Brian Boland | | von Annette Mattgey

Facebook stellt sich der Reichweiten-Diskussion

Warum es bei Facebook (und anderen sozialen Netzwerken) zu gesunkenen Reichweiten gekommen ist, beantwortet Facebook jetzt selbst in einem Blog-Beitrag. Brian Boland vom Ads Product Marketing-Team bei Facebook hat sich der wichtigsten FAQs angenommen. Die Debatte, weshalb Inhaber von Fanpages sich auf einmal mit veränderten Reichweiten konfrontiert sehen und was dagegen zu tun ist, schwelt schon seit einiger Zeit. Dabei fallen die Reaktionen ganz unterschiedlich aus. LEAD digital-Blogger David Philippe empfiehlt etwa, sich auf andere, eigene Plattformen zu konzentrieren ("Emanzipiert Euch von Facebook!"). Eine andere Methode besteht darin, den Facebook-Algorithmus möglichst genau zu verstehen und sich treu an die Ratschläge, zum Beispiel von Facebook-Manager Will Cathcart, zu halten.

"Meine Kollegen und ich bei Facebook wissen, dass dies vielen Unternehmen Kopfzerbrechen bereitet hat. Wir wollen dabei helfen zu verstehen, was zu dieser Veränderung geführt hat", leitet Boland seinen Blog-Post ein. Schritt für Schritt widmet er sich den wichtigsten Fragen der Nutzer

#Was hat zur Veränderung der Reichweite geführt?

Hier nennt Boland zwei Gründe: es gibt mehr Inhalte, die dementsprechend mehr verteilt werden. So bleibt für jeden einzelnen Post weniger Beachtung. Und Facebook sortiert nach Relevanz. Das muss auch sein, erklärt Boland, sonst würden die Timelines überschwemmt und die aus Nutzersicht interessanten Posts gingen unter.

#Sinkt die organische Reichweite, weil Facebook mehr Geld verdienen will?

Das ist eine häufig geäußerte Vermutung, zumal man schon die Marketer im Hinterkopf hat, die ihre Posts mit Geld auf Reichweite pushen wollen. Ganz klar will Facebook Geld verdienen, vor allem mit Werbung. Doch damit hat der Eingriff in den Algorithmus nichts zu tun: "Facebook-Seiten von Unternehmen bewusst die Reichweite zu kappen, ist daher weder in unserem Interesse, noch in dem der Menschen auf Facebook."

#Worin besteht der Mehrwert, dass mehr Menschen meine Seite mit „Gefällt mir“ markieren?

Fans haben nach wie vor ihren Wert, bekräftigt Boland. Der soziale Kontext ist für Werbeanzeigen wichtig und erhöht die Wahrnehmung der Marke. Außerdem lässt sich aus den Statistiken einiges ableiten für die richtige Werbestrategie. 

#Können Unternehmen auf Facebook mit geringerer organischer Reichweite erfolgreich sein?

Ja eindeutig. Dazu hat Boland auch gleich die richtigen Beispiele parat, sowohl kleine Unternehmen wie die Karaoke-Bar Karaoke Heroes als auch große Marken wie Cadbury.

Ausführlicher nachlesen lassen sich Bolands Erläuterungen im Facebook-Blog. Dort geht er auch auf weitere Fragen ein.

Facebook stellt sich der Reichweiten-Diskussion

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