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In jedem VW-Fahrzeug die persönlichen Einstellungen per App regeln.
In jedem VW-Fahrzeug die persönlichen Einstellungen per App regeln. © Foto:Volkswagen

CES 2017 | | von Annette Mattgey

Deutsche trauen eher VW als Google beim Auto der Zukunft

Wie es mit dem Fahren weitergeht, ist eines der großen Themen bei der CES, die am Donnerstag in Las Vegas startet. Auch VW hat dort seinen Stand. Noch ist der Zug nicht abgefahren, denn zumindest die Deutschen trauen den traditionellen Herstellern mehr als den Tech-Companies.

Aktuell sagen 28 Prozent der Deutschen, dass Hersteller aus den USA eine führende Rolle rund um die Entwicklung selbstfahrender Autos haben. Dahinter folgen deutsche Anbieter (19 Prozent), Unternehmen aus China und Japan (je zehn Prozent) sowie Südkorea (8 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.006 Bundesbürgern ab 18 Jahren.

Die größte Kompetenz beim autonomen Fahren wird aktuell gleichermaßen neuen Automobilherstellern wie Tesla und klassischen Automobilherstellern wie BMW, Daimler oder Toyota zugesprochen. Die neuen Autohersteller sehen 36 Prozent aller Befragten und sogar 48 Prozent der 18- bis 29-Jährigen vorne. Genauso gut schneiden die klassischen Autokonzerne ab, denen ebenfalls 36 Prozent aller Befragten die Spitzenposition zuschreiben. Dabei schneiden die ausländischen Hersteller (21 Prozent) etwas besser ab als die deutschen (15 Prozent). IT- und Internetunternehmen wie Google, Apple und Uber liegen auf dem dritten Platz (17 Prozent).

"Entscheidend ist es, dass Automobilhersteller, Zulieferer, Mobilitäts-Start-ups und Unternehmen der Web-Ökonomie gemeinsam an neuen Konzepten und Technologien arbeiten", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder

Fragt man die Bundesbürger, wer ihrer Meinung nach das Rennen beim autonomen Fahren am Ende gewinnen wird, sieht das Bild für die klassischen Automobilkonzerne besser aus. Vier von zehn Bundesbürgern (40 Prozent) sehen am Ende die klassischen Autohersteller vorne. Dabei schneiden die ausländischen Unternehmen mit 23 Prozent etwas besser ab als die deutschen mit 17 Prozent. Lediglich jeder Dritte (33 Prozent) erwartet, dass die neuen Automobilhersteller als Gewinner beim Rennen um das autonome Fahren durchs Ziel gehen. Und nur zwölf Prozent erwarten, dass die IT- und Internetunternehmen den Wettbewerb für sich entscheiden. "Die Verbreitung von autonomen Fahrzeugen wird dazu führen, dass sich die Hersteller von Fahrzeuganbietern zu Mobilitätsdienstleistern entwickeln", sagt Rohleder. "Durchsetzen wird sich, wem die beste Integration von Fahrzeug, Software und Diensten gelingt."

 

Das will auch Volkswagen. Der Automobilhersteller rückt bei der diesjährigen Consumer Electronics Show CES in Las Vegas (5. - 8. Januar 2017) den Benutzer und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Künftig soll er alle Mobilitäts- und Infotainment-Dienstleistungen über seine Volkswagen User-ID auf einer digitalen Plattform, dem Volkswagen Ecosystem, verwalten können.

Live erleben lässt sich das bereits jetzt in Las Vegas. Dazu notwendig ist die Volkswagen CES-App. Mit ihr erstellt der Besucher sein eigenes Profil – also eine für die Messe eingerichtete Volkswagen User-ID – mit neuen, innovativen Funktionen, die dem User zugeordnet werden. An einzelnen Stelen kann der Messebesucher diese Eingaben ebenfalls einfach, schnell und für seine persönliche ID konfigurieren. Verschiedene Funktionen, etwa die Auswahl eines favorisierten Ambientelichts, lassen sich in der App direkt vornehmen. Alle Einstellungen werden online hinterlegt. Im Connected Car haben Messebesucher die Möglichkeit, ihre persönliche digitale Welt live zu testen.

Egal in welches Volkswagen-Modell (ob Privatfahrzeug oder Mietwagen) er künftig einsteigt, seine Lieblingsmusik, die Bildschirmkonfiguration oder die richtige Sitzeinstellung sind stets dabei.

Neben der individuellen Vernetzung gibt Volkswagen in Las Vegas einen Ausblick auf künftige intuitive Bedienelemente jenseits von Touch- und Gestensteuerung. Zudem präsentiert der Hersteller den visionären I.D. erstmals einem amerikanischen Publikum.

Die Volkswagen-CES-App steht ab sofort im App Store (iOS) und bei Google Play (Android) zum Download bereit. Mithilfe der Messe-App kann der Besucher auf dem Volkswagen Stand in die Zukunft eintauchen und erleben, wie Mensch, Auto und Umwelt künftig im Volkswagen Ecosystem über die Volkswagen User-ID intelligent miteinander vernetzt werden.

Deutsche trauen eher VW als Google beim Auto der Zukunft

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Microsoft will Autos lenken

von W&V Redaktion

Microsoft will gemeinsam mit Partnern an der Zukunft des Autos mitwirken. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zeigt der Softwarekonzern, wie sich etwa mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Sicherheit des Fahrers oder die Integration personalisierter Funktionen verbessern lassen. Auf Basis der Cloud-Plattform Azure soll das System zum Beispiel die aktuelle Verkehrssituation und das Fußgängeraufkommen erfassen und analysieren. Der Partner NXP zeigt, wie Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren und frühzeitig vor Gefahrensituationen warnen können. Die Mutigen lädt Microsoft auch zu Probefahrten auf dem Gelände der CES ein.

"Die Zusammenarbeit auf der CES 2017 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam testen und ermitteln, welche Funktionalität wirklich Zukunft hat. So können wir Autohersteller dabei unterstützen, Fahrern personalisierte Dienste anzubieten, die lernfähig sind und sich basierend auf den individuellen Vorlieben und Verhaltensweisen stetig optimieren lassen", sagte Microsoft-Manager Kevin Dallas.

Der niederländische Halbleiterhersteller NXP will dafür Sensoren sowie ein System zur Bilderkennung und Auswertung von Sensordaten beisteuern. Die auf der sogenannten Roadlink-Technologie basierenden Sensoren stellt das Unternehmen seit gut zwei Jahren in Serie her und liefert sie an den Automobilzulieferer Delphi Automotive. Die gemeinsame Lösung soll etwa vor Gefahrenquellen warnen können, noch bevor sie ins Sichtfeld des Autofahrers kommen.

Die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV), ein weiterer Partner im Verbund, an der Volkswagen 50 Prozent hält, will in Las Vegas mit mehreren Testfahrzeugen den aktuellen Stand in Europa und in den USA demonstrieren. "Diese Fahrzeuge haben bereits weite Strecken zurückgelegt - und dies fast ohne Eingriffe durch den Fahrer", sagte Karsten Schulze, Sicherheitsexperte bei IAV.

IAV will unter anderem auch zusammen mit Hewlett Packard Enterprise einen Seat Leon Cupra zeigen, der über die Cloud direkt mit dem Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren soll. Biometrische Sensoren sollen dabei Daten der Fahrer und Insassen sammeln und dann automatisch etwa die Sitzeinstellung, Beleuchtung und das digitale Unterhaltungsprogramm entsprechend an die jeweiligen Personen anpassen.

An der Partnerschaft mit Microsoft ist dem Softwarekonzern zufolge auch die Versicherungsgesellschaft Swiss Re beteiligt, die intelligente Versicherungsmodelle für das autonome Fahren mit flexiblen Leistungen vorstellen will. Zudem wolle der irische Anbieter Cubic Telecom die nötige Netzinfrastruktur beisteuern.

Die CES ist zu Jahresbeginn traditionell die erste Messe der Tech-Branche. Bereits in den vergangenen Jahren rückten zunehmend auch vernetzte und selbstfahrende Autos im Mittelpunkt. In diesem Jahr stellt dort etwa VW eine App vor, mit der sich der Fahrer seine persönlichen Einstellungen für Sitz, Audio-Anlage u.a. speichern und in jedes VW-Fahrzeug mitnehmen kann. Die Fachmesse für Unterhaltungselektronik findet in diesem Jahr offiziell vom 5. bis zum 8. Januar in der Wüstenstadt statt.

am/mit dpa

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