Deutsche zögern beim mobilen Internet
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Global Business Map | | von Annette Mattgey

Deutsche zögern beim mobilen Internet

Im Vergleich mit Großbritannien und den USA nähern sich die deutschen Handynutzer dem mobilen Internet recht zaghaft. Das ergab die aktuelle Google-Studie "Global Business Map". Die internationale Marktanalyse, die Google vor allem für seine Werbekunden aufgesetzt hat, enthält Daten zu 48 Ländern und will PR-Agenturen und Unternehmen eine Orientierungshilfe für den Einstieg in den grenzüberschreitenden E-Commerce bieten. "Das sind Marktdaten, die zeigen, wo es hingeht," sagte Google-Manager Lars Lehne (Foto) gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Das Internet biete auch für kleine Unternehmen eine riesige Chance, ihren Markt zu erweitern.

Dabei zeigt sich, dass Deutschland bei der Online-Nutzung mobiler Geräte nicht mit den USA und England mithalten kann. In den USA kommt nach Angaben von Google jede zweite Suchanfrage zu den Olympischen Spielen von einem Handy oder einem Tablet-Computer. In Großbritannien sind es 46 Prozent, in Deutschland aber nur 30 Prozent. In Deutschland haben nach dem von Google vorgestellten Bericht erst 29 Prozent der Bevölkerung ein Smartphone - kaum mehr als in Indien mit 23 Prozent. Größer ist die Verbreitung unter anderem in Österreich (36 Prozent), der Schweiz (43), in den USA (44) und in Großbritannien (51 Prozent). Pro Nutzer erreicht die mobile Internet-Nutzung in Deutschland ein Volumen von monatlich 62,7 Megabyte, zu vergleichen mit 72,7 MB in Österreich und der Schweiz, 92,5 MB in Großbritannien, 169,2 MB in den USA und 363 MB in Japan - dort liegt der Smartphone-Anteil allerdings nur bei 20 Prozent.  

Die Daten für den Vergleich wurden allerdings noch nicht als Rohdaten bereitgestellt, mit denen Nutzer dann eigene Verknüpfungen und Analysen vornehmen könnten. Grundsätzlich sei Google bereit, auch Rohdaten aus den unterschiedlichsten verfügbaren Quellen anzubieten, sagte Google-Sprecher Klaas Flechsig - ganz im Sinne des Grundsatzes, alle Arten von Informationen im Internet zur Verfügung zu stellen. Einen Masterplan für eine solche "Big-Data-Strategie" gebe es aber noch nicht, sagte Lehne.  

(dpa)

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