Generation Facebook: Urlaub als Marketing-Kanal
© Foto:Pressefoto

Tourismus 2.0 | | von Annette Mattgey

Generation Facebook: Urlaub als Marketing-Kanal

SoLoMo ist das neue Zauberwort, gerade für den Reisemarkt. Social, Local, Mobile - das sind die Ansprüche der Jugend an zeitgemäßes Reisen und an die Reiseplanung. Marco Scherer, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Markenreise, hat daher eine neues Produkt geschaffen: die "Sponsoring Reise – Generation App". Im Gespräch mit LEAD digital erläutert Scherer, welche Zielgruppe er damit erreichen will und wie sich Markenartikler an dem Projekt beteiligen können. 

Was verbirgt sich hinter Ihrem Konzept "Sponsoring Reise - Generation App"? 

Dahinter steckt die Idee, ein Reiseformat zu entwickeln, das sich an eine enge Personengruppe richtet wie etwa Jüngere oder Best-Ager. Markenartiklern bietet sich hier die Möglichkeit, eine sehr spezifische Zielgruppe zu erreichen. Für sie haben wir verschiedene Werbe- und Sponsoring-Plätze zu vergeben. Dabei geht es nicht darum, vor Ort mit Plakatwerbung präsent zu sein, sondern Produkte oder Botschaften so zu integrieren, dass es einen Mehrwert für den Gast hat. Die erste Reise, die wir für 2013 planen, richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren. Das Thema Party wird eine große Rolle spielen, aber auch die Bereiche Mode, Beauty, Getränke, Sport u.ä.

Welche Aufgaben übernimmt Markenreise?

Markenreise ist Agentur und zertifizierter Reiseveranstalter in einem. Wir verstehen Urlaub und Reise als Marketing-Kanal - nicht nur für die Generation Facebook.Passend zur Zielgruppe wählen wir das Hotel aus, gestalten das Rahmenprogramm, organisieren Veranstaltungen - bis hin zur Deko.

Wo kann ich die Reise buchen? Auch bei den Sponsoringpartnern?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einmal bei uns, aber auch in Reisebüros. Gerade für die jüngere Zielgruppe setzen wir auf Online-Portale wie Opodo und Expedia. Außerdem werben die beteiligten Marken auf ihren Websiten, in besonderem Maße natürlich der Titelsponsor.

Gibt es dafür Vorbilder?

Ein ähnliches Format haben wir bereits vor einigen Jahren für Unilever durchgeführt, und zwar den Langnese Summer Club. Er war 17 Wochen lang an der spanischen Costa de la Luz geöffnet. Jugendliche konnten ihren Aufenthalt dort buchen wie jede andere Reise auch. Das heißt unser Produkt steht in Konkurrenz zu anderen Reiseangeboten.

Welche Vorteile haben die Teilnehmer ihrer Sponsoring-Reise?

Den Leuten, die ein besonderes Preis-Leistungs-Verhältnis wünschen, wollen wir ein besonderes Angebot machen. Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass ein Kosmetik-Hersteller vor Ort Schminkkurse anbietet und die sind dann umsonst. Oder ein Sportartikler hält kostenlose Schnupperkurseab. Unsere Reise liegt leicht unter den üblichen Marktpreisen, aber der Gast erhält mehr an Leistung.

Wie sehen die Möglichkeiten für die Unternehmen aus?

Ganz konkret? Die Preise für ein Sampling liegen etwa bei 0,15 Euro/Stück. Urlaub ist eine alltagsnahe Situation. Die Reisenden haben ähnliche Bedürfnisse wie sonst auch. D.h. Marken können wie im Alltag eingebaut werden. Das können Lebensmittel sein, die man etwa bei einem Kochkurs kennenlernen kann. Attraktiv ist das Konzept auch für Marken aus den Bereichen Wellness, Mobilität (z.B. Mietwagen/Mieträder), Aktivität und Mode (z.B. Farbberatung). Der Titel-Sponsor darf den Namen der Reise bestimmen und hat wesentlichen Einfluss auf die Ausgestaltung vor Ort (etwa durch Ambient Branding: z.B. Bacardi an der Bar). Er darf die Reise auf seiner Website, bei Facebook und in anderen Kommunikationskanälen verbreiten.

Wie weit sind Sie schon?

Das Konzept steht im großen und ganzen. Erste Sponsorengespräche mit Sportartiklern, Automarken und Healthcare/Beauty-Anbietern laufen.

Generation Facebook: Urlaub als Marketing-Kanal

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(2) Leserkommentare

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht