Kindle Fire
Kindle Fire © Foto:Amazon

iPad-Konkurrenten | | von Eva Klein

Die Schnäppchen-Tablets kommen

Wer hätte das gedacht?– Das iPad könnte tatsächlich Konkurrenz bekommen. Amazons Android-Tablet Kindle sprengt in Sachen Vorbestellung alle Grenzen. Laut Cult of Android, gingen bei Amazon 250.000 Vorbestellungen für das neue Kindle allein in den ersten fünf Tagen ein. Der Startschuss zum offiziellen Verkauf fällt am 15. November. Somit werden, wenn die Nachfrage bis dahin in dieser Höhe konstant bleibt, 2,5 Millionen Vorbestellungen bei Amazon einlaufen.

Diese Zahlen machen die Vorstellung von Kindle Fire wahrscheinlich zur bisher größten Tablet-Einführung. Womit sogar die Verkäufe der ersten Monate des iPads und des iPad 2 geschlagen sein könnten. Selbst Cult of Mac nimmt an: „Kindle Fire could outsell the iPad.” Tatsächlich verkaufte Apple in den USA in den ersten Tagen nur 300.000 iPads, die Lieferungen der Vorbestellungen mit eingeschlossen.

Die kleinen Mängel des Kindle Fire gleicht der unschlagbare Preis von nur 199 US-Dollar aus. Zum Beispiel fehlen dem Amazon-Tablet Kamera, Mikrophon, GPS-Modul sowie 3G Schnittstelle. Das gesamte Interface unterscheidet sich deutlich von anderen Android-Tablets. Doch ist somit nur der Beweis erbracht, dass ein Tablet kein iPad-Klon sein muss, um mit ihm in Konkurrenz treten zu können.

Ein weiterer Faktor, den das Kindle Fire zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten macht, ist der gut bestückte Kindle-Store, der Apples iTunes-Shop gefährlich nahe kommt. Die Kindle-Plattform ist schon seit längerem auf Erfolgskurs. Inzwischen verkauft Amazon in den USA sogar mehr digitale als gedruckte Bücher.

Allerdings gibt es auch weniger euphorische Stimmen, die den Höhenflug des Kindle Fire noch etwas skeptisch betrachten. So glaubt zum Beispiel Mashable Business, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Zahl der Vorbestellungen bis zum Verkaufsstart auf diesem Niveau bleiben.

Bisher ist der Verkauf des Kindle Fire nur in den USA geplant. Doch wer nicht auf den offiziellen Starttermin in Deutschland warten will, kann sich entweder an das Online-Angebot ab dem 15. November wenden, oder sich mit dem in Deutschland vorbestellbaren, neuen Kindle-Modell begnügen. Dieses ist zwar mit 6 Zoll kleiner als sein großer Bruder und keyboardlos, doch kostet es nur 99 Euro.

Noch billiger ist das Lesegerät von Hugendubel und Weltbild: Gerade mal 60 Euro soll der TrekStor e-Book-Reader 3.0 kosten. Beide Medienhändler bieten über ihre Online-Portale auch e-Books an, derzeit sind 120 000 Titel im Angebot.

Die Schnäppchen-Tablets kommen

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