einem bereits bestehenden guten Ruf, konnte sich das Unternehmen eine respektable Zahl an Fans auf Facebook und Follower bei Twitter aufbauen.

Ein Blick auf Facebook jedoch zeigt, dass das Unternehmen 1) auf kaum eine Anfrage von Fans reagiert und 2) nur wenig Interaktion unter den eigenen Beiträgen aufweisen kann. Vereinzelte Likes von richtigen Fans und vielleicht einigen Mitarbeitern des Unternehmens. Mal einen Kommentar hier oder da. Hin und wieder gibt es Ausnahmen, bei einem lustigen Bild zu einem passenden Ereignis. Aber das war es.

Ist diese Facebook Seite nun erfolgreich? Kaum Interaktion, zumindest im Vergleich zur Fanzahl. Das kann ja nichts bringen. Die Facebook-Fans interagieren ja gar nicht mit der Facebook Seite, das ist ja schrecklich! Oder? Auf Twitter zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Reiner Push an Links mit Hashtags, kaum @-Replies zu sehen.

Schaut man sich aber einmal an, was für Beiträge gepostet werden: Nämlich stets Links auf den eigenen Webshop. Und hätte man nun Einblick in die Statistiken, die zeigen, wie viele Personen auf diese – speziell für Facebook erstellten – Links geklickt haben. Dann würde man vielleicht erkennen, dass es viel interessanter ist, wie viele Personen auf den Link klicken, als nur zu liken, kommentieren oder zu teilen.

Und bei einigen Unternehmen, bei denen ich Einblick in diese Statistiken erhielt, kam ein sehr überraschendes Ergebnis heraus: Trotz sehr geringer Interaktion auf Facebook, klickten die User sehr gut auf die Links. Und nicht nur das, auch die Konversion zum Kauf von Produkten sah gut aus.

Fazit

Was ich damit eigentlich sagen möchte ist folgendes: Nur weil wir alle gerne Likes und Kommentare sehen, die uns in dem, was wir tun bestätigen, heißt es nicht, dass dies für Facebook Seiten und andere Accounts im Social Web für Unternehmen auch zutrifft. Das Problem mit den vielen Statistiken und Zahlen, die uns das Social Web anbietet, ist doch, dass wir häufig aus dem Blick verlieren, welche Zahlen für die Ziele, die wir verfolgen, wirklich relevant sind. Und diese Zahlen drücken sich häufig eben nicht in Likes, Kommentaren und Shares aus.

David Philippe ist einer der "Digital Leader", einer festen Gruppe von Bloggern, die ab sofort ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreiten. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.

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Taugt LinkedIn als mobiler Karriere-Beschleuniger?

von Johannes Lenz

Linkedin (http://linkedin.com) im Oktober 2013 ist nicht nur das weltweit größte Online Business Network mit aktuell 238 Millionen Nutzern, wovon 65 Prozent außerhalb der USA leben, sondern auch auf dem Weg, sich als mobiler Karrierebegleiter zu etablieren. Damit war es nahezu zwangsläufig, das Linkedin im August die mobile Bewerbung eingeführt hat. Dazu zwei Fakten: Das Netzwerk wird von 33 Prozent seiner Mitglieder mobil angesteuert.  Und über 30 Prozent der Mitglieder des Netzwerks suchen Jobs mobil. Mit Hilfe der jüngsten iOS- oder Android-Apps des Netzwerkes können Nutzer sich auf ausgeschriebene oder empfohlene Stellen in wenigen Schritten bewerben.

Allerdings steht und fällt die mobile Bewerbung derzeit noch mit den Unternehmen: Sie müssen das Linkedin eigene Recruiter-Tool verwenden, damit sich Kandidaten tatsächlich in wenigen Schritten mobil bewerben können. Ist das nicht der Fall, muss die „gute alte Unternehmenswebseite“ herhalten und in den meisten Fällen ist diese für einen mobilen Bewerbungsprozess nicht ausgelegt.

Wer fest entschlossen ist, sich via Linkedin einen neuen Job zu suchen, findet eine ausführliche Anleitung auf der Hilfe-Seite

Jeder kann es in drei Schritten schaffen

Im Prinzip besteht der oben abgebildete mobile Bewerbungsprozess aus drei Schritten:

1. Job auswählen, auf den man sich bewerben möchte.

Hierhin gelangt man, wenn man, nachdem man über das Anklicken des Linkedin-Logos zum Hauptmenü gekommen ist, auf die Rubrik Jobs klickt. Im vorliegenden Fall – ich nutze Linkedin in englischer Sprache – könnte ich gezielt nach Unternehmen und Jobs suchen oder aber die von Linkedin empfohlenen Jobs durchforsten. Genau das habe ich in meinem kleinen Test gemacht. Meine Wahl fiel auf die erste Vakanz, den Product Manager.

 

2. Sicherstellen, dass das eigene Profil aktuell ist

Nachdem ich in meinem Test nun die obige Anzeige ausgewählt habe, kann ich mich über den Bewerben/Apply Button mobil bewerben. Nach dem Anklicken dieses Buttons wird mein Linkedin-Profil auf die vorhandenen Daten geprüft und gegebenenfalls muss ich mobil Einträge ergänzen, etwa die Telefonnummer oder die Emailadresse.

3. Überprüfen der Informationen und Abschicken der Bewerbung

 

 Schritt zwei und drei gehen ineinander über. Letztlich geht es jetzt darum, die Bewerbung abzuschicken (Submit, rechts oben) und sich vorher zu vergewissern, dass das Profil vollständig ist und die Kontaktdaten korrekt sind. Fertig ist die mobile Bewerbung über Linkedin. Und wenn ich mehr über das Unternehmen erfahren will, folge ich einfach seinem Unternehmensprofil, indem ich rechts unten den grünen Button drücke.

Fazit

Die Art und Weise der mobilen Bewerbung, die Linkedin anbietet, ist denkbar einfach. Sie hängt aber wie so oft von zwei Faktoren ab: dem Bewerber und dem Unternehmen. Hat der Bewerber sein Profil längere Zeit nicht aktualisiert, wird sich das spätestens jetzt rächen. Denn dann wird mehr als nur Emailadresse und Telefonnummer nachzutragen sein.

Wenn auf der anderen Seite das entsprechende Unternehmen keine mobile Bewerbung via Linkedin zulässt, sprich das Recruiter-Tool nicht verwendet, wird der potenzielle Bewerber auf eine harte Probe gestellt. Dann heißt es entweder eine Bewerbung informell an einen Kontakt senden oder aber sich über die unternehmenseigene Karriere-Webseite zu melden, die zumeist nicht mobil nutzbar ist, weil sie dafür schlicht nicht optimiert ist.

Der Vorteil für Linkedin im Kampf der Karriere-Webseiten liegt auf der Hand: Im Gegensatz zu (Online) Jobbörsen oder aber auch Xing bietet es mehr als nur Jobs. Man erhält dort alles, was für die aktuelle Berufssituation relevant ist. Redaktionell erstellte Karriere-Tipps (in Magazinform), Erfahrungsberichte von erfahrenen Entrepreneurs, aktiven CEOs oder Celebrities (Influencer-Progamm), beliebte News aus der eigenen Branche/Interessensbereich im eigenen Kontaktnetzwerk (Linkedin Today) plus die Möglichkeit, dies alles mit dem eigenen Netzwerk zu teilen oder auf andere Social Media Kanäle einzuspielen. Schließlich kann kann man sich und seine Fertigkeiten umfassend darstellen, sei es in Präsentationen via Slideshare oder über diverse zu integrierende Medienformate. Ebenfalls möglich ist das Abspeichern von Unterlagen oder deren kollaborative Bearbeitung via Box.net.

Weshalb ich der Auffassung bin, dass die mobile Bewerbung von Linkedin viel Potenzial besitzt? Ganz einfach, weil die mobile Internetnutzung und auch die von Linkedin rasant steigt. Zudem gewinnt das Netzwerk kontinuierlich in der DACH-Region an Nutzern, wie dessen Geschäftsführer Till Kaestner unlängst in einem Interview im AKOM360 Blog feststellte

Information:

-   die verwendeten Screenshots wurden selbst erstellt.

-   Der Autor war Linkedinsider und beobachtet und kommentiert die Entwicklung des Netzwerkes seit einigen Jahren

-   AKOM360 und Linkedin tauschen sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen aus

 Johannes Lenz ist einer der "Digital Leader", einer festen Gruppe von Bloggern, die ab sofort ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreiten. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.

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