Fan-Wachstum statt Boykott bei Amazon
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Shitstorm | | von Annette Mattgey

Fan-Wachstum statt Boykott bei Amazon

War die ARD-Dokumentation Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon am Ende kontraproduktiv? Die Social Media-Zahlen zumindest explodieren seit der Ausstrahlung. Dass es sich bei der jetzigen Empörung, die vor allem durchs Web wabert, um eine äußerst vorübergehende Erscheinung handelt, kommentiert W&V-Kollege Ralph-Bernhard Pfister in seinem Blog "Von Nullen und Einsen".  Zwar werde im Netz schnell mit Begriffen wie "Schweinerei", "Faschismus", "Boykott" um sich geschmissen - ein erwartbarer Shitstorm eben. Pfister bezweifelt dagegen, dass sich die Empörung von der Tastatur bis ins Portemonnaie verlagert (übrigens nicht zum ersten Mal). Das hieße ja, sein Verhalten zu ändern. Stattdessen ist das Resultat: Mehr Facebook-Fans.

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Akribisch listet der Kollege auf, dass das Thema Arbeitsbedingungen bei Amazon keineswegs vom Himmel gefallen ist, sondern kontinuierlich - von WDR bis SWR, von Zeit bis Buchreport - in den Medien zu finden ist. Doch was interessiert mich der Bericht vom Vortag? Eingekauft wird trotzdem munter, wo es am günstigsten ist. Für seinen "datengestützten Zynismus" bekommt Pfister weitgehend Bestätigung aus der Community der Social Media-Experten. Als "Shitstorm im Wasserglas" bezeichnet BVDW-Sprecher Mike Schnoor die Social Media-Aufreger des vergangenen Jahres (Vodafone, Wiesenhof) . Einen Hauch optimistischer sieht das Thomas Knüwer: "Mal ernsthaft: Glaubt jemand, dass Konsumenten tatsächlich wie ein Haufen blöder Lämmer frisst, was man ihnen vorsetzt? Natürlich nicht."

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