Klickbetrug | | von Annette Mattgey

Läuft die Hälfte der Display Werbung ins Leere?

Wenn die Zahlen stimmen, die der britische Dienstleister Telemetry für eine Mercedes-Kampagne ermittelt hat, dann wurden 57 Prozent der Banner gar nicht von Menschen gesehen, sondern von Maschinen. Das dürfte die Diskussion um Programmatic Buying erneut anfachen. Die Dokumente, die das belegen, macht jetzt die Financial Times öffentlich. Die Online-Banner seien versehentlich auf betrügerischen Websites ausgespielt worden. Verantwortlich dafür war der Programmatic Buying-Anbieter Rocket Fuel, der bereits zu den Vorwürfen Stellung genommen hat.

Telemetry untersuchte eine Stichprobe von 365.000 Ad Impressions, die Rocket Fuel binnen drei Wochen erzeugt hat. 57 Prozent davon seien von automatisierten Programmen "gesehen" worden. "Der Anteil fragwürdiger Impressions der ganzen Kampagne lag unter sechs Prozent", versicherte hingegen Mercedes-Benz gegenüber der Financial Times. Man werde weiter mit Rocket Fuel zusammenarbeiten.

Selbst wenn es Dienstleistern wie Rocket Fuel gelingt, millionenfachen Klickbetrug zu unterbinden, gibt es offensichtlich Schlupflöcher, die zumindest kurzfristig für Schaden sorgen können.

Läuft die Hälfte der Display Werbung ins Leere?

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