Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück.
Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück. © Foto:privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Der Weg ins Digitale: Lernen Sie von Vayner Media, VW und Kai Diekmann

Gary Vaynerchuck ist der Rockstar der digitalen Szene. Wenn er etwas entscheidet oder kauft, hat das Signalwirkung. Der US-Unternehmer hat nun PureWow erworben: Das Lifestyle-Medienhaus für Frauen soll sich in Vayernchucks Imperium Vayner Media einfügen, das eigentlich ein Spezialist für digitales Marketing ist. Die Übernahme ist damit ein weiterer Schritt in der Verschmelzung von Publishern und digitalen Marketing-Agenturen.Somit befindet sich Vayner Media im direkten Wettbewerb mit anderen Publisher-Agenturen wie Buzzfeed und Vice, die nun ihrerseits zu digitalen Marketern werden.

Einen ähnlichen Weg geht VW. Der Autobauer mischt nun im Markt der Technologie-Anbieter mit. Die neue Digital-Tochter Moia soll gegen neue Konkurrenten wie Uber ankämpfen. Dafür ist Moia auch beim israelischen Mobilitätsdienst Gett eingestiegen. Nun können sich ihrerseits Investoren an Moia beteiligen, wie Vorstandschef Ole Harms diese Woche im "Weserkurier" verkündete

Dem digitalen Mobilitätsmarkt steht eine rosige Zukunft bevor: Bei VW rechnet man damit, dass der Markt für Fahrvermittlung und Mobilität auf Abruf allein in Europa im Jahr 2025 Umsatzerlöse von bis zu zehn Milliarden Euro erzielt. Experten rechnen mit Wachstumsraten von mehr als 30 Prozent im Jahr, wenn die Angebote anlaufen. Willkommen in der digitalen Transformation! 

Immer mehr Schwergewichte der analogen Welt wagen den digitalen Sprung. Offenbar will Kai Diekmann nun sein Know-how als langjähriger Chef der einflussreichen Bild bei Facebook einbringen: Dort soll er als Berater das miese Image des Social Media-Netzwerks in Deutschland aufhübschen. Zuerst macht er jedoch erst mal Pause.

Manche großen Dinge aber bleiben vorerst analog. So läuft der Super Bowl nach wie vor bei den großen Broadcastern wie CBS, Fox und NBC. Ein Spot im Football-Umfeld kostet sage und schreibe fünf Millionen Dollar - dafür bekommt man gerade mal 30 Sekunden Aufmerksamkeit. Autobauer Honda hat sich dieses Jahr, zum zweiten Mal in Folge, eingekauft. "Der Super Bowl ist die geeignete Bühne um den kraftvollen und stylischen neuen Honda CR-V vorzustellen", sagt Susie Rossick, die für das Marketing von Honda zuständig ist.

Wie auch in den vergangenen Jahren ist zu erwarten, dass die Marketer die maximale Aufmerksamkeit aus dem Einsatz rausholen werden. Dabei kommen - und so zahlt sich Vaynerchucks Invest ins Publishing-Business wieder aus - immer häufiger Medienexperten als Storyteller ins Spiel. Buzzfeed hatte in den vergangenen Jahren bereits Spots für Purinas Katzenfutter Friskies produziert. Mal sehen, was sich die Publisher-Agenturen dieses Mal einfallen lassen.

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