Ist Abraham Lincoln der Urvater von Facebook?
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PR-Gag | | von Annette Mattgey

Ist Abraham Lincoln der Urvater von Facebook?

Im Lincoln Museum soll nun ein Patentantrag von 1845 aufgetaucht sein, in dem Abraham Lincoln, später Präsident der Vereinigten Staaten, eine Zeitung zum Patent anmeldet. Sie enthält persönliche Informationen ĂĽber Lincoln und ähnelt im Aufbau einer Facebook-Profilseite. Der Blogger Nate St. Pierre hat die verrĂĽckte Geschichte ausgegraben. Die Zeitung, die St. Pierre abbildet, nennt sich "Springfield Gazette". In dem Blättchen steht, welche Zitate und Gedichte Lincoln gefallen, was er gerade mit seiner Familie tut und dass er den Zirkus Barnum besucht hat. Ă„hnliches solle in jeder Gemeinde entstehen und jeder Mann solle die Möglichkeit haben, "auf einer Seite seine Familie, seine Arbeit und seine Bestrebungen vorzustellen". Das klingt wirklich ähnlich wie Mark Zuckerbergs Ideen. 

Die Kommentatoren schauen jedoch genauer hin: Einer merkt an, dass das Lincoln-Bild nicht aus dem Jahr 1845 stammt, sondern später entstanden ist, ein anderer, dass es "The Springfield Gazette" in einem anderem Springfield (nicht in dem in Illinois, wo das Lincoln Museum steht) gab und dass es sich um eine Photoshop-Manipulation handelt. Auch der Zirkus-Besuch kann so nicht stattgefunden haben, weil P.T. Barnum erst ab 1871 als Zirkusdirektor fungierte. Manche vermuten hinter der Geschichte schlicht und einfach PR (bzw.SEO): und zwar fĂĽr den eben angelaufenen Film "Abraham Lincoln Vampirjäger" . Die Hinweise auf einen Hoax hat St. Pierre durchaus schon in seinen Text geschmuggelt. So geht er explizit auf Barnums Ruf ein, gerne Schabernack zu treiben und die Leute zu foppen. Richtig ist allerdings, dass Lincoln ein Patent angemeldet hat - allerdings fĂĽr ein Gerät, um festgefahrene Schiffe aus Untiefen zu befreien.

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