Mobile kurbelt ITK-Wirtschaft weltweit an
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EITO | | von Annette Mattgey

Mobile kurbelt ITK-Wirtschaft weltweit an

Handys und Smartphones sind die Wachstumstreiber im ITK-Markt - vor allem in Schwellenländern, aber auch in Industrieländern. Zu diesem Ergebnis kommt das European Information Technology Observatory (EITO) in seiner neuen Publikation „ICT Market Report 2012/13“. Der weltweite ITK-Markt wächst diesen Angaben zufolge dieses Jahr um 5,1 Prozent auf 2,57 Billionen Euro. Die beiden großen Segmente Informationstechnologie und Telekommunikation entwickeln sich mit jeweils plus fünf Prozent beide gleich kräftig.

Regional hingegen zeigen die Märkte ein sehr unterschiedliches Bild. In den Schwellenländern boomt die Branche, während sie in Westeuropa weitgehend stagniert oder gar schrumpft. „Mobilität ist der stärkste Markt-Treiber im Technologiesektor“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. In Industrieländern sorgt der Trend zur mobilen Datennutzung für zusätzliche Umsätze in der Telekommunikation. In Schwellenländern werden Handys, Laptops, Tablets und Co. sogar zum zentralen Zugang für die Nutzung von Informationstechnologie. „Die Schwellenländer investieren massiv in die mobile ITK-Infrastruktur und den Ausbau der entsprechenden Kapazitäten“, sagt Kempf.

Aus den Schwellenländer resultiert in diesem Jahr bereits mehr als ein Viertel (27 Prozent) der weltweiten ITK-Nachfrage. Bis 2020 wird ihr Anteil auf fast die Hälfte steigen, prognostiziert das EITO. So wächst der chinesische Markt in diesem Jahr voraussichtlich um zwölf Prozent auf 220 Milliarden Euro. China wird bereits in diesem Jahr Japan als weltweit zweitgrößten ITK-Nachfrager ablösen.

Westeuropa ist die Region mit dem geringsten Wachstum. Der ITK-Umsatz soll um 1,2 Prozent auf 617 Milliarden Euro steigen. Für 2013 erwartet EITO ein Wachstum von 1,4 Prozent. „Viele westeuropäischen Märkte leiden stark unter den Folgen der Euro-Krise, nur Osteuropa wächst ähnlich schnell wie der Weltmarkt. Auch Deutschland ist mit einem Plus von 1,6 Prozent eine positive Ausnahme und stabilisiert die europäische ITK-Branche,“ bewertet Kempf die Lage.

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