Mit der Oculus Rift lässt sich ein Geschäft auswählen und dann durch den Laden bummeln - und das alles virtuell vom Sofa aus. Was man kaufen will, kommt auf eine Einkaufsliste, die per Push-Notification ans Handy geht.
Mit der Oculus Rift lässt sich ein Geschäft auswählen und dann durch den Laden bummeln - und das alles virtuell vom Sofa aus. Was man kaufen will, kommt auf eine Einkaufsliste, die per Push-Notification ans Handy geht. © Foto:Bonial.com

3D-Erlebnis | | von Annette Mattgey

Was sich Kaufda von Virtual Reality verspricht

Die Bonial-Gruppe - Teil des Axel Springer Verlags -  will mehr, als nur mobile Rabatte und Verkaufsprospekte zu verbreiten. Christian Gaiser, CEO der Bonial.com Group, erklärt: "Bonial investiert immer stärker in Forschungsprojekte zur optimalen Unterstützung des Handels in seiner Transformation." Deswegen expandiert die Marke Kaufda nun in den virtuellen Raum und stellt die Virtual Reality-App "Kaufda VR für Oculus Rift" für Angebote des Einzelhandels vor.

Was sich wie Zukunftsmusik anhört, könnte bald Realität werden. Denn jetzt wagt sich der Vorreiter Oculus nach jahrelanger Entwicklung auf den Verbrauchermarkt. Die inzwischen zu Facebook gehörende Firma kündigte zur Technik-Messe CES an, dass sie ab Mittwoch Vorbestellungen für die Brille Oculus Rift annimmt. Ein Preis oder ein Liefertermin wurden dabei bislang nicht genannt.
Mithilfe der Kaufda-App lassen sich derzeit rund 8 Millionen Smartphone-Nutzer über Angebote des stationären Einzelhandels informieren, bevor sie ihre Lieblingsgeschäfte vor Ort besuchen. Das soll in Zukunft auch mit der Datenbrille Oculus Rift funktionieren. Für die "Kaufda VR für Oculus Rift" arbeiteten internationale Entwickler, 3D-Artists und Handelsexperten der Bonial.com Group mehrere Monate daran, die Relevanz der Hightech-Brille für den lokalen Handel zu erforschen und ein erstes praxistaugliches Konzept zu erstellen.

3D-Showroom für lokale Handelsangebote

Die App für die Datenbrille kombiniert die bisher von Kaufda bekannte Handelswerbung mit dem Erlebnis, sich in den digitalen Shopping-Läden vorab umzuschauen. So kann jeder vom Sofa zum virtuellen Bummel in 3D starten. Nutzer können durch den virtuellen Shop flanieren, Preise prüfen, Angebote betrachten und dabei beliebig drehen – und erhalten auf Wunsch zusätzliche Produktinformationen. Favorisierte Produkte werden vom Headset zum persönlichen Einkaufszettel auf das Smartphone übertragen.

So sieht "Kaufda VR" aus:

Oculus hatte eine erste Version der Brille bereits im Frühjahr 2013 - damals noch ein unabhängiges Startup - veröffentlicht und damit trotz einiger technischer Schwächen für viel Aufsehen gesorgt. Ein Jahr später zahlte Facebook rund zwei Milliarden Dollar für die Firma und investierte massiv in die Weiterentwicklung. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg glaubt, dass diese Art virtueller Realität (VR) viele Lebensbereiche wie Unterhaltung oder Bildung verändern kann.

Eine Rift-Version für Software-Entwickler wurde zuletzt für 1500 Dollar angeboten. Zu dem Paket gehörte auch ein leistungsstarker PC, denn Experten weisen darauf hin, dass die meisten Computer schlicht nicht genug Leistung bieten. In der Zwischenzeit zogen auch Rivalen nach. Sony will ebenfalls in diesem Jahr den Verkauf der Brille Playstation VR für seine Spielekonsole starten. Samsung brachte im vergangenen Jahr das auf Oculus-Technologie basierte Geräte Gear VR auf den Markt, in das ein Smartphone als Display eingesteckt wird. (mit dpa)

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