Christoph Bornschein: "Die Reise an sich wird Kommunikation"
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ITB | | von Annette Mattgey

Christoph Bornschein: "Die Reise an sich wird Kommunikation"

Seine Prognose:"Der Reisemarkt 2012 steht ganz im Zeichen der Integration sozialer, mobiler und lokaler Dienste." Christoph Bornschein, Geschäftsführer der Social Media-Agentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) widerspricht damit Swoodoo-Chef Christian Saller, der Social Media für "überbewertet" hält. Bornschein hat seine Thesen auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vorgetragen.

Seiner Erfahrung nach ändern sich die Erwartungen von Reisenden: "Sie wollen planen, buchen und reisen als integriertes Erlebnis wahrnehmen." Dem hat die Reisebranche bislang wenig entgegenzusetzen."Zu lange haben die Marketingverantwortlichen alleine auf Abverkauf und Performance-orientiertes Marketing gesetzt." Stattdessen komme es aber darauf an, den Kunden in den Mittelpunkt zu rücken und ihm Interaktivität, Unmittelbarkeit und Allgegenwärtigkeit zu bieten. Dazu eignet sich Bornscheins Meinung nach besonders gut die Kombination aus sozialen, lokalen und mobilen Diensten. "Der Nutzwert lokaler Dienste wie Foursquare entlang der Reisekette ist immens." Mögliche Einsatzgebiete sind Destinations- und Produktmarketing, Freundesempfehlungen (z.B. Restaurant- und Ausgehtipps) und Anbieterkommunikation (z.B. Airlines, Hotels, Ferienclubs usw.).

Vielfach unterschätzt findet Bornschein auch das Potenzial, das in den bisherigen Kontakten steckt. "Die bestehenden Datenmengen über die Kunden sind hervorragend geeignet für Kundenbindungssysteme - was bisher kaum einer richtig angewendet hat." Als positive Beispiele nannte Bornschein Dienste wie Tripit, Wanderfly, MyTaxi oder airbnb. "Der Erfolg dieser Dienste ist davon bestimmt, dass Social Media in das Produkterlebnis verwoben und genutzt wird, um Reisen einfacher, schöner und sozialer zu machen." Was den Reisenden unterwegs begegnet, wird noch schneller verbreitet als bisher - sowohl positive wie negative Erlebnisse. Die Zukunft gehört Bornschein zufolge daher den "Produkten, die aus der Reise an sich Kommunikation machen, und nicht einfach nur soziale Kanäle nutzen, um zu kommunizieren."

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