Ford-Manager Schuh: "Social TV ist definitiv aufstrebend"
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Second Screen | | von Annette Mattgey

Ford-Manager Schuh: "Social TV ist definitiv aufstrebend"

Die Mediennutzung auf dem Second Screen nimmt zu. Das beweisen nicht zuletzt die mittlerweile 2,5 Millionen Facebook-Fans von "Berlin - Tag & Nacht". Was erwarten Werbungtreibende vom zusätzlichen Werbekanal? LEAD digital-Autorin Yvonne Göpfert sprach dazu mit Claus Schuh, Social Media Coordinator bei Ford.

Arbeiten Sie an Werbekonzepten für den Second Screen? 

Bislang wurde das Thema Second Screen in unseren Kampagnen nicht integriert, da die parallele Nutzung der Devices Notebook, Smartphone, Tablet zum TV-Gerät natürlich voraussetzt, dass man als Werbekunde eine größere Integration in einem TV-Format realisiert.

Welche Strategien funktionieren auf dem Second Screen?

Der Bereich Social TV ist definitiv aufstrebend, das sieht der Zuschauer wahrscheinlich schon in seinem privaten Facebook-Account, wenn die Freunde zum „Bachelor“ oder zum „Dschungelcamp“ posten. Diese typischen Reality-Shows ziehen auch in den sozialen Kanälen eine große Aufmerksamkeit auf sich. Als Automobilhersteller müsste natürlich zunächst ein geeignetes TV-Umfeld identifiziert werden, in dem eine Integration überhaupt nur imagefördernd und zielgruppenadäquat umgesetzt werden kann.

Wo liegen die Schwierigkeiten?

TV-Formate mit einem hohen Social-Faktor sind meist polarisierend und produzieren somit auch negative Stimmen. Diese negativen Abstrahlungseffekte sollten sich nicht auf den Werbekunden übertragen.

Was sind To do's für Werbungtreibende?

TV-Sender bieten mittlerweile zahlreiche Plattformen auf allen Devices, damit die Zuschauer sich über die gerade laufenden Sendungen sozial austauschen können. Ein To do ist daher die Verfolgung der Entwicklung und Nutzung von Social TV-Applikationen für mobile Endgeräte und die gemeinsame Beobachtung geeigneter Umfelder mit den Mediaagenturen.

Wohin geht der Trend beim Social TV?

Eine aktuelle Umfrage von TNS Convergence Monitor 2012 ergibt, dass 33 Prozent (n=1.189) der 14- bis 49-Jährigen mobile Endgeräte wie Notebook, Smartphone oder Tablets parallel zum Fernsehen nutzen. Dieser Trend wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weitergehen, so dass auch die Werbung am Second Screen als eine neue Art der Werbung an Bedeutung zunehmen wird.

Heißt das, die heilige Werbewirkung des Fernsehens gerät ins Wanken? 

Sicherlich rücken mobile Endgeräte und dessen Möglichkeiten immer weiter in den Fokus der werbetreibenden Unternehmen, klassische Medien wie das Fernsehen haben allerdings immer noch die höchste Reichweite und verschwinden unserer Meinung nach zunächst nicht von der Bildfläche.

Die Titelgeschichte von Yvonne Göpfert zum Thema Social TV lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von LEAD digital. Weitere Themen: M-Commerce, E-Mail-Marketing und Digital Intelligence. Hier geht es zum LEAD digital-Schnupper-Abo.

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