Mobilwerbung macht in diesem Jahr laut Carat 218 Millionen Dollar Umsatz.
Mobilwerbung macht in diesem Jahr laut Carat 218 Millionen Dollar Umsatz. © Foto:Audi

Werbespendings | | von Anja Janotta

Mobile treibt den digitalen Werbemarkt an

Immer noch ist Mobile der wichtigste Wachtsumsmotor für die digitale Werbung. Wie eine aktuelle Erhebung der Mediaagentur Carat zeigt, werden in den fünf größten globalen Märkte für mobile Werbung – die USA, China, Kanada, Großbritannien und Deutschland -  in diesem Jahr  rund 13,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt. 2016 sollen es knapp 20 Milliarden Dollar sein. Die Wachstumsrate für die fünf größten Mobilländer liegt demnach bei 51,5 Prozent in 2015 bzw. 41,3 Prozent in 2016.
 
Allein in Deutschland werden in diesem Jahr für Mobile Advertising in Deutschland geschätzte 218 Millionen US-Dollar ausgegeben. Was einem Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, so Carat. 2016 sollen die Werbeausgaben für Mobile hierzulande auf 313 Millionen Dollar steigen - ein Plus von 44  Prozent.

Der derzeit führende europäische Markt für Mobile Advertising ist laut der Agentur Großbritannien, mit Spendings von etwa 1,37 Milliarden Dollar in 2015 und prognostizierten 1,8 Milliarden in 2016. Weltweit rangieren 2015 die USA mit 6,97 Milliarden Dollar (2016: über 10 Milliarden) vor China (4,4 Milliarden in 2015 bzw. knapp 7 Milliarden US-Dollar in 2016).
 
Neben der Mobilwerbung ist die Online-Videowerbung Wachstumstreiber. Sie verzeichnet 2015 Steigerungsraten von über 20 Prozent – sowohl in Deutschland als auch global. Christopher Samsinger, CEO von Carat Deutschland: "Immer mehr Marken erkennen das Potential von Bewegtbild auch über das lineare Fernsehen hinaus und beginnen größere Budgets in digitales Video Advertising zu investieren. Die Budgets für Werbeausgaben in sozialen Netzwerken werden 2015 auf globaler Ebene dabei um etwa 16 Prozent steigen."
 
Damit bekommt die Digitalwerbung auch einen immer größeren Stück vom Werbekuchen. Während der Gesamtwerbemarkt in Deutschland 2015 lediglich um 1,6 Prozent wächst, können die digitalen Medien laut Carat immerhin um 6,9 Prozent zulegen. Mit 28,6 Prozent Anteil am nationalen Werbemarkt erobert Digital bereits Platz zwei im Gesamtwerbemarkt – etwas hinter TV mit 33,3 Prozent und knapp vor Print (28,4 Print). Global hält das Fernsehen als stärkstes Werbemedium noch 42 Prozent Marktanteil. Umsätze und Marktanteile verlieren weltweit vor allem Zeitungen und Zeitschriften. In Deutschland wird, so die Carat-Prognose, der Marktanteil von Print von 2015 auf 2016 weiter sinken (um 1,6 Prozentpunkte).

Bis 2017 werden die digitalen Medien mit 31,5 Prozent Marktanteil fast zu den Umsätzen im TV-Markt (33,4 Prozent) aufschließen. Mit etwa drei Milliarden Dollar entfällt hierzulande der größte Teil des digitalen Werbeumsatzes nach wie vor auf die Suchmaschinenwerbung (18,4 Prozent Marktanteil). "Wir erwarten, dass dieser Bereich noch Marktanteile hinzugewinnt. Für Display Advertising prognostizieren wir 2016 zwar ein leichtes absolutes Wachstum, aber keine großen Marktanteilsgewinne", resümiert Christopher Samsinger.

Allerdings gibg es nicht nur Positives zu vermelden: Die Prognose für die globalen Umsatzsteigerungen der gesamten Werbeeinnahmen 2015 reduziert Carat von 4,6 auf 4,0 Prozent. Die Wachstumsgewinner hier sind die lateinamerikanischen Staaten mit Zuwächsen von 12,7 Prozent. Spitzenreiter ist Argentinien mit Umsätzen von knapp sechs Milliarden US-Dollar in diesem Jahr und einem Plus von über 40 Prozent. Spitzenreiter in Europa ist nach wie vor Großbritannien mit einem Gesamtumsatzwachstum von 6,4 Prozent (25,9 Milliarden Dollar). Die größten Einbußen wird dieses Jahr der russische Werbemarkt hinnehmen müssen: Ein Minus von 14 Prozent drückt die Umsätze auf nur noch knapp 6 Milliarden Dollar 2015.

Mobile treibt den digitalen Werbemarkt an

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