Drei Killer-Tools für Ihr Twitter-Monitoring
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Edelman | | von Annette Mattgey

Drei Killer-Tools für Ihr Twitter-Monitoring

Wie behält man im Wust der Tweets, Re-Tweets und Follower den Durchblick? Daniel Blank, Social Media-Experte bei Edelman, stellt die drei wichtigsten Werkzeuge vor, mit denen Unternehmen den Twitter-Strom kanalisieren können.

Während Facebook von den meisten Unternehmen mittlerweile professionell gehandhabt wird, stehen viele Marken der Nutzung von Twitter noch ratlos gegenüber. Anders als Facebook ist Twitter in Deutschland kein Massenmedium. Marken, die also auf Twitter ihre Botschaften erfolgreich platzieren wollen, müssen die wirklich relevanten Nutzer erreichen. Also diejenigen, die als Multiplikatoren wirken und Themen weit über das Twitter-Universum hinaustreiben können. Wer einmal die Gruppe der für sich relevantesten Twitter-Nutzer ausgemacht hat, ihre Themen und ihr Nutzungs- sowie Kommunikationsverhalten kennt, der hat die idealen Voraussetzungen geschaffen, auch auf Twitter die eigenen Botschaften und Interessen effektiv zu kommunizieren.

Die folgenden drei Tools helfen, sich in der Twitter-Gesellschaft zu orientieren:

1. Twazzup

Eine gute Ergänzung zur Standardsuche auf Twitter. Sucht man nach einer Marke oder einem Begriff, liefert Twazzup eine Fülle an Informationen rund um dieses Thema. Neben den aktuell beliebtesten Tweets ist vor allem die Anzeige der aktivsten Nutzer zu diesem Thema interessant. Hier erhält man schnell eine Übersicht, wer häufig zu einem Thema twittert – eine gute Basis für die Anlage einer eigenen Liste an Usern. Twazzup wirft zwar auch gleich eine Liste an „Influencern“ aus, doch die basiert vor allem auf der Anzahl der kürzlich erfolgten Retweets, was für sich allein kein verlässlicher Indikator ist.

Zusätzlich zu den identifizierten Nutzern bietet Twazzup auch eine Schnellübersicht der in Zusammenhang mit dem Suchbegriff häufig benutzten Worte und Hashtags sowie der aktuell von der Community geteilten Links. All diese Informationen sind bei Twazz­up sehr schnell zu finden, was das Tool zu einem hervorragenden Helfer macht, um sich einen aktuellen Überblick zu verschaffen. Da der gesamte Service allerdings auf Aktualität und „Echtzeit-Updates“ ausgelegt ist, sollten die hier identifizierten Nutzer durch weitere Tools genauer betrachtet werden.

2. Twopcharts

Will man ein möglichst umfassendes Bild zu einzelnen Twitter-Accounts bekommen, bietet das Tool Twopcharts viele Optionen, ein bestimmtes Twitter-Handle zu untersuchen: Wer folgt dem Nutzer, von wem wird er retweetet, mit wem führt er Diskussionen, und wer erwähnt den User in seinen Tweets – all das kann Twopcharts innerhalb weniger Sekunden anzeigen.

Wer diese Informationen nach den eigenen Bedürfnissen strukturiert, kann von einem Nutzer aus ein ganzes Netzwerk an Twitterern erschließen, das die gleichen Interessen hat und sich darüber austauscht. Etwas Handarbeit bleibt allerdings nicht erspart: Twopcharts bietet keine Möglichkeit, Listen oder Tabellen anzulegen – das muss man selbst erledigen. Investiert man die hierfür nötige Zeit, lässt sich dennoch eine hilfreiche Datenbank an Twitter-Nutzern erstellen, aus der dann themenspezifisch die aktivsten und relevantesten User ausgewählt werden können.

3. Tweetlevel

Das Tool Tweetlevel versucht die oben beschriebenen Vorgehensweisen zu vereinen und zu strukturieren. Hier kann man mit einer Suche nach einem Thema (etwa der eigenen Marke) beginnen, um neben der Zahl der Tweets hierzu auch die Nutzer ausfindig zu machen, die zu diesem Thema am meisten kommunizieren. Da dies allerdings nicht zwingend auch die einflussreichsten User sind, berechnet Tweetlevel den Influence-Score jedes einzelnen Nutzers, der zu einem Thema spricht. Hierfür werden Faktoren wie Popularität, Engagement und Vertrauen des Nutzers herangezogen, die auf Basis seines Nutzungsverhaltens und der Reaktionen auf seine Tweets kalkuliert werden.

Hat man so eine Liste der einflussreichsten Twitterer zu einem Thema erstellt, lassen sich zu jedem Twitter-Account weitere Informationen abrufen, um etwa herauszufinden, wann der Nutzer aktiv ist, welche Themen ihn noch interessieren und welche Links er teilt. Tweetlevel wurde entwickelt von Johnny ­Bentwood, Global Head of Analyst and In­fluential Engagement bei Edelman, und hilft dabei, nicht nur die Nutzer ausfindig zu machen, welche die meisten Follower haben und vielleicht schon einmal zu diesem Thema getwittert haben, sondern diejenigen zu finden, die bei dem gesuchten Thema die wirklich Einflussreichsten sind.

Bei Edelman Deutschland leitet Daniel Blank die Entwicklung von Social-Media-Kam­pagnen und Aktivitäten auf lokaler wie globaler Ebene. Er ist außerdem in die strategische Beratung und digitale Projektplanung für Kunden über alle deutschen Edelman-Standorte hinweg eingebunden.

Den vollständigen Text von Daniel Blank lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von LEAD digital 03/2013, die Sie hier im Shop bestellen können. Weitere Themen: Datenmanagment, Tourismusmarketing, Facebook Ads, Blogvermarktung, E-Mail-Marketing.

Drei Killer-Tools für Ihr Twitter-Monitoring

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