"Wir räumen Hindernisse aus dem Weg"
© Foto:BVDW

Oliver von Wersch | | von Raoul Fischer

"Wir räumen Hindernisse aus dem Weg"

Mit der neusten Ausgabe des MAC Mobile Reports liefert die Unit Mobile Advertising (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) eine echte News. Wie bereits der Kontakter (Ausgabe 26-2012) und wuv.de berichteten, haben die Mobile Vermarkter und Netzbetreiber, die im MAC organisiert sind, sich auf Werbemittel-Standards für Mobile geeinigt. Das so genannte Mobile Premium Ad-Package soll mobile Werbung vereinfachen und Kreationskosten senken. Lead Digital sprach mit Oliver von Wersch, Geschäftsführer des Vermarkters G+J Electronic Media Sales und Leiter der Unit Mobile Advertising im BVDW, über die neuen Standards und weitere Pläne.

Herr von Wersch, eigentlich gibt es ja schon eine Standardisierung der Werbeformate für Mobile seitens des Interactive Advertising Bureau (IAB) und der Mobile Marketing Association (MMA). Was liefern Sie uns darüber hinaus?

Oliver von Wersch:Wir haben uns für unsere Standards und Richtlinien natürlich an den internationalen Vorgaben orientiert. Darüber hinaus gibt es viele Sonderwerbeformen und großflächige Formate, die IAB und MMA nicht regeln. Mit dem XX-Large Banner zum Beispiel schlägt der MAC ein weiteres Format vor, welches sich insbesondere an die Aussteuerung auf großen Geräten richtet. Zudem machen wir Vorschläge für Interstitials und Werbung in Bewegtbildwerbung im mobilen Bereich.

Wie verbindlich sind eigentlich diese Standardisierungen? Machen da alle Vermarkter mit?

Von Wersch:Die im Mac organisierten Vermarkter und Netzbetreiber decken etwa 90 Prozent des mobilen Werbemarktes ab. Darüber hinaus sprechen wir mit relevanten Ad-Server-Betreibern und Ad-Networks darüber, diese Standards zu übernehmen. Viele halten sich schon indirekt daran. Unsere Standards und Richtlinien stellen eine Vereinbarung, ein Committment, der Mac-Mitglieder dar. Das heißt, Werbekunden und Agenturen können ab heute damit arbeiten.

Die neuen Standards decken nur einen Teil der verschiedenen Mobile-Werbeformate ab. Wie geht es jetzt weiter?

Von Wersch:Bis zur dmexco 2012 werden wir das Thema weitertreiben. Für mobile Instream-Werbung gibt es bislang lediglich eine Empfehlung, für andere Richmedia-Formate bedarf es noch der Entwicklung verbindlicher Standards.  Das wollen wir bis dahin liefern.

Lassen Sie uns über End-Geräte sprechen: Es gibt in Deutschland mehrere Hundert Smartphone-Typen. Decken die neuen Standards alle ab?

Von Wersch:Das ist in der in der Tat in Mobile ein Problem. Für Online hatten wir es mit drei oder vier gängigen Browser-Typen zu tun, da war die Standardisierung nicht so eine Herausforderung. Bei Mobile haben wir es mit vielen verschiedenen Betriebssystemen und Smartphone-Typen zu tun. Die Standards passen zwar für die relevanten Geräte und natürlich für alle gängigen Betriebssysteme. Aber wenn der Trend weiter zu größeren Displays geht, müssen wir das in den Standards immer wieder nachführen.

Und bei Tablets?

Von Wersch:Da orientieren wir uns bislang am Ad-Package des IAB. Das deckt die gängigen Geräte-Typen ab. Bisher wird der Markt sowieso von einem Gerät dominiert, die Nutzung fächert sich noch nicht so breit auf.

Was versprechen Sie sich von den Standards für den Mobile Werbemarkt?

Von Wersch: Ich denke, das könnte uns bis Ende des Jahres einen spürbaren Push geben. Viele Werbetreibende bekunden zwar ihr Interesse an mobilen Kampagnen, beklagen aber gleichzeitig die hohen technischen Hürden und die Unübersichtlichkeit der Werbemittel. Dieses Hindernis räumen  wir mit den neuen Standards aus dem Weg. 

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