Shopping: Kosmetik und Schuhe kauft die Mehrheit weiter offline
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E-Commerce | | von Annette Mattgey

Shopping: Kosmetik und Schuhe kauft die Mehrheit weiter offline

Cross-Channel-Nutzung spielt vor allem bei Unterhaltungselektronik oder Computer-Hardware eine wichtige Rolle. Der aktuelle W3B-Report "Trends im E-Commerce" untersucht aus der Nutzerperspektive, für welche Waren welche Kanäle angezapft werden. Gut 14.000 Online-Einkäufer wurden im Auftrag von Fittkau & Maaß Consulting im Rahmen der W3B-Studie befragt. Dabei zeichnen sich die Internet-Nutzer nicht nur durch ihre Shopping-Freude (96,8 Prozent haben mindestens einmal etwas online eingekauft) aus, sondern auch durch ihre Stetigkeit: Denn fast drei Viertel (72 Prozent) haben sich innerhalb der letzten 14 Tage den virtuellen Einkaufswagen gefüllt.

Vertriebskanalübergreifende Informations- und Einkaufsmöglichkeiten werden besonders beim Kauf elektronischer Produkte geschätzt. Steht hingegen die Buchung von Flug- bzw. Fahrtickets oder der Kauf von Kleidung an, so machen sich nur wenige die Mühe, sowohl Online- als auch Offline-Kanäle aufzusuchen. Auch bei Musikprodukten, Büchern, Schuhen und Kosmetik spielt Cross-Channel für die meisten Befragten nur eine untergeordnete Rolle.

Bei einigen Produktgattungen konzentriert sich die Mehrheit voll und ganz auf das Internet, nach dem Motto "Online informieren - Online kaufen": So werden z. B. bei Fahr- und Flugtickets und Musikprodukten von je ca. zwei Dritteln der Befragten sowohl die Kaufentscheidung als auch der Kauf vornehmlich im Internet vollzogen. Ganz anders bei Kosmetikprodukten und Schuhen: Hier geben die meisten (ca. die Hälfte der Befragten) an, sowohl den Informationsprozess als auch den anschließenden Kauf vorzugsweise offline ohne das Internet zu erledigen.

Die Variante "erst online informieren, dann offline kaufen" ist offensichtlich besonders für Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und Computer-Hardware attraktiv. Deutlich über ein Drittel der Befragten gab an, den Kauf dieser Produkte meist online vorzubereiten und dann im stationären Handel zu tätigen. Auch bei Reisebuchungen ist dieses Vorgehen verbreitet (26,4 Prozent).

Nur sehr selten dagegen wird die Strategie "offline informieren - online kaufen" verfolgt. Wenn, dann ist dieser Weg bei der Anschaffung elektronischer Produkte (5,9 Prozent bis 6,6 Prozent) sowie beim Buchkauf (5,8 Prozent) interessant.

Ein weiteres Ergebnis des Reports: Die Nutzung von »Cross-Channel« ist nicht nur produkt-, sondern auch zielgruppenabhängig. Wenn es z. B. um die Anschaffung von Computer-Hardware oder Unterhaltungselektronik geht, so nutzen Männer sowohl für Kaufvorbereitung als auch Kauf vorwiegend das Internet. Frauen hingegen tätigen ihre Elektronik-Käufe häufiger offline. Beim Kauf von Kleidung und Schuhen ist es genau anders herum: Hier sind es vor allem Frauen, die Information und Kauf im Internet tätigen. Männer wählen hier überwiegend die konservative Variante "Offline infomieren, Offline kaufen".

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