Content-Marketing und Social Media sind vielversprechende Strategien, um der EU-DSGVO und dem Datenschutz gerecht zu werden.
Content-Marketing und Social Media sind vielversprechende Strategien, um der EU-DSGVO und dem Datenschutz gerecht zu werden. © Foto:Hubspot

EU-DSGVO | | von Yvonne Göpfert

EU-Datenschutzordnung: Content-Marketing, Social Media und SEO gewinnen an Bedeutung

Am 25. Mai 2018 wird es ernst: Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) tritt in Kraft. Was sich Verbraucher von der neuen Verordnung erhoffen und wie weit Unternehmen bereits vorbereitet sind, hat HubSpot, ein Anbieter von Software für Marketing, Vertrieb und Kundenservice, in zwei Umfragen analysiert.

Von den befragten Verbrauchern glauben 75%, dass Unternehmen personenbezogene Daten nicht sicher handhaben. Daher beurteilen 81% Datenschutz prinzipiell als positiv und 90% bewerten die im Mai 2018 in Kraft tretende EU-DSGVO als vorteilhaft für Verbraucher. Im Allgemeinen sind 84% der Umfrageteilnehmer der Ansicht, dass Unternehmen sie nicht ohne ihre Erlaubnis kontaktieren dürfen sollten.

EU-DSGVO: Opt-out ist eine wichtige Option

Wie stark die Konsumente die Kontrolle über ihre Daten haben wollen, spiegelt sich darin wieder, dass Opt-out für Konsumente eine wichtige Option darstellt. Die Mehrheit der Verbraucher würde von einem Opt-out für Werbetelefonate (61%) und -E-Mails (60%) Gebrauch machen. 55% der Befragten würden einsehen wollen, welche Daten Unternehmen von ihnen gespeichert haben und 59% würden das sogenannte „Recht auf Vergessenwerden“, das Anrecht auf die komplette Löschung ihrer Daten, nutzen wollen.

Cookie-Tracking und Retargeting-Ads – wenig überraschend - stoßen bei rund der Hälfte der Befragten auf null Gegenliebe. 91% der Verbraucher wünschen sich außerdem absolute Offenheit darüber, was Unternehmen mit ihren personenbezogenen Daten anfangen. Doch die Offenheit lohnt sich für Unternehmen: Die Kunden honorieren den transparenten Umgang im Gegenzug mit Vertrauen. Trotz aller Bedenken gehört zu dieser Offenheit auch es auch dazu, seine Kunden im Falle eines Sicherheitslecks sofort zu informieren. Das erwarten 92% der Befragten.

Noch sind viele Marketing-Abteilungen schlecht auf die neue Verordnung vorbereitet: Fast ein Viertel (22%) hat noch keinerlei Maßnahmen ergriffen und weniger als die Hälfte (42%) ist „mehr oder weniger“ darauf vorbereitet. Bislang haben die Werbetreibenden vor allem die Art und Weise, wie Kundendaten gesammelt werden (60%), überarbeitet, die Datensicherheits- und Datenschutzprotokolle (56%) umgestellt sowie auf Opt-In-Verfahren (55%) umgesattelt.

Content-Marketing, Social Media und SEO immer wichtiger

Während einige Unternehmen daran arbeiten, bis zum Stichtag die neuen Regularien gesetzeskonform umzusetzen, denken andere schon weiter. Von den Führungskräften und Marketern, die mit der EU-DSGVO vertraut sind, erwartet jeder Dritte (33%), dass die Konversionsraten sinken werden, 37% glauben, dass sich die EU-DSGVO auf die Marketing-Routinen auswirken wird und mehr als die Hälfte (51%) geht von schrumpfenden Kontaktdatenbanken aus. In der Konsequenz schätzen 41% der Befragten, dass sie personenbezogene Daten zukünftig vermehrt über externe Plattformen wie Facebook oder Google verarbeiten werden. Daher verwundert es nicht, dass 44% der Umfrageteilnehmer in den nächsten Jahren mehr in Social-Media-Marketing investieren wollen. 41% beabsichtigen, vermehrt auf Content-Marketing zu setzen und 37% sich stärker der Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu widmen.

"Der Dreiklang aus hilfreichem Content, Suchmaschinenoptimierung und Social Media ist die Grundlage des effektiven und erfolgversprechenden Inbound-Marketing-Ansatzes. Statt potenzielle Kunden mit Massenbotschaften zu bombardieren und sie auf Schritt und Tritt mit Anzeigen zu verfolgen, werden sie durch informativen und hilfreichen Content quasi "von selbst" auf Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen aufmerksam – das ist Marketing mit Magnetwirkung statt mit dem Megafon" sagt Inken Kuhlmann, Senior Manager Growing Markets bei HubSpot.

EU-Datenschutzordnung: Content-Marketing, Social Media und SEO gewinnen an Bedeutung

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