Bewegtbild | | von Annette Mattgey

Twitter startet eigene Video-Plattform

Im Kampf um die Bewegtbild-Etats geht Twitter nun mit einem eigenen Video-Player ins Rennen. Private Nutzer können ohne weiteres loslegen, für Marken gelten jedoch Restriktionen. Sie müssen sich zuerst für das Programm "Twitter Amplify" registrieren lassen. Damit bekommt die weltgrößte Videoplattform Youtube von Google einen weiteren Konkurrenten - nach Facebook. Allerdings können bisher nur ausgewählte Twitter-Nutzer einen Zugang zu der Funktion beantragen, wann sie breit eingeführt wird, ist unklar.

Künftig können bis zu zehn Minuten lange Videos direkt bei Twitter hochgeladen werden, wie Twitter auf einer FAQ-Seite erläutert. Bisher konnte man nur Links zu Videos bei anderen Plattformen teilen. Twitter gibt sehr genau an, wie das Teilen von Videos funktioniert und was zu beachten ist: Unterstützt werden die Formate mp4 und mov. Videos sollten ein Seitenverhältnis von 16:9 haben und mit dem Video-Codec High Profile h.264 und dem Audio-Codec AAC (Low Complexity) kodiert sein. Empfohlen wird eine Video-Bitrate von mindestens fünf Millionen Bit.

Das Video wird dann mit der Funktion "Tweet verfassen" mit den Followern geteilt, Titel und Beschreibung lassen sich ergänzen. Wer sich im Nachhinein doch nicht mehr so sicher ist, ob das Party-Selfie so gelungen ist, kann sein Video wieder löschen und es auch aus seiner Timeline verschwinden lassen.

Unternehmen werden auf das Programm Twitter Amplify hingewiesen. Die Plattform war ursprünglich für Content-Lieferanten eingeführt worden, die eigenes Video-Material verbreiten wollen wie etwa TV-Sender oder Sportveranstalter.

Wer sich für Videos via Twitter entscheidet, bekommt zumindest die grundlegenden Analyse-Daten zu sehen. Angezeigt werden die Zahl der Videostarts, die Zahl der Abbrecher (jeweils nach einem Viertel, der Hälfte usw.) bzw. wieviele bis zum Schluss dabei geblieben sind. Dabei ist auch eine Aufteilung nach organischer Reichweite und gesponserter Reichweite möglich.

(am/dpa)

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