Erfolg in der Nische: Nicht nur Facebook eignet sich fürs Marketing, sondern auch kleinere Netzwerke
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Social Apps | | von Annette Mattgey

Erfolg in der Nische: Nicht nur Facebook eignet sich fürs Marketing, sondern auch kleinere Netzwerke

Wenn sich Marken ins Social Web begeben, wählen sie meist die üblichen Verdächtigen Facebook, Twitter & Co. Dass man auch mit anderen Anbietern erfolgreich sein kann, beweist das US-Label ModCloth. Der Shop für Indie-, Retro- und Vintage-Klamotten suchte sich seine Fans bei Instagram und Pinterest. Die Website Foodspotting setzte dagegen die Maklerfirma CMC für ihre Zwecke ein. Kleinere Netzwerke haben den Vorteil, die Zielgruppe genauer einkreisen zu können, und meist sind sie weniger "überfüllt" mit Markenbotschaften. Instagram ist eine Foto-App, mit der sich eigene Bilder via Filter verändern und dann an Freunde schicken lassen. ModCloth trat der Community bei und gründete ein eigenes Profil. In der Instagram-Gemeinde fanden sich reichlich Modebegeisterte und so schickt ModCloth heute mehrmals am Tage neue Bilder online - von Werbekampagnen über stylische Accessoires bis zu Mode-Aufnahmen. Ebenso ging es ModCloth, als der Online-Shop sich bei Pinterest umschaute. Die Website bietet eine virtuelle Pinwand, an der Nutzer ihre Lieblingsbilder verewigen können. Die Bandbreite reicht von Design, Architektur und Mode bis hin zu Porträts und Rezepten. Unter den angepinnten Beiträgen sind überdurchschnittlich häufig ModCloth-Stücke zu sehen. Obwohl ModCloth erst vor wenigen Wochen Pinterest beitrat, ist die Website bereits für einen großen Teil des Traffics und der Einnahmen verantwortlich. Mehr Kontakt zu einheimischen Geschäftsleuten war die Motivation für Melanie Ling, die für die Wohnungsvermittlung CMC das Marketing betreibt. Via Foodspotting zeigen die User Aufnahmen mehr oder weniger gelungener Gerichte und ihre Kommentare. Ling klinkte sich ein, lud 1500 Bilder hoch, schrieb Restaurantkritiken und verlinkte Foodspotting mit der CMC-Site. Mit Erfolg: Sie fand unter anderem einige neue Mieter über die Verbindung zu lokalen Geschäften.

Aus den US-Erfahrungen lässt sich lernen, dass sich die Beschäftigung mit kleineren Platformen lohnt. Die Mitglieder sind zwar oft werberesistenter als der Durchschnittsuser, aber wer ihre spezifische Kultur aufnimmt und sich integriert, gewinnt umso treuere Markenbotschafter. Alicia Barnes von ModCloth empfiehlt: " Die Teilnahme sollte konsistent und authentisch sein und sich in die Regeln der Community einfügen. Um das Engagement in der Nische zum Erfolg zu machen, muss es Teil einer größeren Markengeschichte sein und auch in anderen Kanälen begleitet werden."

Erfolg in der Nische: Nicht nur Facebook eignet sich fürs Marketing, sondern auch kleinere Netzwerke

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