Search | | von Annette Mattgey

Warum Sie für die mobile Suche mehr Geld brauchen

Mit der Nutzungsverlagerung hin zu mobilen Geräten muss sich auch das Suchmaschinen-Marketing ändern. Warum - trotz niedrigerer TKPs im Vergleich zum Desktop - höhere Investitionen nötig sind, erklärt Markus Schindler von der Performance Marketing-Agentur Hurra.com. „Mobile SEA ist strategisch der wichtigste Bereich innerhalb des SEA", so Schindler. "Daher gilt es, bei den Werbekunden das Bewusstsein für eine neue, ganzheitliche, das heißt device-übergreifende Performance-
Bewertung zu schärfen."

Um die unterschiedlichen Kanäle realitätsgetreu zu messen, empfiehlt Schindler: "Mobile kann noch nicht die gleichen Performancewerte aufweisen wie Desktop Advertising. Daher sollte man hier unterschiedliche Metriken ansetzen. Gerade User, die kein Tablet besitzen, nutzen Smartphones als Recherchetool. Mobile ist daher ein Assistkanal, der zur Informationsbeschaffung, Impuls- und Ideengebung dient. Ich schaue mir morgens in der U-Bahn Angebote an und bestelle dann in der Regel zeitversetzt am Desktop oder Tablet."

Eine weitere Besonderheit: Die Suche ist weniger spezifisch, daher spielen übergeordnete Sammelbegriffe im Mobile SEA eine höhere Rolle. Diese sind grundsätzlich teurer und die mobilen Anzeigenplätze zudem begrenzt, daher begehrter und kostspieliger. Die höheren Investitionen lohnen jedoch, um ins Relevant Set der User zu gelangen und später den Kaufabschluss über Desktop herbeizuführen.

Zusammenfassend hat Markus Schindler 5 Tipps zum Thema Mobile SEA:

1. Schaffen Sie einen guten Mobilauftritt: übersichtlich, fingerfreundlich, mit schnellen Ladezeiten, gut lesbaren Inhalten, einer guten Suche innerhalb des Shops und wenig Klicks und Daten zum Check-Out-Prozess

2. Seien Sie präsent und gut sichtbar: Setzen Sie bei Mobile SEA lieber auf generische Suchworte, also übergeordnete Sammelbegriffe, auch wenn diese zunächst teurer sind. Sie werden dadurch eher gefunden als mit spitzen Keywords, die am Smartphone umständlich einzutippen sind. Der höhere CPC macht sich anschließend bezahlt, wenn der User am Desktop wiederkehrt, um den Kaufabschluss bei Ihrem Unternehmen zu tätigen und nicht beim Konkurrenten…

3. Hinterlegen Sie auf Klick Ihre Telefonnummer (Click2Call): Gerade bei beratungsintensiven Produkten empfiehlt sich der direkte Link zum Callcenter, die den Nutzer beraten, binden und idealerweise zum Kunden konvertieren.

4. Be fun: Passen Sie Ihre Werbemittel und Ihren Mobilauftritt den Möglichkeiten des Mobilgerätes an! Nutzen Sie den Spaßfaktor eines Smartphones, dessen Display zwar klein ist aber nach rechts, links, über Kopf und hinten über gedreht werden kann. Bieten Sie Ihren zukünftigen Kunden mehr als Desktop-standardisierte Anzeigen und Auftritte.

5. Bewerten Sie neu & ganzheitlich: Bedenken Sie, dass Mobile ein wichtiger Infokanal ist, der Conversions vor allem vorbereitet und dementsprechend auch bewertet werden muss.

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