Facebook macht mehr Werbung, Twitter weniger. Youtube streitet
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Facebook macht mehr Werbung, Twitter weniger. Youtube streitet

Das Netz gehört den Nutzern. Das hat gerade wieder der Streit zwischen Gema und Youtube gezeigt. Youtube muss kein Geld an die Gema abführen, wenn User Musik-Videos hochladen. Den Schaden hat die Musikbranche, denn so verdient sie ja kein Geld. Andererseits wird ein Künstler so schneller bekannt und die Konzerthäuser schneller voll. Bekannte Künstler wiederum, wenn sie erst mal im Ohr angekommen sind, haben bessere Chancen, auch das Herz ihrer Fans zu erobern – durch einen Live-Auftritt. Und wenn sich da nichts verdienen lässt … Vom Event-Drumherum ganz zu schweigen. Und ist es nicht genau das, was wir alle predigen: Erleben bis zum Abwinken? Da ist ein Youtube-Video doch nur ein Türöffner.

A propos Türen öffnen: Gerade wurden die "Goldenen Blogger 2015" verliehen. Das Publikum, dem das Netz gehört, durfte mit abstimmen. Und wer hätte das gedacht: eine Schwäbin hat's gemacht. Mit ihren Video-Blogs aus dem Prenzlberg auf Schwäbisch ist Bärbel Stolz ein Original, wie es die Leute lieben. Auch ein Original, Sascha Pallenberg, ist zum "Blogger des Jahres" ausgerufen worden. Wer mit Content Marketing seinen Umsatz steigern möchte, dem sei empfohlen, die Seiten der Gewinner zu verfolgen.

Falls Sie schon lange den Plan verfolgen, Mark Zuckerberg von Facebook zu schreiben und mal  zu fragen, was aus seinen Chinesisch-Lektionen geworden ist oder warum alle schönen neuen Werbeoptionen immer erst mit einem halben Jahr Verspätung nach Deutschland kommen: Ende Februar oder Anfang März will sich Herr Zuckerberg in Berlin sehen lassen und Rede und Antwort stehen. Und er tut gut daran, etwas mehr Nähe zu einem so großen Markt wie Deutschland zu schaffen, schließlich will Facebook mit Werbung weiter wachsen. Sie könnten Herrn Zuckerberg auch fragen, wie es angeht, dass fast 30 Prozent mehr Werbung ausgespielt werden und zugleich die Werbepreise steigen. Müssten sie bei mehr Angebot nicht eigentlich sinken? Für Facebook jedenfalls rechnet sich das: Im 4. Quartal 2015 konnte Facebook seinen Gewinn mit 1,56 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. Ein kleiner Seitenhieb geht hier auch an Google: Facebooks bietet sein Werbenetzwerk "Audience Network" jetzt auch für mobile Websites an. Bislang war Facebook ja vor allem auf seiner App umtriebig.  Wir werden sehen, wie viel Schaden Google "AdSense" damit erleidet.
 

Twitter wiederum leistet sich endlich einen eigenen CMO. Zugleich setzt man bei dem Kurznachrichtendienst auf weniger Werbung – bei einigen auserwählten Nutzern. Gute Werbung, böse Werbung – das ist also mal wieder die Frage!
 

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