Mobilität statt 4 Räder: Wo die Reise jetzt  hingeht
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Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Mobilität statt 4 Räder: Wo die Reise jetzt hingeht

Airbnb bietet Übernachtungen an, Uber organisiert Autofahrten, Flixbus kutschiert die Menschen zu verschiedenen Destinationen. Alle drei Firmen sind nicht Hoteliers, Taxi- oder Busunternehmen - sondern Technologie-Anbieter. Das klingt posh. Das ist modern.

Da verwundert es kaum, dass Toyota plötzlich auch kein popeliger analoger Autobauer mehr sein will. Dem Unternehmen aus Japan schwebt eine Markenwandlung von Fahrzeugen zu genereller Mobilität um.

Mit der Kampagne "Start your Impossible" hat die Automarke, pardon Mobilitätsmarke, sich nun vom reinen Stammgeschäft distanziert. Klar, Autos gibt es schon noch - aber eben auch allerlei smarte Geräte mit digitalen Fähigkeiten: mit denen lässt sich die Fortbewegung des Menschen so gestalten, wie es mit einem normalen Auto allein nicht möglich wäre.

Geplant sind auch neue Produkte: Wie zum Beispiel Geräte, die speziell für körperbehinderte Menschen kreiert sind und mit denen sie sich freier als zuvor bewegen können.

Auch Top-Athleten sollen das Gesicht des neuen mobilen Looks sein. Ein Vertrag mit dem Internationalen Olympischen Kommittee sowie den Paralympics sollen dafür sorgen, die superbeweglichen Hochleistungssportler in eine Toyota-Kampagne einzubinden.

Mobilität also, wohin man guckt. Digital-Berater wie zum Beispiel Jan Pechmann, Geschäftsführer der Agentur Diffferent, sprechen oft davon, dass Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation nicht nur ein Produkt anbieten, sondern ihm mit der Schaffung von Rahmenbedingungen und Infrastrukturen drumherum Rückenwind geben müssen.

Wie Toyota vorgeht, davon können sich andere Unternehmen eine Scheibe abschneiden - nach dem Motto: Geschäftsfeld identifizieren, und es drumherum mit anderen Dienstleistungen stärken, die es in die Verlängerung bringen und dabei idealerweise gleichzeitig seinen Fortbestand sichern.

Mobilität statt 4 Räder: Wo die Reise jetzt hingeht

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