Die meisten wissen nicht so genau, was sich hinter KI verbirgt.
Die meisten wissen nicht so genau, was sich hinter KI verbirgt. © Foto:PwC

PwC-Studie | | von LEAD digital

Helfer im Alltag: Das erwarten die Deutschen von Künstlicher Intelligenz

Die Einstellung der Deutschen zu KI ist positiv: Eine große Mehrheit geht davon aus, dass durch intelligente Software oder lernfähige Roboter das tägliche Leben besser organisiert werden und so Zeit für wichtigere Dinge gewonnen werden könnte.

Ganz oben auf der Wunschliste steht laut einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung PwC denn auch ein smarter "Putzroboter, der die Wohnung für mich sauber hält" (58 Prozent). Auf Platz zwei rangiert ein "Hilfsroboter, der alle körperlich schweren Aufgaben bei der Arbeit übernimmt" (51 Prozent). Ein selbstfahrendes Auto erscheint den meisten Befragten dagegen deutlich weniger dringlich. Es steht lediglich auf der Wunschliste von knapp einem Drittel der Befragten.

"Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz bedeutet eine Zäsur, vergleichbar mit der Industrialisierung oder der IT-Revolution. Insofern ist das Unbehagen, das sich in unserer Umfrage zeigt, sehr gut nachvollziehbar", sagt Susanne Arnoldy, Partnerin und Technology Roadmap Leader bei PwC Deutschland. Letzten Endes würden die positiven Effekte der künstlichen Intelligenz aber eindeutig überwiegen, so Arnoldy: "Die Probleme, vor denen die Menschheit steht – von der Erderwärmung bis zum demographischen Wandel – sind so gewaltig, dass wir alleine damit überfordert sein werden. Darum ist es ein gutes Signal, dass die meisten Deutschen die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz eben doch gutheißen."

Auf uneingeschränkte Begeisterung stößt künstliche Intelligenz aber nicht. Mehr als die Hälfte der Befragten räumte ein, lernfähige Computer lösten bei ihnen "eher Angst" aus. Dieser Zwiespalt zeigt sich besonders, wenn es um mögliche Konsequenzen für den Arbeitsmarkt geht: So erhoffen sich einerseits 58 Prozent der Befragten von künstlicher Intelligenz eine Lösung für den drohenden Fachkräftemangel etwa in der Altenpflege. Andererseits befürchten allerdings auch viele Bundesbürger, dass durch den Einsatz von KI Jobs verlorengehen könnten. Dass künstliche Intelligenz mehr Arbeitsplätze schafft als vernichtet, glaubt nur gut ein Drittel der Befragten.

Fast 90 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz helfen kann, zukünftige Herausforderungen zu meistern. Besonders groß ist die Hoffnung bei den Themen Cybersicherheit (49 Prozent), Klimawandel (45) und Schutz vor Krankheiten (43).

Deutlich geringer sind die Erwartungen an die lernenden Maschinen, wenn es um kreative Leistungen geht. Dass ein Computer mit künstlicher Intelligenz es bis 2025 geschafft hat, einen Nummer-1-Hit zu komponieren, halten gerade einmal 23 Prozent der Befragten für möglich. Dass es einer künstlichen Intelligenz bis dahin gelingt, einen Bestseller zu schreiben, glauben sogar nur zwölf Prozent.

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