Borussia Dortmund klettert im Social Web an die Tabellenspitze
© Foto:Screenshot Facebook

Social Sports Monitors | | von Annette Mattgey

Borussia Dortmund klettert im Social Web an die Tabellenspitze

Gratulation zu mehr als zwei Millionen Facebook-Followern: Borussia Dortmund bedankt sich dafür bei seinen Fans. Gleichzeitig sorgt der Verein für den meisten Buzz im Social Web. Das zeigt der Social Sports Monitor von Goldmedia. Auf Platz zwei des Social Buzz-Rankings der 18 Vereine der Deutschen Fußball Bundesliga liegt der Tabellen-Neunte FC Schalke 04 vor dem aktuellen Tabellenführer FC Bayern München. Mit mehr als sechs Millionen Fans sind die Bayern unangefochten Spitzenreiter bei Facebook. Der Social Sports Monitor erfasst den Buzz, d.h. die Nennungen der 18 Fußballvereine der deutschen Bundesliga im sozialen Internet im In- und Ausland, darunter Social Networks (z.B. Facebook), Microblogs (z.B. Twitter), Blogs, Kommentare sowie Internet-Foren.

Für die Analyse des 22. Spieltages der Fußball Bundesliga wurde das Medienbeobachtungs-Tool UMT Delta des Berliner Unternehmens uberMetrics Technologies eingesetzt. Im Untersuchungszeitraum wurden für Borussia Dortmund 54.936 Erwähnungen im sozialen Internet gezählt. Der FC Schalke 04 erzielte einen Buzz von 20.973 und der FC Bayern München wurde 20.588 Mal genannt. Die Vereine der hinteren Tabellenplätze liegen auch im Social Buzz-Ranking zurück. So erzeugte bspw. der Tabellenletzte SpVgg Greuther Fürth den geringsten Social Buzz sowohl in Deutschland als auch international.

Die Analyse des Buzz im deutsch-internationalen Vergleich zeigt, dass Borussia Dortmund vor allem im Ausland eine besonders hohe Aufmerksamkeit erzeugt. Ähnlich wie bei FC Schalke 04 (65 Prozent) kommen rund zwei Drittel der Nennungen (66 Prozent) der Dortmunder aus dem Ausland. Dagegen stammt beim FC Bayern München nur rund ein Drittel (32 Prozent) des Social Buzz nicht aus Deutschland. In absoluten Zahlen bleibt der BVB dennoch auch in Deutschland Tabellenführer im Social Web mit 18.507 Erwähnungen, gefolgt vom FC Bayern München mit 14.009 und dem Hamburger SV mit 10.148 Vereins-Nennungen.

Auch wenn die Analysen zeigen, dass Tabellenplatz und Position im Social Buzz-Ranking korrelieren, sind bei einigen deutliche Abweichungen zu beobachten, z.B. Schalke 04 (Platz 2 Social Sports Monitor, Platz 9 Bundesliga-Tabelle), VfL Wolfsburg (Platz 8/Platz 15) und SC Freiburg (Platz 14/Platz 5).

Böse Kommentare beim Unentschieden

Eine Sentimentanalyse des Buzz nach positiven, neutralen oder negativen Kommentaren zeigt einen Zusammenhang zwischen Spielausgang und Tonalität der Kommentare: Den größten Anteil aller negativen Kommentare erhielten die Mannschaften, die unentschieden spielten (9,8 Prozent negative Kommentare pro Mannschaft). Die Verlierer hingegen wurden nur mit einem Anteil von 4,6 Prozent der negativen Kommentare pro Verein bedacht, während die Siegervereine  4,1 Prozent der negativen Kommentare bekamen.

Den größten Anteil an positiven Kommentaren, sowohl national wie auch international, verzeichnete Fortuna Düsseldorf (1:0 gegen Greuther Fürth). Der Verein erhielt zu 46 Prozent positive Resonanz im Social Web, gefolgt vom ebenfalls siegreichen FC Bayern München mit 45 Prozent. Positiv wurde auch über den Hamburger SV (43 Prozent) sowie über den VfB Stuttgart (42 Prozent) gesprochen, die ebenfalls beide gewannen. Aber auch bei einem verlorenen Spiel kann ein Verein ein positives Echo im Social Web finden. Über den VfL Wolfsburg äußerten sich 42 Prozent positiv, trotz seiner 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München.

Siege werden auf Facebook begangen

Auch wenn der FC Bayern München beim Social Buzz-Ranking nur auf Platz drei liegt, so führt der aktuelle Tabellen-Erste das Facebook-Ranking mit deutlichem Abstand an. Der Verein besitzt derzeit mehr als sechs Mio. Facebook-Fans. Der Zweitplatzierte Borussia Dortmund hat knapp zwei Mio. Fans und liegt damit vor dem FC Schalke 04 mit rund 650.000.

Wie die Auswertung zeigt, sorgen Sieger-Mannschaften für regen Gesprächsstoff unter den Facebook-Usern, wohingegen man negative Informationen eher für sich behält. 74 Prozent der Kommentare bei Facebook beziehen sich auf die Gewinner. Lediglich 11 Prozent fallen auf Teams, die unentschieden spielten, nur 15 Prozent der Nutzer redeten über die Fußballvereine, die am 22. Spieltag eine Niederlage erlitten.

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